Fahrradsturz auf Feldweg mit Schlaglöchern

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13 Antworten

Vielen Dank an alle gut gemeinten, manchnmal aber auch unverschämt formulierten Antworten. Den unverschämten möchte ich sagen, dass ihr sicher anders reden würdet, wenn ihr das Ausmaß des schlechten Zustandes des Beton-weges kennen würdet. ich finde den Zustand unverantwortlich und möchte, dass sich die Gemeinde um Verbesserung der Straßenoberfläche kümmert. Andere Radfahrer werden dies danken. Falls es die Rechtsprechung zulässt werde ich einen Ausgleich des Schadens verlangen, den ich durch diese grobe Fahrlässigkeit der Gemeinde erleiden musste. Ein böser Mensch, der mir unterstellt, ich würde mich nur bereichern wollen. Hatte mir mehr konkretere Aussagen zu der Frage: Ab wann ist eine Betonoberfläche eines Radweges unzumutbar? erhofft.

Nein, du hast keinen Anspruch darauf dass alle Wege zwangsläufig in einwandfreiem Zustand sind. Ein wenig Aufmerksamkeit musst du schon walten lassen und nicht blind durch die Gegend kutschern.
Da wird oft vom mündigen Bürger bei uns geredet - aber wehe man verlangt von ihm dass er ein wenig schauen und mitdenken soll - dann ists aus mit der mündigkeit und er schreit nach Schadensersatz und Schmerzensgeld.
Noch haben wir keine amerikanischen Verhältnisse wo man alle verklagen kann die einem nicht auf das kleinste Detail genau darauf hinweisen was denn gefährlich sein könnte. ;-P
Da ist 'Mitdenken' nicht mehr gefragt.

Das ist schwer zu beurteilen. Die Gemeinde wird sich auf § 3 StVO berufen:

"(1) Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie seinen persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. ... Er darf nur so schnell fahren, daß er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann. ..."

Andererseits sehe ich natürlich auch einen Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht. Solche Wege müssen gefahrlos befahrbar sein.

Dass Du keinen Helm getragen hast, ist Dir nicht vorzuwerfen. Es gibt keine Helmpflicht. Der Unfallzeitpunkt ist einigermaßen anhand des Rettungswageneinsatzes rekonstruierbar.

Da Du, um Ansprüche gegenüber der Gemeinde durchzusetzen, sowieso einen Anwalt benötigst, solltest Du Dir eine kurze Beratung leisten und die Erfolgschancen von einem Anwalt abschätzen lassen.

Generell muss der betreiber eines Radweges (wenn er tatsächlich so beschildert war) auch für seine verkehrssicherheit sorgen.

Aber ich finde es traurig, dass jeder hier sofort nach Schadenersatz ruft, nur weil er nicht mit der gebotenen Vorsicht handelt. Währe es eine versteckter nicht ersichtlicher Mangel (z.B.: Betondecke bricht unetr deinem rad weg) würde ich einer Schadenersatzforderung zustimmen.

Auch mit dem Rad muss man vorausschauend fahren. Von daher sind offene Schlaglöcher rechtzeitig erkennbar.

Wenn ein ausgewiesener Radweg nicht zumutbar ist kannst du vom Ordnungsamt fordern dass das Schild entfernt wird, welches ihn als benutzungspflichtig ausweist.

Wenn du auf einem Feldweg wegen eigener Unvorsichtigkeit stürzt hast du keinen Anspruch auf irgendwas, das ist ja wohl klar.

da wird wohl nichts zu machen sein. Hatte mal eine ähnlich Situation mit einem abgesackten Gullideckel. Keine Chance. Man muss seine Geschwindigkeit der Umgebung anpassen

"Anscheinend habe ich dies nicht oder zu spät gesehen.Der genaue Unfallort ist nicht bestimmbar -kann mich an den Unfallzeitpunkt nicht mehr erinnern - kann mich aber an den Weg und die Beschaffenheit des Feldweges vor dem Unfall sehr gut erinnern - "Der genaue Unfallort ist nicht bestimmbar.

Auch der Rest deiner Aussage klingt sehr verworren. Es entbindet dich auf keinen Fall, dich vor eigener Fahrlässigkeit zu schützen. Du hattest weder die geeignete Kleidung (Helm...) an, noch hast du deiner Sorgfaltspflicht (man muß auch auf die Straße schauen) Genüge getan. Und für deine eigene schuldhafte Fahrlässigkeit möchtest du noch Geld haben?

nein hast du nicht, genau wie ein autofahrer nichts bekommt wenn durch ein schlagloch das auto kaputt geht oder ein unfall entsteht.

zum einen ist es nicht zumutbar dass immer überall eine schnelle straßenbau-eingreiftruppe bereitsteht und jedes loch flickt das irgendwo entsteht ums etwas übertrieben auszudrücken..also befahrbar oder nicht ist ermessenssache :)

und zum anderen und vor allem: jeder verkehrsteilnehmer, also auch du, muss jederzeit so fahren dass er auf alles vorbereitet ist (=defensive / vorrausschauende fahrweise)..also hättest du das schlagloch lange vorher sehen müssen oder wenn der weg so ist dass du es nicht sehen konntest bist du zu schnell gefahren da ja offensichtlich eine unübersichtliche stelle vor dir war.

also.....selbst schuld :)

ja, sach ma, hast du denn keine augen im kopf? sei froh, dass du kein bußgeld bekommst, wenn du ohne brille rad fährst....

Wenn du deine Augen nicht aufmachst und dazu noch ohne Helm fährst, wer ist dann Schuld? Du natürlich, nicht die Gemeinde!

Diese Mitnehmer-Mentalität vieler Menschen geht mir gehörig auf den Geist. Bei allem und jedem sofort einen Schuldigen suchen und möglichst viel Reibach dabei machen wollen, furchtbar!

Man hat auch immer selbst aufzupassen und man kann nicht andere dafür verantwortlich machen, wenn etwas passiert. Schon mal was von Eigenverantwortung gehört ?

Auf einem Feldweg muss man immer mit solchen Hindernissen rechnen ..

Der Gemeindesäckel ist leer, da ist nichts zu holen.

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