Fahrrad, was ist wichtig?

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6 Antworten

Noch ein paar Ergänzungen zu den ja hier schon vorliegenden Antworten:

  • Wenn es Dir primär ums Tempo geht, dann solltest Du nicht gerade ein MTB nehmen, sondern ein Rennrad oder wenigstens ein leichtes Tourenrad.

  • Die Geschwindigkeit resultiert nicht primär aus der Anzahl der Gänge, sondern aus Deiner körperlichen Fittness.

  • Je mehr die Gänge auf Spitzengeschwindigkeit ausgelegt sind, desto mehr Probleme bekommst Du an Steigungen oder bei starkem Gegenwind.

  • Auch wenn hier teilweise anderes behauptet wurde, kannst Du für 400 Euro sehr wohl auch ein MTB mit Vollfederung bekommen, das nicht gleich nach 5000 km die Grätsche machen wird.

  • Auch wenn das in manchen Kreisen als "uncool" gilt, solltest Du das Bike nach StVZO ausrüsten, also mit Beleuchtung und Stromversorgung per Dynamo, denn auch die "beliebten" batteriebetriebenen Beleuchtungen sind ausschliesslich an Rennrädern mit maximal 11 kg zugelassen.

Das wichtigste ist ein passender Rahmen und dann noch richtig eingestellt auf deine Körpergröße. Außerdem soll der Rahmen verwindungssteif sein damit deine Energie für den Vorwärtstrieb sorgt und nicht zu sehr den Rahmen hin und her biegt. Gute Bremsen und ein passender Sattel. Je schneller und länger die Strecken umso schmäler und härter sollte er sein. Breite Sättel reiben mit der der an der Oberschenkelinneseite, weiche leiten viel Kraft in die auf/ab Bewgeung die dann beim Vortrieb fehlt. Für die Geschwindigkeit die erreicht wird ist die Gangschaltung heute kein Thema mehr, eher für die Möglichkeit der zu überwindenden Steigung mit deiner Kraft. Kräftige Rennradfahrer brauchen keine so starken Bergübersetzungen weil so mehr Kraft haben und nicht so steil fahren. Übrigens fahren die meisten sowieso einen zu schweren Gang. Gut trainierte Radfahrer treten lockerer und schneller. Rennfahrer brinegn auch noch bei 170 Umdrehungen Kraft auf die Pedale. Für die Geschwindigkeit zuständig sind: die Kondition des Fahrers, der Luftwiderstand (daher je schneller umso tiefer gebeugter und umgekehrt), der Rolleibungswiderstand der Reifen und der Reibungswiderstand der Lager und Kettenglieder. Auf Asphalt stimmt es dass je schmäler der Reifen desto weniger Widerstand und natürlich je härter umso weniger Widerstand denn derKraftverlust kommt von der Arbeit die den Gummi walkt. Bei Stollenreifen kann man es schon hören denn auch die Lautsärke wird durch verlorene Energie erzeugt. Guter Kompromiss, damit du auch auf Sand schnell und sicher Unterwegs bist: Nicht ganz schmale Reifen die in der Mitte Längsrillen für leichte Abrollung haben und dann am Rand leichte Stollen für Gripp wenn ein wenig Gelände dabei ist.

170 U/min ? Ich glaube da hast du was verwechselt :-)

Das wären bei 53/12 nämlich rund 98km/h und das ist absolut unrealistisch - da wirst du mir ja zustimmen?

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@ghost40

Nein, ich stimme dir nicht zu. Denn dieses wissen kommt von einem gewissen Herrn Königshofer, der viel rennen hinter schweren Motoren auf der Bahn gewonnen hat. Da gibt es Höchstgeschwindigkeiten über 90kmh und ich habe nie behauptet dass er das mit der schwersten Übersetzung gemacht hat. Glaube mir das stimmt. Ich selbst habe als höchste Umdrehungszahl (niedrigster Gang bergab ohne Kraft) einmal 222 geschaft, das ist aber 25 Jahre her. Übrigens ist es schade dass es die Steherrennen hinter schweren Motoren nicht mehr gibt. Heute gibt es nur mehr die Derny Rennen die eher bessere Mopeds sind. Der Weltrekord am Fahrrad vor 40 Jahren war schon 238kmh, im Windschatten hinter einem Porsche mit einem extremen Windschatten (so eine Art Plakatwand) auf einem Flugfeld. Klingt auch unrealistisch aber es stimmt. Heute liegt der Rekord glaube ich schon bei 250, da weiß ich es aber nicht genau. Und bevor du nächstes mal von absolut unrealistisch schreibst versuche genauer zu recherchieren.

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@kuku27

ich habe auch nie behauptet, dass 98 km/h unmöglich wären, es geht um die trittfrequenz!Das wären fast 3 Umdrehungen pro Sek. ! Und unser lieber Roland wird beim derny sicher nicht mit 53/12 gekurbelt haben sondern etwas größer.Mir geht es hier auch nicht um die Geschwindigkeit selbst, sondern um die Trittfrequenz.. Aber ich will mich hier ja nicht mit dir streiten.

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@ghost40

Bitte lesen UND denken. Wenn du nicht streiten willst dann kannst ja fragen und nicht behaupten dass die Wahrheit nicht stimmt. 1.Königshofer war der hinter den schweren Motoren und nicht hinter den Dernys. 2. Da ich selbst Rennfahrer war habe ich mich dafür interessiert und mit erstaunen aufgenommen dass diese Leute hinter schweren Motoren darauf trainieren mit 170 Umdrehungen Kraft auf die Pedale zu bringen. Auch wenn es dein Gehirn nicht akzeptiert ich schreibe keinen Unsinn und keine Märchen sondern echte Werte. Ich als Straßenfahrer bei den Amateuren habe das nicht geschafft aber ich darf die Profis bewundern. Ich bin eher mit 110-130 Touren gefahren in der Ebene. Und falls du es nicht begriffen hast , ich habe von Geschwindigkeit dabei nichts geschrieben sondern nur von Trittfrequenz. Die Spezialräder haben dann auch ein 11er Kranzl und eine große Scheibe vorne. Aber im Training müssen sie sich auf Sprints vorbereiten und da sie keine Schaltung haben sind sie darauf angewiesen entweder normalerweise zu schwer zutreten bei zu hoher übersetzung oder bei gleich "niedriger" die Trittfrequenz mit Kraft höher zu bekommen als die Gegner. Vergiss deine Gedanken von den Straßenrädern mit Schaltungsmöglichkeit.

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@kuku27

Na komm, beruhige dich wieder!Ich dachte immer wir Radfahrer wären freundlich zueinander ? Aber heute lest man nur mehr " denken, lesen, kein Hirn, nicht begreifen, du solltest lieber" - tja, das Niveau ist halt schon gewaltig gesunken und sinnerfassend lesen wurde für manche zu einer unüberwindbaren Hürde.

Vor 25 Jahren warst du Rennfahrer - ich war damals bei Pico Wels, wo bist du gefahren? Dann sind wir wir uns ja vielleicht öfters begegnet.

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@ghost40

Sorry, ich mag nur nicht wenn mit absolut usw widersprochen wird wenn die Tatsachen stimmen. Tja an so heißen Tagen werde ich halt auch leichter sauer, mea culpa. Wir sind kaum gemeinsam gefahren dann das Rennfahren haben ich schon vor 40 Jahren beendet, aber auch danach ist es noch mit flotter Frequenz gegangen. In meiner Aktivzeit gab es noch keine Trittfrequenzmesser. In meinem Gehobenen Alter fahre ich gemütlich mit 90-100 Touren aber vor 25 Jahren da war ich noch etwas mehr drin und ich konnte messen. Ja die 222 Touren waren steil bergab ohne Kraft und mit einem Rad das hin und her schleuderte und ich erreichte es nur einmal. Bei weiteren Versuchen kam ich nie mehr wesentlich über 200. .................... Ah ja, ich fuhr bei Union Amstetten und dann bei Union PEZ. inOOe oft allein da PEZ in Wien war aber Amstetten hatte nicht einmal eigene Leiberl und keinen der sich verantwortlich fühlte.

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@kuku27

Vor 40 Jahren, da wäre ich noch nicht mal bei den Junioren gefahren. Ob es damals auch schon eine Jugendklasse gab weiß ich nicht.Damals aktuell war bei uns Keli Linz aus dem dann der RC Kneuer wurde (da war ich auch mal :-) War nicht Florian Wiesinger von Schartner Bombe Eferding ein "Zeitgenosse" von dir?

Wie auch immer, schöne Grüße ins Mostviertel

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@ghost40

Ja, ich habe 1965 bei der Jugend begonnen, also gab es Jugend. Ja, Schartner Bombe und Wiesinger habe ich gekannt, Jahreseröffnungsrennen in Ansfelden, Kirschblütenrennen in Wels, Kriterien in Enns, Linz usw.. jaja, die Erinnerungen kommen. Wenn ich mich so richtig erinnere war bei meinem ersten Rennen Oberndorfer aus Braunau und Wiesinger von Schartner vor mir und ich war dritter. Weiter vorne (sogar gewonnen) habe ich nur das Pez Vereinsrennen. Ein paar mal war ich weiter vorn ober meist wer ich irgendwo zwischen 10ter und 15ter. Aber echter Amateur. ;-)

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Was an einem Fahrrad wichtig ist, ist eine Frage der persönlichen Ansprüche. Mir wäre Alltagstauglichkeit wichtig, also anständige Dynamo-Beleuchtung, Gepäckträger, Schutzbleche. Nichts, was man üblicherweise an Mountainbikes findet.

Die Bahauptung von VanNelle, dass breite Reifen einen höheren Rollwiderstand haben, ist so nicht richtig. Bei gleicher Bauweise und gleichem Druck haben schmale Reifen einen höheren Rollwiderstand. Nichtsdestotrotz ist ein MTB eher suboptimal, wenn es um schnelles Fahren geht. Die Reifen werden mit recht niedrigem Druck gefahren und haben oft ein grobes Profil - beides vernichtet Energie. Ein Reifen, der mit hohem Druck gefahren werden kann und kein oder nur ein schwaches Profil hat, ist da besser.

Die Geschwindigkeit hängt von der Trittfrequenz, der Übersetzung und dem Laufraddurchmesser ab. Die Übersetzung errechnet sich aus dem Verhältnis der Zähnezahlen von Kettenblatt (vorn) und Ritzel (hinten). Die Übersetzungen von MTBs sind in der Regel auf Berg- und Geländetauglichkeit ausgelegt und weniger auf Geschwindigkeit. Aber eine hohe Übersetzung macht nicht automatisch schnell. Begrenzender Faktor dürfte meist der Motor sein - das bist Du.

Die Frage ist, warum Du ein Mountainbike haben möchtest. Entspricht ein anderes Fahrrad nicht eher Deinen Bedürfnissen?

Das mit dem Rollwiderstand hast auch nicht ganz richtig. Auf hartem Untergrund rollt der schmale besser da er Rollwiderstand von der Walkbewegung im Gummi abhängt und das ist bei schmalen Reifen die keine Stollen haben eben weniger. Wenn der Untergrund Sand oder Schotter ist dann sieht das anders aus, die schmalen Reifen schneiden sich tief hinein und bleiben Stecken wenn die breiten noch an der Oberfläche bleiben.

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@kuku27

Auf hartem Untergrund rollt ein Reifen mit hohem Druck besser als einer mit niedrigem Druck. Bei gleichem Druck und hartem Unterdruck rollt ein breiter Reifen besser, gleichen Reifenaufbau vorausgesetzt. Die Walkarbeit ist nicht von der Reifenbreite abhängig, sondern vom Druck:

Bei gleichem Reifendruck hat ein schmaler Reifen die gleiche Aufstandsfläche als ein breiter. Beim schmalen Reifen ist die Fläche schmal, aber lang. Beim breiten Reifen ist die Fläche breit und weniger lang. Der schmale Reifen wird also in Rollrichtung stärker verformt, ist also weniger rund. Daraus resultiert eine stärkere Verformung beim Abrollen.

Nur auf weichen Untergründen rollt ein Reifen mit niedrigem Druck besser als mit hohem Druck.

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  • Wie wichtig ist dir denn ein MTB?
    • Wie schnell ist schnell?
    • Hast du sonstige Vorstellungen von dem Radl?

Für 400 EUR kannst du keine Qualität verlangen. Ein MTB kann schnell sein. Dazu gehört aber nicht nur eine große Übersetzung, sondern auch ein leichtes Bike schlechthin und eine anständige Rahmengeometrie. Das wirst du in der Klasse von 400 EUR nicht bekommen.

Schau dich lieber mal unter den gebrauchten Bikes - vorrangig Hardtails mit Frontfederung um, Da findest du zwei bis dreijährige Bikes in der Preisklasse. Fullys solltest du dir aus dem Kopf schlagen, die kosten einiges mehr.

  • Standardübersetzungen: Kurbel mit Blättern 22/32/44
  • Kassette (9-fach): 34 oder 32-11
  • dazu kommt es noch auf den Umfang der Reifen an wieviel Wegstrecke du je Umdrehung zurücklegst, je breiter der Reifen, desto höher wird er auch (gleichmäßige Verteilung des Luftdruckes)

Im Prinzip kommt es nicht auf die Anzahl der Gänge an, sondern das die Qualität der Komponenten stimmt. So sollte die Federgabel wirklich das tun, wozu sie vorgesehen ist - Schläge dämpfen - und gute Gabeln im Ersatzteilhandel kosten meist über 400 EUR allein ohne weitere Zutaten. In Billigbikes federt die Gabel, aber sie dämpft nicht.

Bei weiteren Fragen: Kommentar oder PN.

Wenn du möglichst schnell unterwegs sein willst, dann bist du beim Mountainbike völlig falsch. Breitere Reifen = höherer Rollwiderstand = höherer Energieaufwand = schnellere Energieerschöpfung.

Lasst euch doch einfach beim Fachhändler beraten.

(wegen guter Kontrolle: auf die guten Bremsen achten !)

Nicht nur, sondern auch auf deine kräfte und ausdauer

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