Fahrlässig oder vorsätzlich? (Fallbeispiel, Zivilrecht)

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4 Antworten

ein 15 jähriger weiß was passiert wenn man einen Bierkrug in eine Scheibe wirft. Er hat aktiv gehandelt. Er wußte dass er keinen Schnaps bekommen wird, konnte sich also auf die negative Antwort einstellen. Deshalb fällt wohl auf die Handling aus einem Effekt heraus aus. Hat mit der Lösung nur bedingt etwas zu tun, aber darf der 15 jährige alleine überhaupt IN die Bar gehen?

Ha, daran habe ich gar nicht gedacht, dass man nach JuSchG unter 16 nur in eine Gaststätte darf, wenn man zwischen 5 und 23 Uhr eine Mahlzeit oder ein Getränk einnimmt. D.h. der Junge darf mit der Absicht, lediglich einen Schnaps zu bestellen, gar nicht in die Gaststätte hinein!

Und dass er die negative Antwort hätte erwarten müssen spricht wirklich für Vorsatz und gegen Affekt, danke für die logische Erklärung!

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@lenusbaum

so sehe ich das auch.......Danke für das Kompliment

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Noch ein Zusatz: Nach Prüfung des Fallbeispieles komme ich zu dem Schluss, dass der Teenager Schadensersatz leisten muss (egal ob fahrlässig oder vorsätzlich).

Die Eltern haben ihr Aufsichtspflicht mit Sicherheit nicht verletzt, schließlich können sie ihren Sohn nicht 24h überwachen und davon abhalten, in eine Kneipe zu gehen. Ist es dann wirklich so, dass rechtlich der Teenager zum Ersatz der Schadens herbeigezogen wird? Oder wird das doch irgendwie auf die Eltern übertragen (Teenager hat schließlich kein Geld)?

Im realen Leben hat man ne Familienhaftpflicht, die dann bezahlt, aber leider nicht bei vorsätzlichen Handlungen. Deswegen ist ihm der Bierkrug auch nur ausversehend aus der Hand gerutscht als er selbigen dem Wirt reichen wollte und dabei ist dieser leider ins Regal gefallen. ;-)

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Sobald die Eltern sich exkulpiert haben, was in deinem Fall ihnen sehr leicht fallen wird, können sie nicht mehr belangt werden. Auch wenn der Teenager im Moment kein Geld hat, haftet er dennoch mit seinem jetzigen und zukünftigen Vermögen.Das steht meine ich nicht wortgleich im BGB, ist aber allgemeine deutsche Rechtsprechung

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Schwierig... Sicher ist die Tat im Affekt passiert, dass würde zumindest gegen geplantes Handeln sprechen. Die Folgen der Tat waren aber definitiv absehbar und keine Verkettung dummer Zufälle. Aber ich würde sagen das Vorsatz vorliegt, weil die Folge der Handlung schon willensmäßig herbeigeführt wurde.

Ich denke, das war aus dem Affekt heraus, also fahrlässig... Würde ICH sagen. Er hat es zwar absehen können, aber er hat die Tat nicht geplant...

Und wenn jetzt jemand willkürlich in eine Menschenmenge schießt wird er auch nur wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er hat ja nicht geplant das jemand stirbt...

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@Aronphoenix

Auf Ironie kann ich hier verzichten. Wenn Du es besser weißt, dann hättest Du die Frage doch beantworten können!?? Wenn es so offensichtlich wär, hätte der User wohl nicht gefragt! Das ist im Übrigen ein unpassendes Beispiel. Aber lassen wir das...

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