fahrradunfall , was jetzt, wer hat schuld?

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5 Antworten

Du hast hier in der Tat ein Problem. Fakt ist, dass ihr beide euch falsch verhalten habt. 

Das Fehlverhalten des Autofahrers liegt darin, dass er sich erst zu vergewissern hat, das kein Radfahrer auf dem Gehweg kommt. Kinder bis 10 Jahre dürfen dort fahren. 

Dein Fehlverhalten liegt darin, dass du zum Einen nicht mit Kopfhörern und auch nicht auf dem Gehweg fahren darfst. 

Da ihr euch beide falsch verhalten habt, habt ihr auch beide Schuld am Unfall. Bei einer hälftigen Schadensteilung müsste der Autofahrer bzw. seine Versicherung die Hälfte deines Schadens und du die Hälfte des Schadens am Auto übernehmen. Hast du bzw. deine Eltern keine Haftpflichtversicherung, musst du bzw. deine Eltern dafür privat gerade stehen. 

Erst einmal ganz ruhig! Die Polizei entscheidet nicht darüber, wer Schuld hat - das machen zuerst einmal die Versicherung unter sich aus. Gibt es dann da keine Einigung und geht das vor Gericht, entscheidet über die Schuldfrage ein Richter. Aber so weit wird es bei deinem Bagatellfall höchstwahrscheinlich gar nicht kommen! Haben deine Eltern denn keine private Haftpflichtversicherung? Dort bist du mitversichert! Die Regeln den Schaden am gegnerischen Auto, falls du eine Teilschuld hast, wovon ich sogar eher nicht ausgehe. (Eine private Haftpflichtversicherung gibt es schon für 1€/Woche. Sowas sollte dein Vater wirklich haben!) - OK, zur Schuldfrage: Erst einmal ist es gesetzlich nicht verboten mit Kopfhörern zu radeln, auch wenn viele Menschen fälschlicherweise das Gegenteil behaupten (=>

http://blog.zeit.de/fahrrad/2014/01/03/radrecht-unterwegs-mit-musik-im-ohr/

). Dann: Hat der Unfallgegner oder die Polizei das überhaupt mitbekommen? Selbst wenn, dann müsste man dir erst einmal nachweisen, dass die extrem laut eingestellt waren (wird schwer!) und der Unfall ohne nicht passiert wäre (noch schwerer!). In Deutschland muss dir deine Schuld bewiesen werden, nicht du hast deine Unschuld zu beweisen. Das wäre Beweislastumkehr. Solltest du nicht vor den Polizisten zugegeben haben dass du extremst laute Musik gehört hast und daher nichts mehr hören konntest, machst du dir in diesem Punkt unnötig Sorgen. Dann wäre da nur noch die Andere Frage, ob du auf dem Gehweg fahren dürftest. Viele Gehwege sind für Radfahrende frei gegeben. Selbst wenn nicht, ist es lediglich eine Ordnungswidrigkeit, kostet dich mit Unfallfolge 30€. An der Vorfahrtsregelung für den Autofahrer ändert es nichts! In § 10 StVO steht klipp und klar: "Wer aus einem Grundstück, (...) auf die Straße (...) oder vom Fahrbahnrand anfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist;" - Du siehst: Selbst wenn du Fehler gemacht hast, zahlst du für diese maximal 30€ Bußgeld (plus Verwaltungsgebühr). Der Autofahrer hat beim Einfahren nicht aufgepasst (§10) und zahlt den Rest.

1. mal wichtig hattest du einen Helm auf ? 

So dann ich verstehe dich aber auf dem Bürgersteig fahren ist immer so ne Sache. Und ich denke das ist das was du falsch gemacht das für den rest kannst du wenig. Alsoo erst mal durch atmen und beruhigen. :)

Ja ich hatte das auch schon mal aber da habe ich das Auto nicht berührt sondern mein Rad lag danach unterm Auto und ich daneben frag mal nicht wie ich das gemacht habe. 

Generell ist es so das der Fahrer gucken muss ob da jemand kommt. Wie das genau in der Situation war oder ist kann ich nicht beruteilen da ich es ja nicht gesehen habe.

maximal könnte es zu einer Geldstrafe kommen. Die aber meistens von der Haftpflichtversicherung deiner Eltern (falls du unter 18 bist) abgefangen wird.#

Was ich jetzt an deiner stelle machen würde ist einfach warten bis ein schreiben kommt vorher kannst du ja eh nichts machen. 

Bis dahin vorsichtiger fahren und evl nicht auf dem Bürgersteig (Ich höhre selber musik bein Rad fahren ;) )

PS: bei fragen einfach noch mal antworten:)

LG  

Interesierter 11.05.2015, 19:41

Die Haftpflichtversicherung wird eine Strafe ganz bestimmt nicht übernehmen.

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Skeletor 11.05.2015, 20:48

Ob er einen Helm hatte, ist für die Schuldfrage gänzlich unerheblich! Zudem geht es ihm gut. - Also, dafür gibt es jetzt von mir ein Doppel-Facepalm-Äffchen: 🙈

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Hinzu kommt, dass man als Fahrradfahrer nicht auf dem Bürgersteig fahren darf sobald man ein gewisses Alter erreicht hat. Da du das wahrscheinlich schon hast, ist es auch etwas deine Schuld

Nicht nur, dass du Musik auf dem Rad gehört hast, du bist auch noch auf dem Bürgersteig gefahren, wo du absolut nichts zu suchen hast, wenn du nicht mehr unter 10 Jahren bist. Dich wird wohl die Hauptschuld treffen.

pferdefreund12 11.05.2015, 19:27

ja ich bin 14. aber auf der straße kann mich ja auch ein auto von hinten erwischen. ich habe deswegen angst auf derr straße zu fahren. und ich bin ja hier in unserer straße rumgefahren und da fahren die meisten auf dem bürgerstreig. da achtet doch keiner auf, wie alt der jenige ist und ob der noch auf dem bürgersteig fahren kann

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YK1972 11.05.2015, 19:28
@pferdefreund12

Maßgeblich ist doch hier, was das Gesetz sagt und nicht, ob du Angst hast. Wenn das so ist, dann solltest gar nicht Rad fahren.

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pferdefreund12 11.05.2015, 19:33

ja toll. wen juckts, ob ich auf dem Bürgersteig fahre oder nicht ?? soll das jetzt der grund dafür sein, dass ich die ganze schuld trage? dass ich auf dem Bürgersteig gefahren bin ist nicht das Problem. fakt ist, dass er nicht genau geguckt hat. man muss halt damit rechnen, dass hinter einem menschen oder fahrradfahrer vorbeikommen. oder würdest du jetzt das gleiche so interpretieren, wenn ich zu Fuß unterwegs wäre? ist das gleiche.

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YK1972 11.05.2015, 19:45
@pferdefreund12

Zu Fuss hättest du noch anhalten können. Und wen das juckt? Na, das Gesetz natürlich, du hast da nichts zu suchen und fertig. Du willst nur die Schuld auf den Autofahrer wälzen und das ist nicht richtig, weil du zumindest 50% der Schuld auch trägst. Das ändert sich auch nicht, wenn du jetzt noch frech wirst, nur weil man dir die Wahrheit sagt.

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pferdefreund12 11.05.2015, 19:41

meine eltern gucken auch erstmal genau, bevor sie rausfahren, ob da nicht Fußgänger / fahrradfahrer vorbeikommen. da sehe ich keinen Unterschied. fahrradfahrer können auch jederzeit vorbeikommen.

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YK1972 11.05.2015, 21:16
@pferdefreund12

Du hast das immer noch nicht begriffen. Fahrradfahrer,die älter als 10 Jahre sind, haben gar nicht auf dem Bürgersteig zu fahren und ein Fussgänger ist niemals so schnell.

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Skeletor 11.05.2015, 22:28

Und hier, was der falsch radelnde Radler maximal zahlen muss:

http://www.adfc.de/bussgeldkatalog

=> 30€ mit Unfallfolge. Das ist lediglich eine Ordnungswidrigkeit. - Also: Keine Panik!

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Interesierter 11.05.2015, 23:17
@Skeletor

Das betrifft lediglich die Strafe. Obendrauf kommen Schadensersatzansprüche des Autofahrers für die Teilschuld des Fahrradfahrers am Unfall.

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