Fahrtkosten - Vertragskündigung?

3 Antworten

Das geht nur durch eine Änderungskündigung, es sei denn, es ist im Arbeitsvertrag eine Widerrufsklausel enthalten (z. B. bis auf Widerruf wird das oder das gewährt).

Bei einer Änderungskündigung ist die gesetzliche Kündigungsfrist zu beachten.

Ich denke mal mit einem neuen Vertrag.

Ich gehe davon aus, dass das Monatsticket teil der Vergütung ist, insofern dürfte es nicht einfach sein, das Ticket zu streichen (man kann ja auch nicht einfach das Gehalt kürzen). Mir würde nur ein neuer Vertrag einfallen (ohne Ticket), der den alten ersetzt. Aber warum sollte der Arbeitnehmer den annehmen? Er verliert doch Geld dadurch. Man müßte sich schon was ausdenken, wie z.B. etwas höheres Gehalt oder Zuschus zum Leasing (Firmen-) Wagen. Kommt natürlich auf die Höhe des Gehaltes und den Preis des Bahntickekts an.

Wie in deiner anderen Frage bereits erwähnt, wäre solch eine Vereinbarung arbeitsrechtlich nicht durchzusetzen da hier andere Vorschriften wie bspw das EStG dem entgegen stehen.

Die Vereinbarung wäre nur dann arbeitsrechtlich durchsetzbar, wenn dies ein Bestandteil des Bruttogehaltes wäre auf das Steuern und Sozialabgaben angerechnet werden. Trifft dieses zu, dann kann dies per Änderungskündigung abgeändert werden oder ein Widerruf dazu wäre vereinbart, was aber nur bei einer steuerfreien Gewährung Sinn ergeben würde.

Ein Fahrtkostenersatz ist steuerrechtlich für den Arbeitgeber auf die Höhe begrenzt, die bei der Einkommensteuererklärung angesetzt werden kann - sonst würde der Arbeitgeber bei einer Betriebsprüfung nicht unerheblichen Ärger bekommen wegen Steuerhinterziehung. Du kannst selbstverständlich die tatsächlichen Kosten ansetzen wenn diese die Pendlerpauschale überschreiten würden

@ "stelari"

Du hast zutreffend noch auf die steuerliche Sicht hingewiesen - die spielt hier auch eine wichtige Rolle!!

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