Faire Milch-Preise - wie viel würdet ihr zahlen?

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10 Antworten

Direkt beim Bauer ( familiärer Kleinbetrieb ) im Hof-Verkauf würde ich einen Euro pro Liter für lediglich gekühlte Rohmilch geben. Im Supermarkt würde ich für 3.5% Vollmilch ( nicht wärmebehandelt ) 1,50 pro Liter geben, wenn diese durchschnittlich 50 Cent mehr direkt an den aktuellen Ankaufspreis zusätzlich  an die Milchhöfe gingen. ( bezogen auf konventionelle Milchwirtschaft ohne BIO-Siegel )

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Nichts, wenn es freiwillig wäre.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/milchgipfel-soforthilfe-bauern-subvention-milchkrise-kommentar

Als Die SPD die Agenda 2010 einführte (HartzIV) kamen die Dumping- und Niedriglöhne, nebst die Altersarmut.
Gewöhnlich müssten die Preise, nicht nur bei Milch, sinken, weil es die Löhne nicht hergeben.

Auch für Bauern gilt: "wenn Du Dich selbst zu billig anbietest, wird sich niemand finden der den Preis freiwiliig erhöht."

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Kommentar von ponyfliege
31.05.2016, 02:41

nur - die bauern machen die preise nicht.

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Man kann die Produktionskosten für Milch berechnen,aber die Regierung macht das nicht (staatlich kontrollierte Preise).

Man kann auf einen Hektar land 1 Kuh halten.Die Bearbeitungskosten liegen bei ca. 200 Euro pro Hektar und eine Kuh gibt je nach ihren Alter so an die 5000 l Milch pro Jahr (können auch noch mehr sein).

das wären dann 200 Euro / 5000 l =0,04 Euro = 4 Cent.

Hinzu kommen noch die Kosten für Kankenkasse,Rentenkasse,Berufsgenossenschaft,Feuerversicherung usw.

FAZIT : Was die Milch letztendlich kostet,hängt davon ab,wie hoch die Kosten für die Bauern sind und das entscheidet die Regierung.

Beispiel : Jeder Bauer muss eine Kläranlage haben,obwohl so 2000 Mastschweine 500 Tonnen gülle pro Jahr produzieren.

Der Bauer darf also nicht seine Abwässer ,Waschmaschine und Toilettein den Güllebehälter leiten,was natürlich sinnvoll wäre.

Eine Kläranlage kostet so ca. 10000 Euro und bei ca. 700000 Bauern in Deutschland sind das Kosten von 7 Milliarden Euro,die an den Verbraucher weitergeleitet werden müssen.

Die Rationalisierung :

Es gibt heute "Robotermelkanlagen" die sich erst ab 100 Kühe rentieren.

Bei nur 20 Kühen,kann man diese Anlagen nicht einsetzen,weil dies unwirtschaftlich wäre.

Wenn also alle Familienbetriebe mit 100 - 150 Kühen,vielleicht auch mehr solch eine "Robotermelkanlage" hätten,dann wären wenigsten 50% der heutigen Bauern überflüssig.

Hinweis : Schon vor über 50 Jahren gab es in Amerika Bauern mit 1000 Hektar Land und mehr.

In Deutschland sind schon Bauern mit 50 Hektar Land groß,zwar nicht ganz groß,aber auch nicht gerade klein.

Preisfrage : Wieso kann in Amerika ein Familienbetrieb das 20 fache an Land bewirtschaften,als in Deutschland ? 

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Kommentar von ponyfliege
31.05.2016, 02:49

ich will den preis nicht, antworte aber trotzdem:

weil deine rechnung nicht stimmt und weil ein 50 hektar betrieb in deutschland ein nebenerwerbsbetrieb ist. 

und 1 kuh kann man auf einem hektar nicht halten. den hektar brauchts je grosstiereinheit, um den dünger wieder ausbringen zu können. aber für gras zum weiden, kraftfutter,  saftfutter heu und silage - da langt der hektar nicht.

die kuh muss auch nicht nur gefüttert und entgüllt werden, sondern mittlerweile auch artgerecht gehalten. spaltenboden ist ein auslaufmodell. ausserdem muss heu gemacht und eingefahren, kraftfutter geerntet und getrocknet und die wintermiete angelegt werden.

das melken ist echt noch das wenigste.

allerdings - kühlanlage für die milch ist vorschrift, melkstand muss vom restlichen stall abgetrennt sein.

hin und wieder kommt der tierarzt. dann brauchts den maschinenpark, lagerfläche für futter, einen befahrbaren zuweg etc. pp...

die weltweit grössten landmaschinen fahren in den usa - und in norddeutschland.

da ist teils ein familienbetrieb unter 300 hektar nicht existenzfähig.

wie wärs, du googlest mal landreform, raumordnungsverfahren 80er jahre...

die resultate der damaligen fatalen politischen fehlentscheidungen tragen noch heute die landwirte.

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Ich bekomme die Milch (und Eier) direkt vom Bauernhof. Sie wurde morgens gemolken und nur gereinigt. Frischer und leckerer geht nicht. Dafür zahle ich gerne 1,38 €/Liter.

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Die Preise für den Liter Rohmilch sind astronomisch niedrig. Die Landwirte werden nicht angemessen für ihre Arbeit bezahlt. Es sind nunmehr nicht ein mal 30cent. Ich halte mindestens 50 oder 60cent für angemessen. Dadrauf kommen noch Transport, Molkerei, Vermarktung, Werbung und Gewinn. Also würde ich von mindestens etwa 1€ pro Liter ausgehen. Das ist anständig den deutschen Bauern gegenüber. Nicht so wie jetzt.

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Maximal 1€/ Liter

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in der schweiz kostet der liter frischmilch etwa 1,40-1,65 franken im supermarkt. 

das ist ein fairer preis. und das würde ich auch in deutschland zahlen - also zwischen 1,20-1,35 euro.

davon kann dann auch wieder bäuerliche landwirtschaft existieren.

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80ct - 1,20 je nach Packungsgröße und Qualität

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Kommt drauf an welche Milch

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Mehr als 1€ würde ich nicht zahlen.

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