Fahren unter BtmG und ohne Fahrerlaubnis - Wie hoch wird man bestraft?

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1 Antwort

Insgesamt hat Dein Bekannter bei den drei Taten zweimal gegen § 316 StGB sowie zweimal gegen § 21 Abs. 1 StVG verstoßen. Beide Straftaten sehen jeweils eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. Für alle Taten wird eine gemeinsame Gesamtstrafe gebildet.

Weitergehende Angaben kann man nur schlecht machen, da die genaue Höhe der Strafe von vielen Umständen abhängt, z.B. etwaigen Vorstrafen oder dem Verhalten vor Gericht.

Angesichts der Rückfallgeschwindigkeit und der offensichtlchen Missachtung für das Gesetz kommt hier meiner Meinung nach sogar eine kurze Freiheitsstrafe in Betracht, die allerdings zur Bewährung auszusetzen ist. Abgesehen davon dürfte für eine erhebliche Zeit die Fahrerlaubnis entzogen werden (bis zu 5 Jahre, § 69a StGB).

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Kommentar von aXXLJ
26.10.2016, 10:01

Die Formulierung "Rückfallgeschwindigkeit" dürfte in einem etwaigen Urteil m.E. kaum Aussicht auf Verwendung finden, weil "Rückfälligkeit" in punkto Drogenkonsum einen festgestellten, vor erneuter Tatbegehung dauerhaften Konsum  erfordert.
Bezogen auf die zweimalige Auffälligkeit von Fahren unter Drogeneinfluss ist demgemäß eher die Formulierung  "Wiederholungstat" wahrscheinlich.

Aber sonst - Daumen hoch für die sachliche Erläuterung.

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