Falsche Anrede im System - rechtlicher Anspruch auf Korrektur?

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4 Antworten

Eine so große Firma hat doch sicherlich eine(n) Gleichstellungsbeauftrage(n). Die/den würde ich darauf ansetzen! (Endlich mal was zu tun...) Auch derBetriebsrat interessiert sich sicherlich dafür.

Da Du nun zusätzlichen bürokratischen Aufwand hast (den man in der Situation sicherlich nicht noch zusätzlich "braucht"...), hast Du mit Sicherheit einen Anspruch auf Abänderung. Ich würde jedenfalls darauf bestehen (und notfalls meine Rechtsschutzversicherung beanspruchen und einen Anwalt aufsuchen).

Selbstverständlich hast Du arbeitsrechtlich das Recht auf eine korrekte Anrede. Entweder über einen Betriebsrat oder zur Not einen Anwalt einschalten, der macht ein klärendes Schreiben, dann lässt sich das System auch ganz schnell wieder ändern. Man muss nur aufpassen, dass das Arbeitsklima nicht vergiftet wird.

Ich finde es jedoch reichlich unsorgfältig, was Dein Arbeitgeber da macht. Das spricht klar gegen eine ordnungsgemäßen Organisation und ein schlechtes Verhältnis zu Arbeitnehmerrechten.

Einen Rechtsanspruch hast Du sicher nicht, aber es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass Dein Arbeitgeber mit korrekten Personaldaten arbeitet.

Ich kenne auch keine Software, die eine Änderung der Anrede nicht zulässt.

Ich würde mal direkt mit der Personalabteilung sprechen und falls das nicht zielführend ist, vielleicht mal über den Betriebsrat gehen - auch wenn das wegen so einer Lappalie eigentlich lächerlich ist. 

Da muss sich nur jemand in der Personalabteilung mal die Mühe machen und Deinen Datensatz aufrufen und die Anrede ändern. 2 Minuten-Sache eigentlich.

Aufgrund meines beruflichen Hintergrunds weiss ich, dass das änderbar ist, natürlich ungerne gesehen und mit Aufwand verbunden. Daher wird die Unmöglichkeit gerne als Vorwand vorgeschoben.

Wenn deine Daten von anderen Datenquellen müsste man wissen, ob diese wirklich eigenständig sind oder nicht. Ich kann dir leider nicht sagen, ob du wirklich ein Recht darauf hast, dass dein Name und somit auch die Anrede korrekt ist. Allerdings hast du offenbar einen Vertrag mit der Firma und es gibt gewisse Kommunikation, die genau an dich gerichtet ist. Wie willst du oder die Firma denn diesem Vertrag gerechtkommen, wenn du (ein wenig überspitzt) gar nicht im System vorkommst, sondern man es dir nur zuordnet, da nur du es sein kannst? Der Arbeitsunfall ist ja nur ein Beispiel, wo sich Bürokratien schwer tun, wenn du nicht korrekt (somit eigentlich gar nicht) im System bist. Das würde immer wieder passieren, wenn die Daten aus deinem System mit den korrekten Daten von ausserhalb der Firma in Kontakt kommen. Das kann rechtlich nicht korrekt sein.

Meiner Meinung nach müssen sie das korrigieren und ich würde da entsprechend Beauftragte / Vorgesetzte (kenne jetzt die Struktur der Firma nicht) immer wieder ansprechend und denen gerne die Problematik mit der Krankenkasse auf den Tisch legen und fragen, ob das gleiche Problem mit der Rentenkasse und weiteren Behörden besteht.

Mein Tipp: Wenn sie sich weigern, dann sollen sie dich erneut im System anmelden mit korrekter Schreibweise / Einordnung. Wenn sie es korrekt machen, dann sollte der alte Datenbankeintrag zwar vorhanden aber inaktiv sein. Auf welche Weise auch die Umsysteme dann die Daten erhalten, das wäre dann erstmal an der Wurzel angepackt und die Umsysteme würden die Deaktivierung u. Neuanmeldung übernehmen

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