Faktoren die das Kurzzeitgedächtnis beeinflussen

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5 Antworten

mögliche einflussfaktoren können sein:

  • alter (ab 20 jahren gilt: je älter, desto weniger; ausserdem haben kinder ein teils anderes gedächtnis als erwachsene, was man leicht beim memory-spielen mit kindern herausfinden kann)
  • motivation/ interesse/ aufmerksamkeit- das sind alles begriffe, die sich irgendwo schneiden können, aber nicht zwangsläufig das selbe bedeuten.
  • vorwissen (wenn man viel vorwissen hat, kann man wissen leichter aufnehmen- da gibt es ein entwicklungspsychologisches experiment, das die gedächtnisleistungen von kindern und erwachsenen, die beiderseits experten für ein thema sind, vergleicht)
  • erfahrung mit der aufgabe- wenn man weiß, wie eine aufgabe funktioniert, kann man besseres leisten- macht man einen test zum zweiten mal, funktioniert er meist besser, auch wenn es neue aufgaben sind.
  • material- es gibt z.b. zahlenmaterial, verbales, figurales, visuell-räumliches material und die behaltensleistung muss nicht für jedes material gleich gut sein; zumal man bedenken muss, dass der bereich des durchschnittlichen relativ groß ist- so könnte jemand mit verschiedenen materialien jeweils durchschnittliche leistungen erzielen, aber dennoch bestimmte aufgaben besser beherrschen als andere z.b. aufgrund -->
  • erkrankung/störungen: personen mit einer rechtsseitigen hirnverletzung z.b. durch schlaganfall haben oftmals probleme mit visuell-räumlichem behalten; dagegen haben personen mit einer linksseitigen verletzung oftmals probleme mit verbalem material. es ist aber z.b. auch an eine aufmerksamkeitsstörung oder visuelle/auditive störungen zu denken, die jemanden abhalten kann, etwas erstmal wahrzunehmen und überhaupt in den kopf zu bekommen.
  • geschlecht: es gibt teils unterschiedliche normen für kognitive leistungen für die beiden geschlechter. beispielsweise gibt es in der CERAD geschlechternormen für kurz- und mittelfristiges behalten, aber auch für verbale und phonematische wortflüssigkeit, wo der abruf von gedächtnisinhalten eine rolle spielt.
  • gedächtnisstrategien/mnemotechniken- wer die beherrst, kann sich dinge besser merken.
  • metagedächtnis= wissen darüber, wie gedächtnis funktioniert und wie man selbst lernt- wer das besser im griff hat, kann auch besser behalten
  • bildung: es gibt z.b. im VVM, aber auch in der CERAD unterschiedliche normen für haupt-, realschule und abitur bzw. für schulzeit = "unter 12 jahren" und "12 jahre und mehr"
  • sprachkenntnisse: nur wenn man die betreffene sprache wirklich gut kann (wie eine muttersprache), ist ein verbaler gedächtnistest auch fair. ansosten reduziert sich die behaltensleistung. gleiches gilt für z.b. durch einen schlaganfall sprachgestörte (siehe auch oben zu linkshirniger verletzung).
  • stress im sinne einer körperlichen stressreaktion sollte eher nicht so sehr auf das kurzzeitgedächtnis wirken, da stress durch cortisolausschüttung vor allem negativ auf die konsolidierung von gedächtnisinhalten wirkt. allerdings wirkt sich stress im sinne ungünstiger umgebungsbedingungen wie lärm, kälte/hitze negativ auf die gedächtnisleistung aus.
  • interferenzneigung- man kann die gedächtnisleistung durch gleichartiges material stören; es gibt eine sogenannte proaktive hemmung, d.h. wenn dass man durch lernen quasi müde gemacht wird und dann im folgenden gleichartiges schlechter behält. es gibt aber auch die retroaktive hemmung, d.h. dass wissen zerfallen kann, wenn man im folgenden gleichartiges nennt.

Mit dem Lebensalter nimmt gerade das Kurzzeitgedächnis ab, das Langzeitgedächnis wird fast nicht betroffen. Die Reduzierung des Kurzzeitgedächtnisses kann schon in der Lebensmitte eintreten und unterliegt aber auch aktuellen psychischen Einflüssen (Stress, Überlastungsstörungen, Traumatas).

Das Lebensalter ist meines Erachtens ein sehr wichtiger Faktor, denn das Kurzzeitgedächtnis lässt ja bekanntlich mit fortgeschrittenem Alter nach. Ob eine Information im Kurzzeitgedächtnis gespeichert wird, hängt aber von mehreren Faktoren, wie z.B. dem Grad der Aufmerksamkeit oder der Wichtigkeit einer Information ab.

Negative Faktoren, die das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen, sind Stress, Angst, Überlastung, Alkohol, Krankheiten wie Depressionen und einige Medikamente.

Weshalb siehst du die Abhängigkeit in einer Beziehung? Also verheiratet?

soziale einbindung? hobbys, verheiratet oder alleinstehend, medikamente, schlafrhytmus und länge.

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