Fahrtkosten unter 4500,- in Steuererklärung nachweisbefreit?

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1 Antwort

Wenn du 152 Tage zur Arbeit gefahren bist, egal ob eigener Pkw, Fahrrad oder was auch immer, kommst du bei deinen 93 km auf eine Entfernungspauschale von 4.241,- EUR. Diese sind nicht nachweispflichtig, denn es ist ja eine Pauschale. Lediglich wenn du geltend machst, dass du mit eigenen Pkw gefahren bist und deine Pauschale 4.500,- EUR übersteigt, musst du Nachweise erbringen. Ansonsten wird sie auf 4.500,- EUR gekappt.

Anders ist es bei Reisekostengrundsätzen, da da nach tatsächlich entstandenem Aufwand abgerechnet wird. Pauschaliert 30 Cent pro gefahrenen Kilometer gem. Lohnsteuerrichtlinien, es sei denn, es käme zu einer unzutreffenden Besteuerung (i.d.R. bei einer Fahrleistung ab 40.000 km p.a.).

Vielen Dank für deine Antwort. Ich frage mich dann, warum als Info im letzten Steuerbescheid stand, das ich zukünftig meine Fahrtkosten nachweisen muss, da ich hohe Kosten angesetzt habe. Aber auhc in der letzten Steuererklärung blieb ich unter 4500,-. War bei ca. 4300,-. Oder ist es so zu verstehen, das man die Fahrt mit dem Auto immer nachweisen muss, egal ob über 4500,- oder drunter?

Gibt es Gerichturteile die hilfreich sind? Hab schon geguckt, aber bisher nix gefunden.

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@sauerpeter88

Dabei handelt es sich einfach um einen standardisierten Erläuterungstext. Wahrscheinlich ist man davon ausgegangen, dass du vielleicht im nächsten Jahr über 4.500,- EUR kommst (mehr Arbeitstage), und hat präventiv den Hinweis aufgeführt, bevor es ggf. im Einspruchsverfahren zu Schwierigkeiten kommt was den Nachweis der gefahrenen Kilometer angeht. Dann werden i.d.R. TÜV-Berichte vorzulegen sein.

Ansonsten brauchst du dir keine Sorgen machen, bis 4.500,- EUR ist es kein Problem, solange die Entfernung und die Arbeitstage stimmen.

Urteile zu dieser Thematik kenne ich gerade keine. Denn bis 4.500,- EUR gibts ja auch kein Problem ;)

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