Fahradfahrer

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10 Antworten

Hiho,

eins vorweg: Ich bin Alltagsradfahrer und LKW-Fahrer. Meine Antwort berücksichtigt daher beide Sichtweisen.

Zur Lichtfrage kann ich nur sagen: Diese Radfahrer sind sich oft zu bequem, das Licht einzuschalten - oder kümmern sich nicht um die Reparatur. Allerdings sieht man als Radfahrer generell noch länger ausreichend, als es in einem KFZ der Fall ist. Grund: Viele KFZ haben leicht getönte Scheiben und immer einen dünnen Schmutzfilm auf der Scheibe. Beides führt dazu, daß man schlechter sieht. Den wenigsten Radfahrern ist das jedoch bekannt, wie ich bei vielen Diskussionen mit anderen Radlern bemerken muß.

Was die Radwege betrifft: Nicht jeder Radweg ist benutzungspflichtig. Ein Radweg ist nur dann benutzungspflichtig, wenn dort eines der drei blauen Schilder aufgestellt wurde. Piktogramme auf dem Boden bedeuten nur, daß der Radweg als Alternative zur Fahrbahn benutzt werden darf. Beim Fußgängerschild mit dem Zusatzschild "Radfahrer frei" ist es auch so: Der Fußweg darf von Radfahrern genutzt werden. Dann aber zwangsläufig mit Schrittgeschwindigkeit oder notfalls schiebend, da Fußgänger dort grundsätzlich Vorrang haben. Verunfallt dort ein Fußgänger mit einem Radfahrer, so hat der Radfahrer ein erhebliches Problem am Hals. Und zu guter letzt: Wenn es lediglich eine rote Fläche gibt, dann ist dies KEIN Radweg. Die Farbe alleine macht noch keinen Radweg aus.

Selbst Radwege mit Benutzungspflicht müssen nicht immer benutzt werden. Viele Radwege sind nämlich nicht zumutbar, was man aus einem KFZ nicht leicht erkennen kann. Und solche Radwege müssen nicht benutzt werden (Quellen: StVO, VwV zur StVO, div. Gerichtsurteile, u.a. OLG Köln)

Generell gilt, daß das Radfahren auf der Fahrbahn deutlich sicherer ist, denn Radwege sind idR Todesfallen. Ein Radfahrer auf dem Radweg befindet sich außerhalb des Sichtbereichs der KFZ-Nutzer. Dadurch ergibt sich zwangsläufig die Gefahr eines Unfalls beim Abbiegevorgang eines KFZ. Fahrbahnbenutzende Radfahrer befinden sich jedoch im Sichtbereich des KFZ-Nutzers, wodurch viele Unfälle - auch tödliche - verhindert werden. Dazu noch die Info: Laut mehreren OLG-Urteilen gilt für KFZ ein Überholabstand von 1,5 bis 2,0 Metern zum Fahrrad und ein Sicherheitsabstand von 80 bis 100cm vom Fahrrad zum Fahrbahnrand.

Im Kölner Stadtanzeiger gibt es aktuell übrigens einen passenden Bericht zum Thema Radfahrer auf der Fahrbahn: http://www.ksta.de/bergisch-gladbach/radwege-die-pflicht-ist-vielfach-aufgehoben,15189226,17001728.html

Gruß, ArconDuke

Die nehmen sich das gleiche Recht heraus wie Fussgänger, die

  1. nebeneinander gehend die ganze Wegbreite (einschl. Radweg) ausnutzen

  2. Keine Anstalten machen, Platz für den Radfahrer freizugeben

  3. Pöbeln, wenn ein Radfahrer es auch nur wagt, die Glocke zu betätigen.

Wie man es ändern kann? Ganz einfach - mehr Rücksicht aufeinander nehmen, Toleranz zeigen und vor Allem die Verkehrsregeln / Verkehrsvorschriften einhalten. Das gilt für alle Verkehrsteilnehmer, zu denen ja bekanntlich auch die Radfahrer und Fussgänger gehören.

Was soll Deine Polemik, Radfahrer halten sich besser an Verkehrsregeln als Autofahrer. Beispiel, ich fahre mit meine Rad durch unsere Tempo30 mit Tempo 30 neben der Grundschule zum Schulbegin und werde von Autofahrern nicht nur überholt sondern auch angepöbelt (weil ich nicht auf dem Fußweg fahre). Das tun die anstatt auf die zwischen den Autos rumlaufenden Kinder zu achten. Es gibt Messungen in Tempo 30 Zonen, bei den 95% der Autofahrer zu schnell fahren, und Du regst Dich über ein paar harmlose Radfahrer auf die Fehler machen wie alle anderen auch? Ein Zahlenpärchen gefällig: durch Radfahrer getötete Fußgänger in 2010: 4 (vier), durch Autofahrer (ohne LKW) getötete Fußgänger in 2010: 289 => 72 mal soviele!

Zudem für Radfahrer gibt es zwei mögliche gültige Ampelregelungen eine davon mal eben über zwei Paragraphen verteilt. Es gibt viele Radwege, die benutzt werden müssen, die einfach in einem Fußweg übergehen, ohne nix. Radwege, die viel zu schmal sind, so dass nicht mal ein Fahrrad drauf passt, auf denen falschrum gefahren werden muß, falsche, fehlerhafte Informationspolititk, Polizisten und Verwaltungsbeamte, die die Gesetze nicht kennen und aktiv mißachten, etcpp. Dass Radfahrer bei so einem Gestrüpp meinen, warum sie nicht die einzigen sein wollen, die alles richtig machen, kann ich gut verstehen.

zu Deiner Nummer 2. Wenn Du das ändern willst, setze Dich für Radwege wie in Holland oder Dänemark ein, schaffe den Rotlichtzwang und die Radwegbenutzungspflicht für Radfahrer ab, erlaube Ihnen stets den gleichen Platz zu verbrauchen wie den Autofahrern, setze Dich selbst aufs Rad und geniesse die Elemente!

Ein Zahlenpärchen gefällig: durch Radfahrer getötete Fußgänger in 2010: 4 (vier), durch Autofahrer (ohne LKW) getötete Fußgänger in 2010: 289 => 72 mal soviele!

Hast Du noch mehr solcher "Vergleiche"?

Zwischen einem Fahrrad und einem KFZ besteht ja wohl ein Unterschied, das ergibt sich im Übrigen auch schon aus der Bauart. Dein "Vergleich" ist also für die Tonne...

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@Crack

wenn Du den Vergleich für die Tonne hältst, dann hoffe ich sehr, dass Du kein Auto fährst. Wer eine gefährliche Sache betreibt, muss sich der Verantwortung, die er hat bewusst sein und nicht rumheulen, die Bauart sei schuld!

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@Crack

Dein Vergleich hinkt weil es eben Bauart bedingt kaum möglich ist das ein Fahrradfahrer einen Fußgänger tötet.

Wer eine gefährliche Sache betreibt, muss sich der Verantwortung, die er hat bewusst sein und nicht rumheulen, die Bauart sei schuld!

Das habe ich nie bestritten, wo hast Du das denn gelesen?

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Ich fahre selber Fahrrad. Dein Vergleich kann so nicht gelten, zumal allein einwirkende Kräfte eines Rades und eines FZ ungleich stark sind und somit andere Ergebnisse bringt. Leider vergessen viele Radfahrer das eine Ampel mit grünen Männchen ein Füßgängerübergang ist (kein Radweg) und das die Kombination Fuß/Radweg erst ein Fußweg und dann ein Radweg ist.

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@vater1001

Vorab: ein simples Nebeneinanderstellen von Zahlen ist noch kein Vergleich. Es soll nur illustrieren, wo die echten Probleme liegen. Für einen sauberen Vergleich muss man die Zahlen halbwegs normieren, was längerer Diskussion bedarf.

Unabhängig davon gilt aber, erwachsene Verantwortung trägt man für Ergebnisse und weniger für das Verhalten, was man hereinsteckt. Das lernen meine Kinder gerade und Du und Crack solltet das auch lernen. Dann würdet Ihr begreifen, dass der Radfahrer, der vorsätzlich eine rote Ampel überfährt, weniger schlimm ist, als der Autofahrer, der beim Abbiegen nicht richtig schaut!

Im übrigen, nach der 2009er StVO gibt es keine besondere Rücksichtnahme auf Fußgänger auf der Kombination Rad/Fußweg (Zeichen 240) mehr. Das Ding heißt zudem gemeinsamer Geh- und Radweg und gegenseitige Rücksicht ist darauf problemlos machbar, sowohl zu Fuß als auch auf dem Rad.

Und ob eine Ampel mit grünem Männchen lediglich einen Fußgängerübergang regelt ist so einfach nicht gesagt. Es kommt darauf an, welche StVO man für gültig hält und wie die sonstige Situation ist.

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Und wie lautet deine Antwort dazu: 1. Mit welchem Recht erlauben sich viele Autofahrer auf Radwegen zu parken, beim Abbiegen nicht auf Fahrräder und Fußgänger zu achten, die geradeaus über die Straße wollen, nicht zu blinken obwohl geblinkt werden müsste, schneller als erlaubt zu fahren, im Überholverbot zu überholen, mit zu geringem Abstand zu fahren, rote Ampeln zu missachten usw. ... 2. Wie kann man das ändern?

Fazit: Jeder macht mal einen Fehler.

Betrachte andere Verkehrsteilnehmer nicht als Gegner sondern als Partner und vieles wird erträglicher.

Ja, jeder macht mal einen Fehler. Wobei hier sie Frage steht wer welche Fehler wie oft macht. Ändern? Die Gesetzgebung hat sich bei den Sanktionen für alle bereits geändert. Diese wird auch richtig, bei Kraftfahrern, umgesetzt. Bei Radfahrern habe ich das noch nicht erlebt.

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Manchmal parken Autos auf dem Radweg, oder es gehen Fußgänger nebeneinander, so daß der Radweg blockiert wird. Zum Thema Licht fällt mir im Moment nur ein, das der Dynamo eventuell defekt ist.

bei ca 90% ist der dynamo defekt obwohl ca 90% schon mit baterien fahren die man wechselt wenns dunkler wird also mal im ernst ..........................

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@BurnxD

Ich wollte doch nur darauf hinweisen, daß sich nicht nur die Radfahrer daneben benehmen. Das es viele tun steht fest, nur wie würde ein Autofahrer reagieren, wenn jemand sein Fahrrad auf der Straße abstellt?

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Sehr viele Fahrräder haben gar keinen Dynamo. Was die Fußgänger betrifft: Hund geht Gassi? Auf dem Radweg kommen sich Räder entgegen, obwohl auf beiden Straßenseiten Radwege sind? Radfahrer fährt auf Straße, überholt vor der roten Ampel KFZ rechts, fährt dann auf den Fußweg bei Rot über den Füßgängerüberweg?

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Die halten sich eben für Gutmenschen, weil sie die Umwelt nicht verpesten. Daher meinen sie, sie hätten Privilegien im Straßenverkehr.

Hei

das kannst du gar nicht ändern. Nimm es als gegeben hin. Ich schubse sie in Gedanken immer in den Graben. DAnn gehts mir besser : - )

Wie willst du das ändern? Dafür ist Polizei und Ordnungsamt zuständig. Melde die Stellen wo dies häufig passiert und die werden sich das anschauen nachdem sie ihren Kaffee getrunken haben (vielleicht auch etwas später).

Sie haben kein Recht dazu, sie machen es einfach. Wobei man mit Rennrädern die Straße benützen darf, auch wenn ein Radweg vorhanden ist. Alle anderen Macken sind einfach ärgerlich.

Wobei man mit Rennrädern die Straße benützen darf, auch wenn ein Radweg vorhanden ist.

Wo steht denn das? Jedenfalls nicht in der StVO...

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@Crack

prinzipiell darf jeder die Straße benutzen, auch wenn ein Radweg vorhanden ist. Nur wenn die Straße für Radfahrer explizit gesperrt ist, oder eine Kraftfahrtstraße oder eine Autobahn ist, ist es verboten.

Ich mein bevor man Sprüche macht, sollte man den Unterschied zwischen Fahrbahn und Straße kennen.

Ach ja und §68 StVO sollte man auch nicht vergessen ;-)

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@espressionant

Ach ja und §68 StVO sollte man auch nicht vergessen ;-)

kannst du schon Paragrafen richtig lesen??

denn in diesem, von dir genannten, Paragrafen steht genau drin was @Crack geschrieben hat

Ich mein bevor man Sprüche macht, sollte man den Unterschied zwischen Fahrbahn und Straße kennen.

ich mein, bevor man einen ausgesprochenen Experten Sprücheklopfer nennt sollte man sich selber an die Nase fassen

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@ginatilan

Danke Gina, ich mag diese Leute auch immer sehr die ihre eigenen Quellen nicht verstehen und dabei beratungsresistent sind... ;)

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@ginatilan

naja, Ich lese Cracks Post so, dass das gerade nicht in der StVO steht. Was in DE, wo die meisten hier ja auch herkommen, übrigens halbwegs korrekt ist. §68 StVO gibt es nur in AT und deswegen der Smily. Ein Insiderwitz, sorry dafür...

Auch Crack der Sprücheklopfer sollte den Unterschied zwischen Straße und Fahrbahn kennen, wenn er denn gern ein Experte sein möchte...

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@espressionant

Ich lese Cracks Post so, dass das gerade nicht in der StVO steht. Was in DE, wo die meisten hier ja auch herkommen, übrigens halbwegs korrekt ist.

Das ist nicht nur halbwegs korrekt sondern zu 100%. Wenn Du andere Informationen hast dann lasse ich mich gern belehren, aber bitte nachweisbar...

Auch Crack der Sprücheklopfer sollte den Unterschied zwischen Straße und Fahrbahn kennen, wenn er denn gern ein Experte sein möchte...

Ich kann leider nichts dafür wenn Gutefrage jedes Interessensgebiet als Expertenthema ausweist. Aber Du darfst mir, also dem Experten gern den Unterschied zwischen Straße und Fahrbahn erklären. Bin schon ganz gespannt...

Aber unterlasse bitte Begriffe wie Sprücheklopfer, denn ich habe eine klare Aussage getroffen und keine Sprüche geklopft. Du erwartest doch auch Respekt oder nicht?

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@Crack

Ganz unabhängig von der Diskussion hier, kann ich aber den Unterschied zwischen Straße und Fahrbahn erklären: Die Straße, das sind der Fußgängerweg, der Radweg, der evtl. Seiten- oder Parkstreifen und die Fahrbahn. Das komplettpaket also. Die Fahrbahn ist der Teil auf dem die Autos fahren. Die Definition müsste in der StVO zu finden sein, ich bin zu faul zu suchen, mir aber 100% sicher, dass das so stimmt. Aus der Diskussion halte ich mich raus, da ich 1. finde, die Frage ist keine wirklich Frage, sondern der Fragesteller will nur seinen Frust loswerden und 2. finde, wenn jeder sich mal an die eigene Nase packt und ein bißchen rücksichtsvoller und auch mal verzeihend mit seinen Mitmenschen umgeht, dann würde auch der Verkehr viel reibungsvoller fließen. Keiner ist frei von Fehlern, auch nicht der, der sich über die Fehler anderer aufregt.

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@vater1001

Das stimmt nur dann, wenn der Radweg durch ein rundes blaues Schild als solcher gekennzeichnet ist, was meistens nicht der fall ist. Dann kann der Radfahrer, ob mit Renn- oder Hollandrad wie jeder andere Fahrzeugführer auch, die Fahrbahn benutzen. Der Unterschied zum Autofahrer besteht darin, dass er, wenn er MÖCHTE, den Radweg benutzen DARF.

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@Crack

Die Straße ist ein landgebundes Verkehrsbauwerk (Wikipedia ;-) während die Fahrbahn der Teil der Straße ist, der zum Befahren dient. Der Radweg müsste korrekt eigentlich Radfahrbahn heissen.

Zum 100% korrekt: erstens Fahrbahn <=> Straße, zweitens Radweg ist nur mit Schild Pflicht und drittens gilt natürlich, dass mit einem Rennrad und seinen schmalen Reifen und seiner hohen Geschwindigkeit ein Radweg viel schnelelr unbenutzbar wird, als mit einem breitreifigen, gefederten und langsamen MTB.

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inden Radfahrer ENDLICH auch Nummernschilder bekommen, damit man diese Leute endlich anzeigen kann!!!

Genau, mich nerven jeden Morgen die Schulkinder auf ihren Rädern, wenn sie nebeneinander sogar den Fußweg mitnutzen. Ihr habt Vorstellungen! Hauptsache ich kann jemanden in die Pfanne hauen?

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Deswegen verhalten sich Autofahrer auch grundsätzlich vorbildlich. Sie haben ein Kennzeichen und man kann sie anzeigen. Und wenn sie dann tatsächlich mal ein Knöllchen bekommen, fragen sie hier, wie sie sich gegen diese unverschämte Abzocke wehren können.

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@user353737

fragen sie hier, wie sie sich gegen diese unverschämte Abzocke wehren können.

:)))

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