Fallen Geldgeschenke u. Erbe in Zugewinnmasse?

4 Antworten

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Zuwendungen, die ausschließlich an einen Gatten fließen oder Dinge die er allein mit in die Ehe gebracht hat, bleiben sein Alleineigentum. Der andere Ehegatte partizipiert , soweit der Zugewinnausgleich durch Vereinbarung nicht ausgeschlossen ist, lediglich am Wertzuwachs einer Sache die dem Ehegatten gehört oder an Vermögenserträgen wie Zinsen etc.

Hallo Schelm 1,

herzlichen Glückwunsch zur zehntausendsten Antwort. Bist du Jurist?

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Das würde mich auch einmal interessieren, inwieweit ein Ehepartner Ansprüche an/auf eine Immobilie hat, die dem anderen Ehepartner laut Grundbuch gehört und die während der Ehe erworben und ausgebaut wurde.

Während der Ehe hat der Partner keinen Anspruch. Wird die Ehe geschieden, dann steht dem begünstigten Ehepartner die Hälfte des Mehrwertes zu, den die Immobilien während der Ehe erfahren hat (Wertgutachten auf den Tag der Eheschließung und der Scheidung). Sofern Ausbauten erfolgt sind, ist hier die Mittelherkunft und deren zeitlicher Zufluß maßgebend für die Bemessung der Wertsteigerung.

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@schelm1

Wenn sich der Wert nicht gesteigert hat, bekommt der Ehepartner also auch nichts ab. So ein Haus wird ja nicht automatisch wertvoller, je älter es wird, sondern es wird abgewohnter und brüchiger.

Das heißt dann aber wohl nicht, dass der hausbesitzende Eherpartner vom anderen die Hälfte des Wertverlustes gezahlt bekommt, oder?

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@Paguangare

Aber selbstverständlich! Dieser "Zug" fährt in beide Richtungen!

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@schelm1

Nehmen wir an, ein reicher und ein armer Mensch heiraten. Der Reiche kauft während der Ehe ein Haus für 1 Million Euro. Nach zwanzig Jahren Ehe ist das Haus nur noch 500 000 Euro wert, weil sich die Wohnlage verschlechtert hat. Die Ehe wird geschieden.

Muss jetzt der arme Ehepartner, der aus dem Haus auszieht, dem reichen noch 250 000 Euro geben, um den Wertverlust des Hauses auszugleichen?

Wie kann man das einem juristischen Laien logisch begründen oder verständlich machen?

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Ich bin jetzt kein Fachmann aber: Wenn dir etwas persönlich vererbt wurde, gehört es eigentlich dir. Hast du es damals versteuert (Erbschaftssteuer)? Falls ja, hast du den Beleg über die Steuererklärung, falls nein .... Bei Geldgeschenken bin ich mir nicht sicher. Mit deinem "Vermögen" vor der Ehe kann das ähnlich sein, du brauchtest in jedem Fall alte Kontoauszüge, Sparbuch, Belege etc. Aber Vorsicht, nicht das nacher das Finanzamt auf dich aufmerksam wird, ich weiß ja nicht wie dein/e Ex heute zu dir steht. GrüßeBasti

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