Fall G. Galilei, "Das Urteil war sachlich einwandfrei" von Paul Feyerabend?

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3 Antworten

Die Situation?

Denk ich auch.

Aber in welcher Weise wäre diese Situation sehr angebracht für eine Kirche?

Das Verständnis der damaligen Zeit, wie beschrieben, war vorteilhaft für die Kirche. Die Leute haben einfach alles geglaubt (was die Kirche und die Bibel sagt) und die Kirche musste nicht wie da steht "die Kraft aufbringen dem kritisch entgegenzutreten". Es war einfach so. Das war dieser "Vorteil".

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Nein, zu der Zeit waren schon Leute um die ganze Erde gefahren. Man wusste, dass die ERde keine Scheibe ist, es war völlige Augenauswischerei, das zu jener Zeit noch zu leugnen zu versuchen...

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Dieses " SIE" am Beginn des neuen Satzes bezieht sich auf die" Stuation der Zeit und die damals vorliegende Evidenz.....".Dieses " opporrtun " ist in diesem Zusammenhang doch sehr abwertend zu verstehen.

Zur Zeit G.G.hatte die RKK noch die Möglichkeit und den  Mut aufgebracht gegen eine immer stärker werdende Naturwissenschaft vorzugehen und
dieses Vorgehen wäre auch richtig gewesen.P.Feyerabend meinte,die RKK müßte auch unabhängig von " der Situation der Zeit und .....vorliegender Evidenz " auch noch heute noch gegen bestimmte " Mythen " in der Wissenschaft vorgehen.Z.B. denkt er an die Genetik und Biomedizin.

Der Fall G.G. hat natürlich in der Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie eine noch immer sehr umstrittene Funktion.

PaulFeyerabend, ein Astrophysiker und Wissenschaftstheoretiker, der konträr
zu Karl Popper stand, hat sich sehr eingehend mit dem Fall G.G. beschäftigt.Er kommt zu den Schluß, dass sich das Hl.Offizium richtig verhalten hat und sein Urteil bzgl.G.G. , rein formal gesehen, nicht zu beanstanden sei.

Darauf greift Hans Conrad Zander zurück, ein
Schweizer Journalist und Schriftsteller zurück.Er stammt aus einer calvinistischen Kaufmannsfamilie und war für drei Jahre in einem Dominikanerorden.In Klön studierte er Soziologie.2007 verfasst er eine polemische Schrift, m.M.n., die dann unter dem Titel " Kurzgefasste
Verteidigung der Hl.Inquisition" auf dem Buchmarkt erschien.

Darin wird die Hl.Inquisition als fortschrittlich, frauenfreundlich,
effizient ( !!! ), richtig und heilig bezeichnet.G.G. dagegen wird als geldgierig, streitsüchtig etc. dargestellt.

Der Witz an dieser Geschichte liegt u.a. auch darin, dass die RKK eine nach meinem Dafürhalten gegenüber den modernen Wissenschaften aufgeschlossene Haltung zeigt, während einige Wissenchaftstheoretiker wie eben
P.Feyerabend und auch H.C. Zander, im religionskritischen Gewand, eine rückwärtsgewandte Postion, um es einmal sehr milde auszudrücken, einnehmen.

Paul Feyerabend kann man, wenn ausschließlich auf rein
äüßerlich und formale Kriterien achtet, muß man aber nicht,
zustimmen.Dagegen ist H.C.Zander ein Polemiker, im Vergleich zu Adorno
aber, ein grobschlächtiger Assistent.im Geiste.Im Grunde ist es ein
vergeblicher Kampf gegen die moderne Naturwissenschaft und gegen die
Aufklärung in England und Frankreich.


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arevo 08.03.2016, 23:48

#arevo KORREKTUR

....natürlich Köln ...... und nicht Klön....

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