Fahrradfahrer was denkt Ihr, hat die enorme Zunahme an Variantenreichtum im Fahrradbereich und 2 MTB-Laufradgrößen zusätzlich mehr Nachteile/Vorteile gebracht?

Das Ergebnis basiert auf 2 Abstimmungen

Durch die neue Vielfalt kann ich genau das finden was optimal ist 50%
Kann man nicht pauschal sagen manches ist aber sicher überflüssig 50%
Ich sag einfach zu meinem Händler: mach das Richtige drauf fertig 0%
Für Händler eine Katastrophe sie müssen viel mehr Teile vorhalten 0%
Katastrophe, blickt doch keiner mehr durch mit dem Größenwirrwarr 0%

4 Antworten

Kann man nicht pauschal sagen manches ist aber sicher überflüssig

Katastrophal ist es für Händler eher nicht. Viele Teile haben die ja auch nicht parat, sondern müssen sie bestellen. Da viele Menschen den Überblick verloren haben, dürfte das für Händler eher dafür sorgen, dass laufend Kunden kommen anstatt im Internet zu kaufen.

Theoretisch hat man eine höhere Chance das für sich optimale MTB zu finden. Praktisch kann es natürlich sein, dass man sich z. B. nicht zwischen All-Mountain und Enduro.

Von den vielen Innovationen kann man sicher auch einige als überflüssig bezeichnen. Jeder sieht das natürlich etwas anders, aber ich sehe einfach keine nennenswerten Vorteile (v. a. im Verhältnis zum Preis) in einer elektronischen Schaltung oder Bremsen mit Wasser als Bremsmedium für 600€.

Den Überblick zu behalten ist da sicher nicht so einfach, aber die ganz exotischen Standards und Komponenten muss man ja sowieso nicht auf dem Schirm haben. Und dank des Internets lässt sich ja auch schnell eine ganze Menge in Erfahrung bringen.

Prinzipiell finde ich es aber gut, dass es mehrere Fahrradvarianten gibt. Für den einen ist ein Cross Country Hardtail das Mittel der Wahl, jemand anderes braucht ein Downhill Bike. So hat jeder die Möglichkeit, so Mountainbike zu fahren, wie er möchte.

Und die Laufradgrößen sehe ich als eine der besten Entwicklungen der letzten Zeit an. Die 29'' Reifen bieten doch spürbar mehr Laufruhe und rollen besser über Hindernisse. Manch einer fühlt sich damit deutlich wohler. Etwas schade finden viele, dass weitestgehend die 26''er durch 27,5'' verdrängt wird. Etwas unnötig finde ich dann den Standard 27,5+, weil die wenigsten derart breite Reifen brauchen bzw. das Fatbike damit auch noch ein Stück weit seine Existenzberechtigung verliert. So wirklich braucht niemand 27,5+, denn die 2,4'' breiten Reifen genügen eigentlich auch jedem.

Für mich waren die 29er eine Offenbarung. Erstmalig hab ich mich im Gelände halbwegs sicher gefühlt. So ganz verkehrt kann es also nicht sein, wenn es neue Entwicklungen gibt.

Ich bin auch sonst ein ziemlicher Individualist und finde es gut, wenn jeder sich sein Bike so zusammenstellen kann, wie er es braucht. Je mehr unterschiedliche Varianten es gibt, desto größer die Chance, dass eine Kombination 100%ig passt.

Womit ich ein Problem habe, ist allerdings wenn die Teile nicht untereinander austauschbar sind, weil sie unterschiedlichen Einbaustandards folgen. Es nervt, wenn man wegen 2mm an einer Stelle nicht das gewünschte Tretlager verwenden kann. Wenn beim Austausch des Hinterrades gleich in 4 Kriterien Kompatiblität bestehen muss. Und das wird immer schlimmer, immer mehr Hersteller kochen ihr eigenes Süppchen. Die sollten ihre Kunden lieber auf andere Weise an sich binden, als durch "Ha-ha, du kannst jetzt nichts anderes mehr nehmen".

Ich antworte mal als Händler: eine Katastrophe ist es auf keinem Fall. Man kann den Kunden besser beraten.

Ein Größen wirrwar hat man nicht, es ist sogar recht einheitlich 29" sind 622mm 26" 559mm ec. Ein größenwirrwar hat man eher wenn Leute mit alten Rädern kommen (also so 30 Jahre +) dir dann doch mal andere mm im durchmesser haben. Aber meist nix was man nicht da hat.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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