Fahrradbeleuchtung -Einspruch?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Gefahren ist gefahren... wie weit ist absolut nebensächlich.

Man sollte sich vor antritt der fahrt ringsrum bereit machen und es gibt kein Grund warum man erst beim losfahren das Licht anmachen sollte. Das macht man vorher. Wenn du es vergessen hast dann ist das einfach so... aber kostet halt. Hätte man Kulant sein können... war man aber wohl nicht.

ich bin gerade erst losgefahren

Gefahren bist Du also bereits. Und wenn Du nur 10 Zentimeter gefahren bist, so warst Du doch über diese Strecke ohne Licht unterwegs.

keine Zeit es einzuschalten

Doch - jede Menge Zeit. Normalerweise erledigt man das, bevor man zum ersten Mal in die Pedale tritt.

Mit solchen Ausreden kommt auch kein Autofahrer davon, der sich nicht angeschnallt hat. Dein Widerspruch wird zwecklos sein.

Licht schaltet man nicht währen der Fahrt ein, sondern davor. Eventuell war es in der Situation ok das Licht später einzuschalten, aber du hattest halt einfach nur Pech.

Fakt ist, du hast dich ohne Licht auf der Straße bewegt und ob du es eingeschaltet hättest ist auch so eine Frage (Wie schaltet man das Licht eigentlich während der Fahrt ein? Vorne geht ja noch, aber hinten?).

Hallo, die Bürokratie in Deutschland kennt wohl eher kein "erst losgefahren". Davon abgesehen wird sich wohl das Bußgeld nur erhöhen, wenn du Einspruch einlegst. Bearbeitungskosten etc. denke ich mal. Ich denke aber auch, dass das eher eine Lektion sein sollte und du ab sofort vor dem Aufsteigen das schon einschaltest.

MfG

wenn Du ohne Licht gefahren bist, ist es nicht relevant , ob es 1, 5 oder 200m waren.

"Der Beamte meinte er würde es den ganzen Tag hören, ich bin gerade erst losgefahren."

Genau das ist das Problem.

Mal ganz abgesehen davon, das Licht muss von dem Augenblick an brennen, zu dem Du losfährst. Die 20 € sind natürlich für Dich - ich nehme mal an, Du bist Schülerin - viel Geld. Bezweckt wird mit so einer Strafe aber, dass Du es spürst - und das nächste Mal nicht ohne Licht losfährst.

Machen daran kannst Du sowieso nichts, sonst wird es noch teurer.

Und Deine zwei Zeugen? Die interessieren nicht. Der Richter hat die freie Beweiswürdigung - er kann letztlich glauben, wem immer er will, so lange er dies halbwegs nachvollziehbar begründet; das Prinzip "Aussage gegen Aussage" gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Und seine Begründung wird lauten: "Welches Interesse sollte ein Polizeibeamter daran haben, vorsätzlich die Unwahrheit zu sagen?"

Cecilyrose 19.12.2013, 11:56

Er bezweifelte nicht, dass ich gerade losgefahren bin. Sie könnten mich ja vielleicht 3 Sekunden gesehen haben. Ich wünschte ähnlich Reaktionen gäbe es bei echten Delikten. 20 € regen mich nicht auf. Die Tatsache, dass vor mir jemand ohne Rücklicht und ohne Verwarnung weiterfahren darf schon.

0
Zyogen 19.12.2013, 12:18
@Cecilyrose

Ich wünschte ähnlich Reaktionen gäbe es bei echten Delikten.

Genau solche Reaktionen gibt es auch bei Straftaten. Der Ladendiebstahl beispielsweise ist bereits ein Ladendiebstahl, wenn das Päckchen Kaugummi geklaut ist. Da läßt man auch niemanden laufen, wenn er erklärt, er hätte die 20 Flaschen Schnaps ja noch gar nicht einpacken können, weil er gerade erst mit dem Kaugummi angefangen hat und überhaupt keine Zeit war, die Tasche richtig vollzupacken.

0
Cecilyrose 19.12.2013, 12:39
@Zyogen

Die Reaktion bezog sich auf die Reaktionsfähigkeit der Polizeibeamten in Bezug auf Delikte. Das andere hat wenig mit meinem Problem zu tun. Ich halte es für ein Ermessensproblem den Einzelfall unberücksichtigt zu lassen. Es schürt mehr meinen Unmut bei einem extrem ordentlichen Verkehrteilnehmer eine Sekundenaufnahme derart zu 'verwarnen' statt zu sehen, dass man auch 5 Sekunden Mensch ist und es gab keinerlei Gefahrenquelle in der besagten Umgebung des Parkplatzes.

0
BalduinB 20.12.2013, 14:42
@Cecilyrose

Habe ich das richtig verstanden? Kurz vor Dir ist jemand ohne Rücklicht losgefahren, und er hat das nicht beanstandet?

Da gebe ich Dir Recht, das darf nicht sein. Und den Vergleich mit dem Kaugummi und den Schnapsflaschen von Zyogen halte ich für ein wenig schräg.

Wenn es so wahr, wie ich das aus Deiner Bermerkung verstanden hab (die sich übrignes in Deiner Frage oben nicht findet), dann wäre das ein Verstoß gegen das Gleichheitsgebot - und eindeutig nicht zulässig.

Das wirst Du aber vermutlich nicht beweisen können, Du hättest es vielmehr sofort beanstanden müssen. Und deshalb wird Dir trotzdem nichts übrig bleiben, als die Strafe zu zahlen.

0
Zyogen 20.12.2013, 15:36
@BalduinB

Habe ich das richtig verstanden? Kurz vor Dir ist jemand ohne Rücklicht losgefahren, und er hat das nicht beanstandet?

Dazu hätte der Beamte das defekte Rücklicht auch bemerken müssen.

0
Zyogen 20.12.2013, 16:01
@Cecilyrose

bei einem extrem ordentlichen Verkehrteilnehmer

Das kann der Beamte anhand der "Momentaufnahme" nicht erkennen. Man kann als Autofahrer im Jahr 60000 Kilometer absolut ordnungsgemäß fahren - ein einziges Mal an der falschen Stelle zuviel Gas gegeben, es blitzt und das war's dann. Niemanden interessiert sich dann für Deine Lebensfahrleistung oder die Tatsache, daß Du eine halbe Stunde lang mit 40 km/h hinter einem Trecker hergefahren bist. Dann Du wirst zur Kasse gebeten und ein Einspruch macht die Sache gleich noch teurer. Es ist nicht weltfremd, wenn die Beamten keine Kulanz walten lassen. Kulanz kann man nicht einfordern. Wenn das ginge, dann könnten wir gleich alle Vorschriften abschaffen und darauf vertrauen, daß jeder Verkehrsteilnehmer so kulant, verständnis- und rücksichtsvoll ist, daß niemals mehr irgend etwas passieren würde. Die StVO macht nur Sinn, wenn ihre Einhaltung hin und wieder mal durchgesetzt wird. Letztens traf es Dich, nächste Woche trifft es jemand anderen. Wenn man alle Radfahrer ohne Licht, alle Autofahrer mit Handy am Ohr, alle Fußgänger bei roter Ampel gebührenpflichtig verwarnen wollte, dann müßten die Sachbearbeiter Überstunden ohne Ende machen. Nimm's nicht so schwer und vor allen Dingen nicht persönlich. Ich wünsch Dir trotz allem schöne Feiertage und einen guten Rutsch.

0
BalduinB 20.12.2013, 16:51
@Zyogen

Dazu hätte es gereicht, wenn sie ihn darauf hinweist.

0

Fahren ohne Licht führt halt zu einem Bußgeld. Ob das jetzt 1 Meter oder 100 km sind. Du wirst zahlen müssen.

Cecilyrose 19.12.2013, 11:51

Also Einzelfälle bleiben dann stets unberücksichtigt?

0

Hast du Zeugen? Wenn nicht dann lass es.

Cecilyrose 19.12.2013, 10:43

Hab 2 Zeugen. Und finden nichts im Gesetz, dass besagt Licht vor Anfahren einschalten

0
Zyogen 19.12.2013, 12:13
@Cecilyrose

Das ist doch selbstverständlich: Wenn man nur mit Licht fahren darf, dann muß das Licht bereits vor dem Anfahren leuchten, denn Anfahren ist Fahren.

0
Grautvornix 19.12.2013, 13:19
@Zyogen

Ja schon, aber so kleinlich müssen die auch nicht sein.

0
Zyogen 20.12.2013, 15:46
@Grautvornix

Doch, leider schon. Manchmal müssen die Beamten kleinlich sein. Oft genug drücken sie ein Auge zu. Aber wenn sie es grundsätzlich immer machen würden, dann hätten die Vorschriften keinen Bestand mehr, sie wären sinnlos. Zu Anfang der Gurtpflicht bin ich vermutlich ein halbes Dutzend Mal mündlich ermahnt worden - ich gebe zu, daß das nicht die erwünschte Wirkung gezeigt hat und ich etwa 40% aller Fahrten immer noch ohne Gurt unternommen habe. Erst nach der zweiten Knolle habe ich es geschafft, konsequent den Gurt anzulegen. Eine wirkungsvolle erzieherische Maßnahme. Ich habe sie bezahlt und sie hat ihren Zweck erfüllt.

1
Grautvornix 23.12.2013, 12:17
@Zyogen

ups, ich halte die Anschnallpflicht für überlebenswichtig. Ausnahmen bei denen Pesonen "aufgrund" des Gurtes zu tode kommen gibt es auch, aber die meisten werden durch den Gurt gerettet. Blöderweise habe ich es mir angwöhnt den Gurt erst nach ein paar hundert Metern anzulegen. Könnte auch mal ein Knöllchen gebrauchen. Wäre echt blöd wenn auf dem Grabstein stehen würde:"nach der nächsten Ecke wollter er den Gurt anlegen".

0

Was möchtest Du wissen?