Fahrlehrer' Stundenlohn und Sozialabgaben?

6 Antworten

Die Gehälter als Fahrlehrer sind je nach Region- und Auftragsaufkommen sehr verschieden. Je mehr Fahrschüler es gibt, desto höher ist das Gehalt. So kann z.B. ein (günstiger) Fahrlehrer der in der Stadt liegt im Monat etwa 6000€ einnehmen, aber ein Fahrlehrer am Land, würde evtl. weniger als 1000€ einnehmen. Es kommt auf die Anzahl der Fahrschüler an! 

Wenn in einer Fahrschule eine Fahr-und Übungsstunde durchschnittlich 40€ kostet, dann nimmt der Fahrlehrer an einem 8h- Arbeitstag etwa 400€ ein. Eine Fahrstunde dauert 45 Minuten, also könnte er locker 10 Fahrstunden am Tag machen und arbeitet dabei 7,5 Stunden. 30 Minuten Pause wären auch noch dabei.

Neben den Fahrstunden macht der Fahrlehrer auch den Theorieunterricht und verlangt dafür eine Grundgebühr von etwa 200€. Mit 20 Schülern und auf 14 Unterrichtsstunden gerechnet, wären das Einnahmen von 285€ pro Stunde. Insgesamt würde er bei 20 Schülern dann allein mit der Grundgebühr 4000€ einnehmen. Ein schneller engagierter Fahrlehrer kann diese 20 Schüler in einem Intensivkurs innerhalb eines Monats fertig-unterrichten.

Ein selbstständiger Fahrlehrer kann durchaus viel mehr verdienen als ein angestellter. Ein Angestellter bekommt etwa 1/4 bis 1/3 seiner Einnahmen als Gehalt ausgezahlt. Alternativ können auch feste Stundenlöhne oder ein Gehalt vereinbart werden.

Beispiel: Ein selbstständiger Fahrlehrer hat 25 Fahrschüler. Mit jedem von ihnen macht er 1 Mal wöchentlich eine Doppelstunde, also 2x45 Minuten. Da kommt er dann auf genau 40h pro Woche was einem normalen Arbeitstag entspricht. Den Theorieunterricht unterrichtet er nebenbei an 2 Tagen pro Woche, so dass alle Fahrschüler mit dem Theorieunterricht innerhalb eines Monats fertig sind. Wenn er es geschickt einrichtet, arbeitet er pro Monat etwa 180 Stunden, was pro Tag durchschnittlich 9h entspricht.

Jetzt zu den Einnahmen: Unter den oben beschriebenen Voraussetzungen und einem durchschnittlichen Preis von 40€ einer Fahrstunde, würde der Fahrlehrer allein durch die Fahrstunden 8000€ einnehmen. Mit einem Grundbetrag von 200€, nimmt er bei 25 Fahrschülern insgesamt 5000€ ein. Insgesamt würde der Fahrlehrer so 13.000€ einnehmen!

Die 13000€ wären aber nur die Einnahmen. Ungefähr 1/3 davon würde für Sozialabgaben abgezogen werden, also hätte der Fahrlehrer ein Nettogehalt von ungefähr 8000€. Etwas mehr als die Hälfte davon muss er in das Auto investieren und für Benzin ausgeben. Das Auto braucht schließlich ach Wartungen und irgendwann müsst mal ein neues Auto her. Zum Schluss würden den Fahrlehrer also etwa 3000 bis 3500€ übrig bleiben und das ist ein sehr guter Verdienst!

Der Verdienst variiert aber trotzdem sehr stark. Der Fahrlehrer macht auch extra noch Einnahmen durch Prüfungsgebühren und sonstigen Gebühren. Man muss auch bedenken, dass ein Fahrschüler insgesamt durchschnittlich 25 Übungsstunden und 12 Sonderfahren braucht. Nach der obigen Rechnung könnte ein Fahrschüler pro Monat aber nur 8 Fahrstunden nehmen! An den 25 Fahrschülern würde der Fahrlehrer also 3-4 Monate lang verdienen. Die Grundgebühren müssten dann also auf 3-4 Monate aufgeteilt werden. Mal angenommen die 25 Fahrschüler bestehen die Prüfung in diesen 3-4 Monaten und der Fahrlehrer würde pro Prüfung 100€ zusätzlich an Gebühren einnehmen, dann würde der Fahrlehrer pro Fahrschüler insgesamt 1780€ verdienen. Auf 4 Monate aufgeteilt, wären das dann Einnahmen von 11125€ pro Monat und 44500€ insgesamt.

Allerdings gibt es da große Unterschiede. Es gibt auch Fahrschüler, die insgesamt 2500€ zahlen und länger als 4 Monate über dem Führerschein sind. Wenn man angestellt wird, wird das dann je nach den Gegebenheiten individuell festgelegt.

 

Das war doch überhaupt nicht seine Frage. Er hat nach Urlaub etc. gefragt bei einem fest angestellten Fahrlehrer.

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Wenn du fest angestellt wirst, bekommst du einen Stundenlohn, einen Vertrag über X Monatsstunden und ein Gehalt. Von diesem werden dann ganz normal die Beiträge abgezogen, wie bei jedem anderen Arbeitnehmer auch.

Wenn du als Freelancer arbeitest, musst du dich um alles selbst kümmern und solltest für mehrere Fahrschulen arbeiten, da du sonst Scheinselbständig bist.

Lange rede kurzer Sinn.
Deine Sozialabgaben werden von deinem Jahresbruttolohn ausgehend, auf das mtl. Durchschnittseinkommen umgerechnet und du zahlst dann den prozentualen Anteil. dazu mussst du im Rahmen der Existenzgründung dein Einkommen schätzen und im Folgejahr ist der Steuerbescheid vorzulegen.

Die Rentenversicherung ist deine reine private Angelegenheit.

Die Einkommessteuer ist eine Jahressteuer. Die wird durch die Abgabe einer Einkommenssteuererklärung ermittelt.

Und für all diese  Steuern und Abgaben musst du als Selbstständiger in voller Höhe selbst aufkommen.

Da du das aber als Selbstständiger machen willst, und du nur von einem Auftraggeber abhängig und sogar Weisungsgebunden bist, ist das eine Scheinselbstständigkeit und das kann teuer werden.

Als Selbstständiger hast du keine Lohnfortzahlung. Das bedeutet die ersten 6 Wochen einer AU bist du ohne Einkommen.

Denn Krankengeld bekommst du als Selbständiger auch erst ab der 7. Woche.

Daher ist es ratsam eine extra Krankengeld und Krankenhaustagegeldversicherung, ab dem ersten AU Tag , abzuschließen.

Ausbildung im Mittelständigen Unternehmen anfangen oder zu Großkonzern gehen?

Liebe Community,

Ich stehe momentan vor einer großen Entscheidung und brauche da mal eure Hilfe:

Ich habe eine Bewerbung an die DB (bekanntlich ein Großkonzern) geschrieben für eine Ausbildung zum Informatikkaufmann, für die ich allerdings umziehen müsste.. Dafür bekäme ich hier eine Entlohnung von 904 Euro bis 1100 Euro inklusive 16 Freifahrten, 13. Monatsgehalt und weitere Benefits wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und meine Wohnung wird dank Wohngeld gezahlt und Co.. Auf der anderen Seite ist ein Mittelständiges Unternehmen,von dem ich 980 Euro bis 1100 Euro bekäme.. Ebenso Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld aber keine weiteren Vorzüge wie Freifahrten mit der Bahn oder ähnliches.. 

Dieses Unternehmen hat verlangt, wenn ich den Vertrag unterschreibe soll ich ihn nicht Widerrufen, da alle anderen Bewerber eine Absage erhalten werden.. Ich solle alle Bewerbungen die noch laufen absagen, da dann die Entscheidung stehe.

Nun die Frage: wie soll ich mich entscheiden? Ich bin so unsicher, was richtig ist, da ich sowieso eine kleine Wohnung anmieten wollte, um auf eigenen Beinen zu stehen und diese von der Deutschen Bahn gezahlt werden würde, was bei der anderen Firma nicht der Fall währe.. Auf der anderen Seite habe ich von dem Mittelständler bereits einen Vertrag vorliegen, den ich legendlich unterschreiben müsste und dann hätte ich meine Wunschausbildung.. Schwierige Frage.. Wie würdet ihr euch entscheiden? Das Bewerbungsverfahren bei der Bahn läuft zur Zeit noch und ich könnte die Bewerbung jederzeit zurückziehen.. Das Mittelständige Unternehmen hat 850 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten, nur um eine Einschätzung der Größe des Unternehmens geben zu können.

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Arbeitslosengeld nach Aussteuerung durch Krankenkasse?

Nach einer schweren Erkrankung im Juni 2016 wurde ich durch die Krankenkasse im Dezember 2017 ausgesteuert.

Der sozialmedizinische Dienst hat, bei einer von der Agentur für Arbeit veranlassten, Untersuchung festgestellt, daß ich weiterhin nicht 15 Std. wöchentlich arbeitsfähig bin. Bewilligungsbescheid für ALG1 liegt bereits vor.

Bei der Berechnung des Bemessungsentgeltes wurde der Zeitraum 01/16 bis 22.07.16 berücksichtigt. (Ende der Lohnfortzahlung) In diesem Zeitraum erfolgte die Auszahlung meines Urlaubsgeldes durch meinen AG. Das Urlaubsgeld wurde anteilig auf jeden Tag vom 01.01. - 22.07. angrechnet.

Im November 2016 erfolgte die Auszahlung meines 13. Monatsgehaltes. Diese Zahlung blieb komplett unberücksichtigt. Laut Agentur für Arbeit kann diese Zahlung nicht berücksichtigt werden, da sie ausserhalb des Bemessungszeitraumes lag. Ist diese Herangehensweise nicht vollkommen widersinnig?

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Ist das wirklich rechtens so?

Vielen Dank.

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