Fahrkosten zur Ausbildungsstätte?

8 Antworten

Was müssen denn deine Eltern für die Heimunterbringung zahlen ?

Dann sind sie ja leistungsfähig und behalten dafür sicher dein Kindergeld ein,oder bekommst du das zusätzlich zu deiner Netto Vergütung auch noch ?

Wie hoch sind denn die monatlichen Aufwendungen ( z.B. Fahrkosten ) wegen deiner Ausbildung und wie hoch ist deine Brutto Vergütung ?

Du solltest dann erst mal einen Antrag auf BAB - bei der Agentur für Arbeit stellen,es wird ja deine Erstausbildung sein,denn sonst wären dir deine Eltern in der Regel nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet,dieser wird dann sicher wegen dem hohen Einkommen deiner Eltern oder deiner eigenen Netto Vergütung abgelehnt.

Diese könnte aber beim Jobcenter verlangt werden wenn du da einen ALG - 2 Antrag stellen würdest.

Aber da du deinen Angaben nach keine Kosten für deine Heimunterbringung hast,außer deine monatlichen Fahrkosten,wirst du auch da nicht viel Anspruch haben,solltest du die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Bei 710 € Netto Vergütung hast du min. 800 € Brutto,nach § 11 b SGB - ll ( Freibeträge auf Erwerbseinkommen im ALG - 2 oder besser bekannt als Hartz - lV ) und darauf würden dir dann Freibeträge vom Brutto berechnet.

Die ersten 100 € ist der Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag,diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deiner Netto Vergütung abgezogen und das ergibt dann dein anrechenbares Erwerbseinkommen.

Dazu käme dann noch sonstiges Einkommen wie z.B. Kindergeld.

Bei 800 € Brutto hättest du also nach dem SGB - ll ( ALG - 2 ) 240 € an Freibeträgen,diese würden dann von deinen 710 € Netto theoretisch abgezogen,es blieben dann vorerst ca. 470 € an anrechenbarem Erwerbseinkommen.

Selbst wenn jetzt nicht noch sonstiges Einkommen wie Kindergeld dazu käme und dein anrechenbares Einkommen noch mal erhöhen würde,hättest du erst mal keinen Anspruch auf eine so genannte Aufstockung vom Jobcenter,wenn du fürs Heim keine Aufwendungen hast,denn nach dem SGB - ll steht dir für den Lebensunterhalt derzeit nur 409 € ( Regelleistung ) zu und du hättest ca.470 € pro Monat.

Du würdest also so schon ca. 60 € über dem liegen was dir zustehen würde,es könnte dann nur ein sehr geringer Anspruch bestehen wenn du hohe Aufwendungen wegen der Ausbildung hättest und nachweisen könntest.

In deinen 100 € Grundfreibetrag sind 30 € Versicherungspauschale und 15,33€ für Werbungskosten enthalten,diese 45,33 € kann man also schon mal abziehen,es blieben aber immer noch 54,67 € und dazu kämen die ca. 60 € die über der Regelleistung von 409 € liegen.

Erst wenn du mehr als 54,67 € + ca. 60 € = 114,67 € pro Monat für deine Aufwendungen wegen der Ausbildung aufwenden müsstest,könnte der übersteigende Betrag auf Nachweis geltend gemacht werden.

Es wird sich dann also sicher nicht lohnen einen ALG - 2 Antrag zu stellen.

Die Fahrtkosten kannst Du Dir durch die Steuererklärung zurück holen.

Zuhause > Ausbildungsbetrieb = Pendlerpauschale

Zuhause > Berufsschule = Dienstreisepauschale

Oder den Chef danach fragen, ob er sich an die Fahrtkosten beteiligt. Meistens nur in Form die für eine Fahrkarte für Bus und/oder Bahn bezahlt werden würde. 

Oder Du fährst nur mit dem Bus bzw. Bahn, da brauchst Du keine Versicherung/Steuern/Tanken zu bezahlen. Auto abmelden, solange Du die Ausbildung machst. Daher erst mal aufrechnen, was für Dich preiswerter ist. Bequemlichkeit muss man ausschließen, ansonsten musst die Vergütung ausreichen.

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Bei einem Netto von 710 Euro wurden keine Steuern gezahlt.

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Du kannst BAB beantragen, wenn deine Ausbildungsvergütung eine gewisse Summe nicht übersteigt. Ob das auch geht, wenn du zuhause wohnst, weiß ich nicht, musst mal den Online-Rechner benutzen.

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