Fahrradfahrerin fuhr gegen mein Auto - schickt nun zu hohe Rechnungen, ist das rechtens?

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19 Antworten

Dafür hast du ja eine KFZ-Haftpflichtversicherung. Melde den Schaden und gib deine eigene Version zur Kenntnis.

Deine Haftpflichtversicherung prüft die Rechtslage und wird unberechtigt hohe Forderungen zurück weisen.

Den Schaden wirst du ohnehin nicht selbst regulieren wollen, weil die Krankenkasse wird natürlich auch die Behandlungskosten erstattet haben wollen . Außerdem ist mit einer Schmerzensgeldforderung zu rechnen.

Das ist genau die richtige Vorgehensweise.

Ignorieren bringt nix.. ein Gewitter hört auch nicht auf, nur wenn man als Kind die Decke über den Kopf zieht.

Dann schaltet die Fahrradfahrerin halt einen Anwalt ein und die ganze Sache wird noch teurer.

Die KFZ-Haftpflicht ist auch dazu da, unberechtigte Forderungen abzuwehren.

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@kim294

"Unachtsamkeit" ist vollkommen ausreichend, um haftbar zu werden. Auch wenn hier überhöhte Forderungen gestellt werden, kann man den Unfall (mit Personenschaden) ja nicht aus der Welt schaffen

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Grundsätzlich ist der einzig sinnvolle Rat, die ganze Angelegenheit der eigenen KFZ-HP zu übergeben, weil diese - wie bereits geschrieben - auch unberechtigte Ansprüche gegen den VN abwehren wird.

Allerdings ist die Verschuldensfrage bei einer Kollision zwischen einem KFZ und einem nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer schon alleine deswegen wenigstens teilweise immer auch zu Lasten des Fahrers auszulegen, da schon alleine aus dem Umstand, ein Fahrzeug zu bewegen, eine Gefährdungshaftung entspringt. Insoferne sind die Beteuerungen am Unfallort haftungstechnisch nicht relevant. Kommt es zu einer Verhandlung, wird hier eine Teilschuld unabwendbar sein (ich würde mal 25 - 50% tippen).

Nun schickte mir die junge Frau einen Kostenvoranschlag über stolze 390 € für ihr Fahrrad (Mountainbike), sagte, dass sie wegen des Unfalls einen
Flug ausfallen musste der sie trotz Reiserücktriffsversicherung 300€
kostet, und dass sie Pflegepersonal fürs Anziehen usw. bezahlen müsse.
Dies will sie mir nun in Rechnung stellen.

Die Kosten für das MTB würde ich anzweifeln, zumindest würde ich hier einen KV verlangen. Je nach Modell sind diese Komponenten allerdings erheblich teuer. Was die weiteren Kosten anbelangt, dürfte dies in der Tat zu regulieren sein. Zudem kommen ggfs. Regressforderungen der Krankenkasse etc. auf dich zu. Ergo: Die ganze Angelegenheit an die eigene KFZ-HP leiten.


Der Anhörungsbogen von der Polizei kam leider noch nicht, jedoch sagten die beiden Polizisten die vor Ort die Daten aufnahmen, dass ich  lediglich wegen Unachtsamkeit o.ä. belangt werden könnte (schlimmstenfalls, mehr als schauen kann ich ja auch nicht)


Die Polizei ist für Schuldfragen nicht zuständig. Und Unachtsamkeit ist strafrechtlich hier nur eine OWI, führt aber zu Haftungsfolgen hinsichtlich der resultierenden Schäden.

Du schreibst dass Du sie wegen dem toten Winkel übersehen hast, daher scheint mir fast sicher dass sie reingefahren ist als Du abgebogen bist. In diesem Fall hätte sie ganz klar Vorrang gehabt und die Schuld läge bei Dir, egal ob sie am Unfallort gemeint hatte selbst Schuld zu haben.

Nun musst Du noch damit rechnen dass ihre Krankenversicherung auch noch von Dir Schadenersatz für die Behandlung wegen dem gebrochenen Arm möchte.

Daher solltest Du dies Deiner KFZ-Haftpflicht weitergeben. Das wird wohl noch deutlich teurer. Deine Versicherung kennt sich dann auch aus wie unberechtigte Forderungen zurückgewiesen werden und sollte es lohnen zum Rabattschutz selbst zu zahlen kannst Du den Schadenersatz zurückkaufen.


Du schreibst dass Du sie wegen dem toten Winkel übersehen hast, daher scheint mir fast sicher dass sie reingefahren ist als Du abgebogen bist.


Genau so sehe ich das auch.

In Verbindung mit der anderen Frage: https://goo.gl/dUpkqf
geht hervor, dass entweder
 - eine vorfahrtberechtigte Straße überquert, oder
 - kurz danach rechts abgebogen wurde und dabei die Radfahrerin übersehen wurde.


In beiden Fällen handelt es sich um ganz klare Vorfahrtverletzungen womit nicht einmal eine Teilschuld für die Radfahrerin in Frage kommt.

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@Crack

Die Frage hab ich gar nicht mitbekommen, dann wäre eindeutig der Fragesteller (oder die Fragestellerin?) voll Schuld an diesem Unfall (wie ich nun schon vermutet hab).

Erschreckend finde ich wie Viele hier Tatsachen und Vorschriften einfach verdrehen.

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@machhehniker

Erschreckend finde ich wie Viele hier Tatsachen und Vorschriften einfach verdrehen.

Ist mir auch aufgefallen.
Einige Antworten basieren lediglich auf der falschen Einschätzung der Fragestellerin und nehmen diese dann ungeprüft als gegeben an. Dazu kommt eine Portion Mitleid und fertig ist die schöne, aber unkorrekte Antwort.

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@Crack

Naja, mit einer wahrheitsgemässen Antwort wird man wohl auch kaum den Stern bekommen, vielleicht liegt es daran.

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Das Schuldeingeständnis hat nur geringen Wert. Ist zwar nicht besonders ratsam, so etwas zu machen. Aber zum einen stand sie unter einem Schock - immerhin hat sie wohl den Arm gebrochen. Zum anderen dürfte sie juristischer Laie sein, und damit kennt sie sich mit den entsprechenden Regeln gar nicht aus.

Auch was die Polizisten vor Ort sagen, ist so eine Sache.

Im Moment würde ich an Deine Stelle den Ball flach halten.

trotz Schulterblick konnte ich sie nicht sehen - toter Winkel)

1. Warum bist Du gefahren, wenn Du Dir nicht sicher bist, ob da jemand/etwas ist?

2. Was fährst Du eigentlich für ein Auto, dass es da einen toten Winkel gibt? Wusstest Du das vorher nicht?

Stell Dich darauf ein, dass diese beiden Fragen vom Richter oder vom gegnerischen Anwalt kommen.

Offensichtlich fahren Sie ein sehr altes Auto... bei allen neuen Autos die ich bisher gefahren bin, sind die Säulen an Fenstern bzw. Türen breiter als bei alten Modellen. Soweit ich es sehen konnte, war da niemand.

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@Yuna2017

Na, immerhin bist Du auf eine Frage eingegangen - beantwortet hast Du sie nicht. Wie Du vielleicht gelesen hast, musst Du Dich auf diese (und natürlich weitere) Fragen einstellen, wenn es zu einer Verhandlung kommen sollte.

Wenn Du dann dem Richter sagst, dass er offensichlich ein sehr altes Auto fährt, würde ich das als suboptimale Antwort betrachten.

Aber ich antworte gerne auf Deine Gegenfrage: Nein, ich habe ein sehr neues Auto. Und nein, es hat keinen toten Winkel. Es hat durchaus tragende Säulen, die den Blick nach außen verstellen können. Aber nie so, dass man, wenn man umsichtig schaut und fährt, einen anderen Verkehrsteilnehmer übersehen kann.

Die Bemerkung: "Soweit ich es sehen konnte, war da niemand.." bedeutet nichts anderes als "Ich bin einfach mal gefahren, obwohl ich gar nicht sicher sein konnte, ob da noch jemand war."

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Ganz so einfach wird es wohl nicht werden: http://www.firmenauto.de/betriebsgefahr-des-autos-autofahrer-haftet-bei-unfall-mit-radfahrer-6516135.html

Das mit dem toten Winkel ist leider keine gute Ausrede: http://www.iww.de/va/archiv/unfallschadensregulierung-der-radfahrer-unfall-in-der-aktuellen-rspr-f45817

Wir haften alleine schon deswegen, weil wir ein Auto fahren.

Von daher sind wir Autofahrer automatisch immer in der schlechteren Position. Wurden denn Beweise gesichert? Es kommt mir so vor,als ob eine volle Grundüberholung des MTB auf deine Kosten angepeilt wird, ebenso die anderen aufgezählten Kosten. Was die Reiserücktrittversicherung angeht: Police zeigen lassen, da steht genau drin, was man wo zuzahlt oder auch nicht, ebenso die Anziehhilfe. Mag sein, dass sie erforderlich war, mag aber auch nicht sein.

Melde es deiner Kfz-Haftpflichtversicherung. Die prüfen die Angelegenheit und und lehnen unberechtigte Forderungen ab und stimmen berechtigten Forderungen zu, wie @DerHans schon richtig geschrieben hat.

Wenn ich es richtig verstanden habe, hast du die Dame übersehen (toter Winkel, "Unachtsamkeit" wurde von der Polizei festgestellt), also trägst du zumindest den Hauptteil der Schuld, wenn nicht sogar die ganze.

Ihre Kosten muß die Dame auf Heller und Cent nachweisen. Sie kann nicht irgendwelche Beträge in den Raum stellen. "Personal" zum Ankleiden bei einem Armbruch ist natürlich völliger Humbug! Das würde ihr kein Richter glauben. Du hast mit deiner Versicherung Kontakt aufgenommen. Sie wird die Forderungen genauestens prüfen und nur das bezahlen, was angemessen ist.

Rechne dir aber aus, ob es nicht kostengünstiger wäre, wenn du den Bagatellschaden selbst zahlst, damit dein Schadenfreiheitsrabatt nicht heruntergestuft wird.

Allen anderen Forderungen kannst du sehr entspannt und gelassen entgegensehen. Warte erst einmal ab, was deine Versicherung sagt.

Ein Armbruch ist NIE ein Bagatellschaden. Den wird niemand direkt zahlen wollen.

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@DerHans

@ DerHans

Ich meinte nicht den Armbruch, sondern die € 390

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Wieso soll er denn die Hauptschuld tragen?

Die Dame war ganz genauso unachtsam, was sie immerhin vor Polizei ja ganz klar zuzugeben hat.

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@dandy100

@dandy100. Es geht nicht darum, was die Dame vor der Polizei, evtl. im Schock gesteht, sondern was (im Zweifel) ein Gericht feststellt.

Außerdem hat Yuna100 seine/ihre Schuld ebenfalls gestanden. Ein schöner Fall fürs Gericht.

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Auch ich sehe die Schuld für den Unfall klar bei der Fragestellerin. Deshalb sind Überlegungen, die Ansprüche abzuwehren, auch haltlos. Allenfalls über deren Höhe kann man streiten.

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Das kommt drauf an, wie genau der Unfall passiert ist und wen welches Verschulden an diesem trifft. Das hat dann im Zweifel ein Gericht zu entscheiden

Anzeigen bzw. Ansprüche geltend machen kann sie immer, ob sie damit durchkommt, ist eine andere Sache.

Die Aussage der Polizisten mag ja richtig sein, allerdings betrifft das nur die strafrechtliche Seite. Zivilrechtlich kann die Dame immer noch gegen dich vorgehen.

Ich würde mich nochmal mit der Versicherung in Verbindung setzen und dann ggf. einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen.

Du musst gar nichts zahlen - Du bist nicht schuld an dem Unfall sondern warst lediglich unachtsam.

An Deiner Stelle würde ich nichts zahlen und Dein freiwilliges Angebot nach diese dreisten Rechnung auch wieder zurücknehmen.

Dass sie ihre Reise nicht antreten konnte, war ja wohl an Ort und Stelle klar; offenbar ist ihr aber die clevere Idee, dafür Geld rauszuschlagen erst später gekommen - dafür gibst aber keine Grundlage.

Warum soll ein KFZ Führer der die Vorfahrt missachtet hatte nicht Schuld an einem Unfall sein?

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@Crack

Wo ist hier die Rede von einer Vorfahrsverletzung?

Die Radfahrerin hat doch zugegeben, dass sie selbst schuld war - auch Radfahrer müssen aufpassen!

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@dandy100

Wo ist hier die Rede von einer Vorfahrsverletzung?

Das ein Unfallbeteiligter oft einen anderen, ganz eigenen, Blick auf den Sachverhalt hat ist ja nichts Neues.

Zitate:
"trotz Schulterblick konnte ich sie nicht sehen - toter Winkel"
"jedoch sagten die beiden Polizisten die vor Ort die Daten aufnahmen, dass ich lediglich wegen Unachtsamkeit o.ä. belangt werden könnte"

Und aus einer anderen Frage vor ein paar Tagen:
"Ich fuhr morgens von meinem Parkplatz aus mit niedriger Geschwindigkeit los. Nach dem Parkplatz muss man zunächst fast diagonal eine Straße überqueren, um in die nächste Seitenstraße zu kommen. Dies ist aber erlaubt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Fahrradweg.Es war kein anderes Auto zu sehen, also fuhr ich langsam in die Straße, auch mit Schulterblick. Dabei befand sich aber eine junge Frau im toten Winkel, dass ich sie nicht sehen konnte.""Die Polizisten meinten, dass ich dennoch wegen Verkehrswidrigkeiten belangt werden könnte."

Zugegeben, die Fragestellung ist nicht ganz eindeutig.
Aus der Schilderung geht aber klar hervor das entweder eine vorfahrtberechtigte Straße überquert, oder das rechts abgebogen wurde. In beidem Fall liegt ein Vorfahrtverstoß vor wenn man dabei einen Radfahrer übersieht. So einfach ist das.

Was die Radfahrerin vor Ort zugibt oder nicht ist nicht relevant.

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@Crack

Für mich als Autofahrer waren alle Pflichten getan: Ich fuhr langsam, habe in alle Richtungen geschaut, und per Schulterblick den Fahrradweg kontrolliert. Und dennoch war die Fahrradfahrerin nicht zu sehen. Zudem traf sie wohl (ob nun mit Fahrrad oder Fuß) am hinteren Teil meines Autos auf, ich konnte sie schlichtweg nicht sehen, und keiner weiß wie schnell sie fuhr

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Du musst gar nichts zahlen, soll sie es doch einklagen. (Angabe ohne Gewähr)

Mal echt, deine Beschreibung ist lückenhaft, es fehlen objektive Angaben, Aufzeichnungen, Skizzen, Zeugen, nimm dir einen Anwalt, dem du das hoffentlich genauer erklärst.

Frage die Fahrradfahrerin vorher, ob sie das ernst meint und weise sie darauf hin, dass du in dem Fall deine Anwaltkosten auf sie umlegen wirst.

Ich hatte bereits eine ausführliche Frage zuvor dazu gestellt, mir ging es gerade nur darum wie man auf offensichtliche Abzocke reagiert, ohne dass man die Schuld trägt. 

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@Yuna2017

Ob du Schuld trägst, kannst du nicht selbst entscheiden. Wenn die Sache strittig wird, wird darüber ein Richter entscheiden.

Du bist aber verpflichtet, den Schaden UMGEHEND deinem Versicherer anzuzeigen.

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Dann geh Du zur Polizei und bitte das als regulären Verkehrsunfall noch aufzunehmen. Zahle solange nichts, Widerspreche den Rechnungen aber schriftlich.

Da Du ja nur mündlich kulant warst (was man wirklich nicht sein sollte) kannst Du Dich schlicht nicht mehr dran erinnern so etwas gesagt zu haben. Wenn Du verstehst, was ich meine.....

Immerhin hat sie vor der Polizei ihre Schuld eingestanden, ihr jetziges Verhalten ist eindeutige Abzockerei.

Nimm dir lieber einen Anwalt.

Lehn dich zurück.

Du hast zwei unabhängige Zeugen, nämlich die Polizisten. Siehe deine Angaben...

ich würde zunächst gar nicht reagieren, sondern auf das Schreiben der Polizei warten. Wieso ein Anhörungsbogen? Du bekommst sowas nur, wenn du eine Teilschuld hast. Bitte genau überprüfen bevor du die nächsten Schritte einleitest. Gegebenenfalls erkundigst du dich dort. Du müsstest eine Unfallnummer haben bzw. kannst sie im Revier erfragen.

Wenn du nicht beschuldigt wirst:

Lehne die Forderung freundlich aber bestimmt und vor allem schriftlich ab, nicht dass sie dir noch einen Strick draus drehen kann. Gib aber deutlich zu verstehen, dass es ein sehr krasses Vorgehen ist und du gelassen darauf wartest verklagt zu werden.

...

Aber bitte erst die Tatsachen abwarten. Im Chat hier kannst du nur dein eigenes Empfinden zu der Sache ausdrücken.

Die Polizisten sind Zeugen des Unfalls? Wohl kaum. Eine Teils Huld ergibt sich automatisch aus der Betriebsgefahr eines KFZ. Darüber hinaus sehe ich hier durchaus ein Fehlverhalten, denn es gab einen Vorfahrtverstoss.

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@Crack

Eben doch. Polizeibeamte sind vor allem unabhängig und sachverständige Zeugen (keine Sachverständigen). Bei Unfällen werden ihre Protokolle regelmäßig zu gerichtlichen Streitigkeiten hinzugezogen. Es empfielt sich bei Personenschäden immer die Polizei zu holen, da die Folgen erheblich sein könnten, auch nach Jahren, auch wenn zunächst alles sehr minimal aussieht.

Und wenn die Radfahrerin gegenüber der Polizei gesagt hat sie habe "allein Schuld" ist das eine wichtige Zeugenauskunft, auch wenn sie vor Gericht Schock oder ähnlich es geltend machen kann, ist es für die Suche nach der Ursache bedeutend. (Mal nicht berücksichtigt, dass aus Sicht des Fragers natürlich alles immer Selbstbezogen ist und die tatsächliche Lage eine andere sein kann. Aber das bleibt Spekulation.)

Ich konnte keinen sogenannten Vorfahrtsfall aus der Frage lesen. Schulterblick, toter Winkel deutet eher auf ein Abbieten des Autofahrers und ein -rechts vorbeifahren- des Radlers hin. Aber tatsächlich wäre hier eine Mit-/Schuld des Fragers sogar sehr wahrscheinlich. Aber das kann ohne weitere Akte nicht beurteilt werden.

Eine Betriebsgefahr eines KFZ? Das ist eine abstrakte Gefahr die überwiegend Halterhaftungen beschreibt.
Die Betriebsgefahr wird nach § 7 StVG nur gegen Fahrzeughalter wirksam. >Auszug aus Haufe.de<

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@Eckengucker

Die Polizisten sind eben KEINE Zeugen. Sie wurden ja erst von Passanten dazu gerufen. Sie können nur die Aussagen der tatsächlichen Zeugen protokollieren.

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@Eckengucker

Polizeibeamte sind vor allem unabhängig und
sachverständige Zeugen (keine Sachverständigen). Bei Unfällen werden ihre Protokolle regelmäßig zu gerichtlichen Streitigkeiten hinzugezogen.

Die Polizisten können die Situation bezeugen die sie bei ihrem Eintreffen am Unfallort vorfanden,
aber doch nicht den Unfallablauf - sie waren ja nicht dabei.

Und wenn die Radfahrerin gegenüber der Polizei gesagt hat sie habe "allein Schuld" ist das eine wichtige Zeugenauskunft, auch wenn sie vor Gericht Schock oder ähnlich es geltend machen kann, ist es für die Suche nach der Ursache bedeutend.

Dem steht der Anscheinsbeweis gegenüber.

Wenn Du Dir auch mal die andere Frage zur Sache durchliest:
https://goo.gl/dUpkqf ,
solltest Du zum Schluss kommen das vom Parkplatz aus eine vorfahrtberechtigte Straße überquert, oder kurz danach von dieser nach rechts abgebogen wurde ohne der Radfahrerin dabei Vorfahrt zu gewähren.

Welchen Wert hat denn dann eine Selbstbeschuldigung der Geschädigten die wohl unter Schock zu Stande kam? Null Wert.

Schulterblick, toter Winkel deutet eher auf ein Abbieten des Autofahrers und ein -rechts vorbeifahren- des Radlers hin.

Ja und, ist das etwa kein Vorfahrtverstoß?
Siehe §9 StVO:
"(3) Wer abbiegen will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen, Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Fahrräder auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren."

Eine Betriebsgefahr eines KFZ? Das ist eine abstrakte Gefahr die überwiegend Halterhaftungen beschreibt.
Die Betriebsgefahr wird nach § 7 StVG nur gegen Fahrzeughalter wirksam.

Wir haben eine Verletzung.
Wir haben einen Sachschaden.
Wir haben einen Halter. [ob das auch die Fragestellerin ist ist nicht relevant]
Der Halter muss nicht der Fahrer sein.

Warum also sollte die Betriebsgefahr nicht wirksam werden?

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@Crack

Also kurz:

Kein Vorfahrtsverstoß sondern eine Verletzung des Vorrangs, das ist etwas anderes wie § 9 StVO. Wie kommst du darauf, wo liest du nach, dass ihm der Radler entgegenkam. Das ist doch deine Interpretation und stimmt so einfach nicht. Zudem kann der Radler auch allein schuld sein.

Bitte das mit der Betriebsgefahr für Fahrzeuge nachlesen. Es gibt hier wohl ein Begriffsproblem.

Es geht hier um den Unterschied zwischen einem Unfall, der durch das Fehlverhalten einer oder mehrerer Personen ausgelöst wird also ein konkretes Ereignis im Straßenverkehr und von etwas abstraktem, sprich nicht konkretes für das es kein konkretes Schuldereignis gibt. Die Betriebsgefahr ist eine abstrakte Gefahr und trifft fast immer nur den Halter, da vom Wagen gegebenenfalls tatsächlich einmal eine unvorhergesehene Gefahr ausgehen kann. Auch Fehler des Halters die einen Unfall verursachen sind hier zu prüfen. Das ist bei einem Unfall so nicht der Fall! Dort gibt es konkretes Fehlverhalten von Personen. 

Die BGH Erklärungen sind vielleicht sinnvoll:

http://www.verkehrslexikon.de/Module/BetriebsGefahr.php

hier (im unteren Teil) ein Beispielurteil und eine Erklärung bei einem Unfall zu dem Thema

http://www.juraforum.de/lexikon/betriebsgefahr

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@Eckengucker


Wie kommst du darauf, wo liest du nach, dass ihm der Radler entgegenkam.

Wo habe ich das denn geschrieben?



Zudem kann der Radler auch allein schuld sein.

In Bezug auf die Beschreibung,
was stellst Du Dir da vor?



Die BGH Erklärungen sind vielleicht sinnvoll:

Allein die ersten beiden Sätze aus Deinem Link erklären, das aus der Betriebsgefahr Ansprüche erwachsen.



Bevor Du mir vorwirfst, ich würde interpretieren und Begriffsprobleme haben solltest Du vollständig und aufmerksam lesen. Dazu gehört auch die Ursprungsfrage die ich verlinkt habe.


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Siehe deine Angaben...

Das würde ich Dir auch empfehlen!

trotz Schulterblick konnte ich sie nicht sehen - toter Winkel

sagten die beiden Polizisten die vor Ort die Daten aufnahmen, dass ich lediglich wegen Unachtsamkeit o.ä. belangt werden könnte

Schon daraus ergibt sich dass dieser Unfall passierte weil der FS die Fahrradfahrerin übersehen hat, demnach ist der FS schuld! Des Weiteren hat offenbar der FS schon vor einigen Tagen eine Frage zu diesem Unfall gestellt woraus genauer hervorgeht dass der FS eindeutig Schuld hat.

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@machhehniker

Danke für den Tipp. Die vorherigen Fragen hätte ich mir anschauen sollen. Daher wahrscheinlich auch das Missverständnis mit Crack, der wohl andere Erkenntnisse hatte. Muss aber nochmal sagen, dass dann die Antworten -wenn man sie für sich allein sieht ohne die vorherigen Erkenntisse- missverständlich sind.

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@Eckengucker

Wie erwähnt hatte ich über die Schulter geschaut; da der Aufprall hinten am Auto stattfand und niemand genau weiß wie schnell die junge Frau mit ihrem Mountainbike fuhr, würde ich persönlich vermuten, dass sie erst kam als ich bereits dabei war, in die Straße zu fahren. Dass ich als Autofahrer vermutlich eine Teilschuld trage, einfach dadurch dass ich eben das "gefährlichere" Fahrzeug führe, ist mir bewusst. Und auch, dass ihre Aussage am Unfallort durch den vermeintlichen Schock gemindert werden kann. Jedoch konnte ich sie schlichtweg nicht sehen; und ich kann ja schlecht warten, nur weil ich nichts sehe...

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Wenn die Radfahrerin gegen dein Auto gefahren ist, brauchst du überhaupt nicht zahlen, sie hat einen Schaden angerichtet, und sie muss zahlen.

Kam es von ihr oder von einem Anwalt? Wenn es von ihr kam schreib auch eine Rechnung für die Beule in deinem Auto. So wie sie brauchst du auch keine Belege oder dergleichen beilegen.

Wenn es vom Anwalt kam schreib zurück das du einer Anklageerhebung gelassen entgegen siehst.

Lass Dir die Orginalrechnungen geben.

Verdammt. Tut mir leid.. die Frau will Dich doch vera*


Die hat sich wohl überlegt, beid em deppen istw as zu holen,w enn der schon so gutmütig so ein Angebot macht?


Ich sag nciht, dass ich das denke.. die scheint das zu denken.


ich würde mir das nicht gefallen lassen, Du musst Dich für Deine Gutmütigkeit nicht verar*en lassen.


Mein Gedanke ist ehrlich gesagt: so nicht, Madame. Und: Anwalt.


Die junge Frau schrieb mir, sei habe auf "Anraten" eine Rechtsberatung für nächste Woche geplant; ich gehe stark davon aus, dass Freund/Eltern/wer auch immer ihr dazu rieten, denn sie machte nicht den Eindruck als käme sie auf solche Ideen

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@Yuna2017

Dann würd ich auch schon zum Anwalt gehen. Dann weisst Du nämlich schin mehr und kannst dann auch entsprechend reagieren.

ich hatte so was letztens wegen was arbeitsrechtlichem.. erst sollte und wollte ich den Ball flachhalten,a ber als ich dann hörte,w as die nette Kollegin eintütet.. bin ich zum Anwalt. Hab mich beraten lassen (Gespräch dauerte ca 40min). Zahlen musste ich an den Anwalt 100€ brutto (Rechnung ging dann an meine Rechtschutz) und das Thema war gegessen.

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Das ist ja wohl die Höhe. Die würde ich mal gepflegt ignorieren, so ein Schwachsinn. Damit kommt sie niemals durch.

Doch kommt Sie, da der Autofahrer schuld ist.

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@DerBube01

Stimmt. Er hatte einen toten Winkel. Trotzdem ist er schuldig. Er hat sie ÜBERSEHEN. So passieren die meisten Unfälle.

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@DerBube01

Das ist fraglich, denn sie fuhr hinten beinahe gegen mein Auto und stürzte deshalb vom Rad (was an sich schon ein Kunststück war), und gab die Schuld mehrfach zu.

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@Yuna2017

Die Schuldfrage kann letztlich nur ein Richter feststellen.

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@DerBube01

Wieso ist der Autofahrer schuld?

Die Dame hat vor der Polizei ganz klar zugegeben, dass sie selbst schuld war

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@Mignon5

Hört sich an wie: Du zwar toter Winkel, aber sie auch null aufmerksam. Auffahren auf etwas legt das schon nahe, auch sie hat auf den Verkehr zu achten.

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@Mignon5

Mit dem "toten Winkel" muss ein Autofahrer aber rechnen.

Und wer nichts sieht, muss eben anhalten um die Situation zu überblicken.

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@Yuna2017

Sie hat sich einen Arm gebrochen und stand unter Schock. Das zerreißt jeder Anwalt in der Luft

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