Falls Bulgarien in die Krise gerät, wird sie schneller aus der EU ausgestoßen?

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2 Antworten

Salue

Nein, die EU hat noch nie Krisenländer aus der EU herausgeworfen. Draghi vergrössert die virtuelle Geldmenge einfach so stark, dass man Bulgarien endlos stützen kann.

Ein Land aus der EU rauszuschmeissen ist ein zweischneidiges Schwert.

Bei einem Rauswurf würde der Lew, die Bulgarische Währung, endlos abstürzen. Die Bulgaren müssten eine harte Zeit durchmachen, den alle importierten Produkte werden "sauteuer". Dafür werden Produkte aus Bulgarien im Ausland sehr günstig. Die Arbeitskosten in Bulgarien wären noch auf dem Niveau eines Trinkgeldes.

Da wird es sehr interessant für Firmen in der EU, ihre Produktion in dieses Land zu verlegen. Mit wenig Geld kann man dann dort ganze Fabriken bauen, viele Bulgaren finden dort eine Arbeitsstelle.

Mit steigender Wirtschaftslage steigt zwar auch der Lew im Kurs wieder an, aber schlussendlich zieht sich das Land "an den eigenen Haaren" wieder aus der Krise hinaus.

Bulgarien hat vielleicht inzwischen bilaterale Verträge auch mit Staaten ausserhalb der EU abgeschlossen und sich auf die neue, selbstständige, Lage eingestellt.

Zwar würde die EU nun Bulgarien ganz gerne wieder aufnehmen. Die Frage ist nur, ob Bulgarien dies, nach den bisherigen Erfahrung mit der EU, dann noch will.

Es ist ja auch das so, "lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach".

Es grüsst Dich

Tellensohn  

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Aha. Seit wann bitte stößt die EU eines ihrer Mitglieder aus? Wie kommst Du auf diese hahnebüchene Idee?

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