Fahrzeit zur Baustelle=Arbeitszeit?

8 Antworten

Selbstverständlich ist die Fahrzeit zur Baustelle Arbeitszeit.

Die Arbeitszeit beginnt und endet im Regelfall am Eingang des Betriebs. Zur Arbeitszeit gehören Wege im Betrieb sowie Wegezeiten außerhalb des Betriebs, wenn diese in Ausübung der Tätigkeit für den AG ausgeübt werden. Auch die Zeiten der vom AG durchgeführten Beförderungen zu bestimmten Betriebsstätten oder auswärtigen Arbeitsorten sind Arbeitszeit (Auszug aus dem Arbeitsrechtkommentar von Prof.Dr. Peter Wedde zum § 2 Arbeitszeitgesetz).

Nein, der Arbeitgeber versch....t dich/euch, eigentlich ein Fall für den Betriebsrat, falls vorhanden oder ein Fall für das Arbeitsgericht u.o. Gewerkschaft.

Im Bauhauptgewerbe zählt die Fahrzeit nicht zu der Arbeitszeit und wir
auch nicht bezahlt, die Arbeitszeit beginnt ab der Baustelle.
Im Baunebengewerbe wir die Fahrzeit meistens bezahlt und sie zahlt zu der Arbeitszeit.

Mehrarbeit als Azubi verweigern?

Hallo,

ich habe folgendes Problem, erstmal zu mir ich bin 22 Jahre alt und befinde mich im ersten Lehrjahr der Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Ich bin mit dem Beruf und meinem Lehrbetrieb eigentlich überaus zufrieden, aber es gibt eine Tour die in meinen Augen hochgradig verboten gehört. Es handelt sich um eine Bulli Tour die ich kommende Woche alleine fahren soll. Ich bin auf dieser Tour schonmal mitgefahren und zum Teil auch selber gefahren und die hat es echt in sich. Man fährt morgens um 2 Uhr los und man ist ungelogen auch erst am nächsten Tag um 2 Uhr morgens wieder zuhause, man kann aus zeitgründen die vorgeschriebenen Pausenzeiten nicht einhalten und man ist ohnehin deutlich über der Tages bzw Schichtzeit drüber wenn man wieder zurück ist. lange Rede kurzer Sinn, erstens ich traue mir diese Tour nicht zu weil es wirklich kompliziert ist, zweitens will ich diese Tour ich fahren, weil in falle einer Verkehrskontrolle wäre ich auch mit dran wenn ich in Erklärungsnot komme, und drittens möchte ich deswegen die Tour bzw diese Arbeit verweigern weil es eigentlich nicht legal ist was ich da tun soll weil ich 24 Stunden unterwegs wäre. Wie gehe ich in dem Fall vor ich bin über jede Hilfe dankbar!

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Fahrt auf und von Baustelle - Arbeitsrecht - Was muss Chef zahlen

Hallo.

Ich versuche es mal ganz genau zu formulieren, da es im Netz scheinbar keine passenden Antworten gibt.

Faktenlage:

Mehrere Angestelte im Gartenbau - tägliche Fahrt vom Betriebshof auf Baustellen und wieder zurück. - Bezahlung nach Stundenabrechnung. Chef zahlt allen die Hinfahrt, aber nur dem Fahrer die Rückfahrt. Ist das ok?

Genauer: Die Arbeitnehmer fangen alle um 7:00 in der Firma (Betriebshof) an, der FirmenWagen wird bestückt etc. Dann fahren alle zusammen auf eine Baustelle. Dort wird gearbeitet und nach Abschluss der Baustelle fahren alle gemeinsam zurück zum Betriebshof (dort wird gelegentlich noch das Auto entladen oder etwas anderes gemacht). Der Fahrer bekommt beide Fahrten bezahlt, die anderen nur die Hinfahrt.

Wird im Betriebshof noch gearbeitet, dann wird dies wieder allen als Abreitszeit angerechnet.

Ich sehe das so:

  1. Alle Mitarbeiter sind im Auftrag des Chefs unterwegs - er sucht ja die Baustellen raus und alle Mitarbeiter sind somit von ihm beauftragt dort hin zu fahren. Wird vom Chef verlangt nach der Arbeit auf der Baustelle auch noch im Betriebshof zu arbeiten, dann ist doch die Rückfahrt ganz klar Teil der Arbeitszeit - da ja alle Mitarbeiter in seinem Auftrag unterwegs sind?

  2. Oftmals kommt es vor, dass die Baustelle 50 oder sogar 200 km vom Betriebshof entfernt ist - es besteht auch keine Möglichkeit von der Baustelle privat weg zu kommen. Der Chef muss doch dann die Rückfahrt (eine, teils zwei oder mehr Stunden) bezahlen? Die Arbeitnehmer sind doch nur in seinem Auftrag so weit zu einer Baustelle gefahren. Der Chef kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass 2 Stunden hingefahren wird, 4 Stunden gearbeitet wird und die zwei Stunden Rückfahrt nicht bezahlt werden, oder?

  3. Mehrere Baustellen an einem Tag: Gelegentlich kommt es vor, dass an einem Tag mehrere, kleinere Baustellen angefahren werden - der Chef erwartet nun, dass die Mitarbeiter aufschreiben, was davon Fahrtzeiten waren, diese werden dann nicht bezahlt. D.h. Um 7:00 im Betriebshof los, um 9:30 auf erster Baustelle fertig, um 10:00 auf Baustelle 2, umd 13:30 Baustelle2 fertig, umd 14h auf Baustelle3 um 16:30h auf Baustelle3 fertig um 17:15 im Betriebshof, dort noch arbeiten und um 17:45 wirklich Feierabend. Nach meiner Rechnung muss der Chef von 7:00 bis 17:45 durchzahlen (abzüglch Mittagspause), nach seiner Rechnung werden die Fahrzeiten (in diesem Beispiel 2,75h) nicht bezahlt, bzw. nur dem Fahrer. Das summiert sich im Monat auf sehr viele unbezahlte Stunden, während denen die Arbeitnehmer jedoch nicht ihren 'privaten Spaß' haben können, sondern 'gezwungenermaßen' zum 'Nichtstun im Auto' verdammt sind - im Auftrag des Chefs.

Wie verhält es sich in diesen drei Fällen? Vielen Dank!

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