Fängt das Leben schon von der Geburt unfair an? Entweder ist man Stein Reich oder ein durchschnitts Mensch oder einfach nur arm?

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21 Antworten

Meiner Meinung nach ist der Wunsch nach Gerechtigkeit, oder einem Sinn im Leben lediglich eine Form menschlichen Wunschdenkens.

Einerseits scheint das Leben nicht fair, weil persönliche Erwartungen und Wunschträume häufig nicht erfüllt werden, selbst wenn man sich bemüht.

Während ein bösartiger Milliardär in hohem Alter friedlich stirbt, krepieren irgendwo Kinder unter Schmerzen an leicht zu behandelnden Krankheiten.

Das erscheint zutiefst ungerecht und so wünschen Menschen sich eine Form höherer Gerechtigkeit, die dann mit Himmel und Hölle belohnt bzw. bestraft.

Ob es diese Form der höheren Gerechtigkeit gibt, ist fraglich.

Ich sehe aber eine andere Form von Gerechtigkeit:

Alles ist vergänglich und jeder Mensch stirbt - egal wie lange, wie glücklich, oder unter welchen Umständen er gelebt hat.

Jemand mit guter Gesundheitsversorgung wird vielleicht 112 Jahre alt und jemand mit fehlender medizinischer Versorgung überlebt nicht mal die ersten Monate.

Aber letzten Endes sind sie alle tot.

Arm, reich, berühmt, unbekannt - das alles spielt dann keine Rolle mehr, denn ob man in einem Marmor-Sarkophag beigesetzt wird, oder am Straßenrand zu verwesen beginnt, macht keinen Unterschied.

An die Gewährung himmlischer Belohnung und die Verhängung höllischer Strafen kann man glauben, oder auch nicht.

Die Gerechtigkeit des Todes ist dagegen aus meiner Sicht absolut.

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TomahawkDonVito 21.11.2016, 14:08

Schön gesagt. Dass unsere unerschöpflichen Wünsche und Begierden uns unglücklich machen, ist eine elementare Erkenntnis für ein erfülltes Leben, hat schon Buddha erkannt. :) 

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Ob unfair oder nützlich ist auch eine Sache des Blickwinkels.

Als unfair wird es empfunden, wenn man auf diverse Nachteile schaut, für die man selbst nichts kann.

Betrachtet man so etwas aber aus der Sicht, daß die gegebenen äußeren Umstände um ein Menschenleben bereichert wurden, welches dank seiner Intelligenz die Möglichkeit hat, alleine oder gemeinsam mit anderen diese Umstände deutlich zu verbessern, so daß zukünftig Geborene in bessere Umstände hineingeboren werden, dann erscheint das alles nicht mehr als unfair, sondern als nützlich.

Der kritische Punkt ist also (mal abgesehen von Ausnahmen wie z. B. schwere Mißbildungen) lediglich, worauf der Fokus gerichtet ist.

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Ja das Leben ist unfair von Anfang bis zum Ende.

Ich z.b. hatte grosses Glück, ich bin in der Schweiz geboren, mir geht es also verhältnismässig sehr gut, ich hätte auch in Somalia geboren werden können dann würde es mir heute wohl weit schlechter gehen.

Das Leben ist und war immer Unfair und ungerecht, das einzige was man tun kann ist das so hinzunehmen und das beste aus dem zu machen was man hat.

Sich über diese Ungerechtigkeit zu beschweren ist reine Zeitverschwendung.

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Was bedeutet fair oder unfair? 

Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, liegt das an deinem subjektiven Eindruck, nicht daran, dass das Leben unfair ist. Ob du das Gefühl hast, ein Pechvogel zu sein, oder ein Glückskind, hängt einzig von deiner Einstellung ab. 

Du fragst “was brauche ich, um glücklich zu sein?“ und unterliegst schon durch die Frage allein einem Irrtum. Frage dich “welcher Mensch will ich sein?“ und dann sei dieser Mensch. Willst du ein zufriedener Mensch sein, dann lächle. Willst du respektiert werden, dann respektiere andere und dich selbst. 

Was hat Geld mit Fairness zu tun? 

Wozu fragt man überhaupt nach Fairness? 

Ich habe dir gegenüber einen klaren Vorteil: Ich bin mit mir zufrieden. Ich bin mit mir im Reinen. Ich bin nicht reich und ich bin nicht einmal gesund, doch das soll mich nicht einschränken. Ist das jetzt unfair?

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NewKemroy 21.11.2016, 13:07

Dich kann morgen ein betrunkener Autofaher zur Krüppelin fahren und dann würdest Du immernoch sagen: Pechvogel oder Glückskind sein, hängt alleine an der inneren Einstellung?

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Ja. Zum einen hat das ja schon viel damit zu tun, in welchem Land man geboren wird. In Europa geboren wurden zu sein ist ja schonmal wirklich Glück.

Aber auch innerhalb Deutschlands: In keinem anderen Industrieland ist der Bildungsstand und die damit verbundenen Karrierechancen so stark von der Herkunft abhängig. Über 60% aller Kinder, die in Hartz4-Familien geboren wurden, werden später selbst Hartz4 bekommen.... und das hat mit Sicherheit nichts mit Intelligenz zu tun.

Sicherlich hat man bis zu einem gewissen Grad sein Leben in der Hand, aber eben nicht vollständig oder es benötigt für den einen einfach viel mehr Anstrengung, um das Gleiche zu erreichen wie für jemand anderen, nur aufgrund der Herkunft.

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janfred1401 21.11.2016, 13:21

Die Eltern sollten Vorbilder sein. Das ist bei Hartz4 leider nicht so einfach, aber nicht unmöglich. Wer mit Hartz4 zuhause nur rumhängt und TV glotzt taugt absolut nicht als Vorbild, bzw. werden es die Kinder so nachmachen. Aber auch ein Hartz4 Empfänger kann sich sinnvoll beschäftigen und seinen Kindern vorleben, dass man niemals resignieren sollte und sich mit sinnvollen Sachen beschäftigt. Das kann z.B. auch Sport sein.

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claubro 21.11.2016, 13:48
@janfred1401

Jein, natürlich sollten Eltern Vorbild sein. Aber wenn nicht? Sollte es dennoch möglich sein, begabten Kindern Möglichkeiten zu bieten.

Und schonmal geschaut, wieviel Geld Hartz4 - Empfänger für Schul- und Lehrmaterial bekommen? Das reicht für nix....an Sportverein, Nachhilfeunterrricht oder ähnliches ist nicht zu denken. Wie soll man ohne Geld sein Kind fördern? Jaa besonders umsichtige Eltern tun dass, aber leider sind nicht alle Eltern so.... dafür können aber die Kinder nix.... und damit ist ihr Schicksal ein Stück weit vorbestimmt

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Das Leben ist nicht unfair. Ob man reich geboren wird, oder in armen Verhältnissen leben muss, ist meiner Ansicht nach die Folge von früheren Ereignissen. Kausalität = Karmalehre. 

Wer (in früheren Leben) schlechtes tut, wird (in zukünftigen) schlechtes ernten. 

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Ja, das Leben ist unfair. Manche werden als Regenwurm geboren, andere als Zirkuspferd. Wieder andere als Tochter eines kanadischen Baumfällers oder mitten im Bombenhagel in Allepo. Andere als Sohn einer Baden-Württembergischen Mittelstandsfamilie. Andere wieder als Tentakelmonster auf dem Saturn Mond Titan. Und ganz andere wiederum, die werden gar nicht geboren. Das ist dann wirklich unfair.

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Jeder Mensch hat die gleiche Chance im Leben, nämlich zu leben und glücklich und zufrieden zu sein. Dazu muss man nicht steinreich sein. Im Gegenteil bei denen, die steinreich sind, ist die Chance zufrieden zu sein oft weniger gegeben, als bei denen, die mit weniger auskommen können oder müssen. Es ist eine Frage der persönlichen Einstellung, wie man sein Leben sieht und meistert.

Aber etwas gehört immer dazu, nämlich dass man sich bemüht eine gute Schulbildung zu bekommen. Insofern hast Du ja noch etwas Arbeit vor Dir und kannst an der Verbesserung Deiner Grammatik arbeiten. Und das ist durchaus fair, dass Du die Chance dazu hast.  :-)

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Unfair?

Fairness ist kein Grundprizip des Universums. Das Universum ist vollkommen gleichgültig.

Zudem ist eigentlich jegliche Diskussion um genau diesen Punkt komplett überflüssig, denn wie willst Du das ändern?

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Das einzige unfaire ist, dass Eltern einen mit solch schlechten Konditionen in die Welt setzen. Da weißt du schon, bei wem du dich bedanken kannst. Alles weitere ist aber dir überlassen.

Du kannst schreiben und rechnen lernen, damit du z.B. bei GuteFrage.net halbwegs verständlich rüberkommst.

Du kannst Leute betrügen oder dein Geld ehrlich verdienen.

Du kannst mit deinen Lebens- und Familienplanungen dann anfangen, wenn es auch was zu verplanen gibt.

Aber sich in eine Ecke zu verkriechen und über die Ungerechtigkeit des Lebens zu schmollen: Geht gar nicht!

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Ja, das Leben ist wirklich unfair. Es ist so unfair, dass du hier in Deutschland auch wenn du nichts hast und nichts tust, automatisch zu reichsten 20% der Weltbevölkerung gehörst. Denk mal an die übrigen 80%.

Um ehrlich zu sein, spricht aus deiner Frage der Neid.

Natürlich wird es immer einen geben, der mehr hat, der besser aussieht, der sich besser kleiden kann oder sonst was.

Aber kommt es darauf im Leben an?

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Oh nein! Wenn man arm aufgewachsen ist, kann man sich trotzdem bezüglich Bildung zusammen reißen und was richtig tolles werden. Ganz im Gegenteil, die Reichen sind oft verwöhnt und schaffen gar nichts ( das hab ich oft erlebt)

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FrauFanta 21.11.2016, 12:38

Als ich komme auch aus einer extrem sozialschwachen Familie und bin im " sozialen Brennpunkt" aufgewachsen. Trotzdem habe ich studiert und jetzt eine wirklich attraktiv Wohnung in gepflegter Gegend. Arbeitslos war ich nie.

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janfred1401 21.11.2016, 13:14
@FrauFanta

dito. mit 4 Geschwistern ziemlich arm aufgewachsen. Hab ein Haus und eine EtW. Arbeitslos war ich nie. Meine Geschwister kommen auch sehr gut zurecht. Eine Hochschule oder Uni habe ich aber auch nie von innen gesehen :-)

Das ich mein Leben unfair finde, trifft nicht zu, vielleicht bei meinem jüngeren Bruder. Der musste meine Hosen auftragen.

Jetzt läuft er nur im feinen Anzug rum : -)

Auch heute gilt noch - besonders in Deutschland - jeder ist seines Glückes Schmied. In USA sieht das wieder anders aus. Dort kostet Bildung richtig Geld. Aber es braucht sich ja keiner an USA orientieren.

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claubro 21.11.2016, 13:50
@FrauFanta

Es sagt ja auch niemand, dass es gar nicht geht. Aber es ist wesentlich schwerer - und du bist eine Ausnahme bzw. wann war das denn?
Es geht in der Frage darum, ob das Leben von Geburt an ungerecht ist. Und wenn man die Studie betrachtet, muss man die Frage klar mit ja beantworten. Es ist nicht unmöglich, aber es ist ungerecht.

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TomahawkDonVito 21.11.2016, 14:15
@FrauFanta

Wenn die Reichen verwöhnt und faul wären, wie erklärst du dir dann, dass selbst die Reichsten der Reichen trotz ihres gigantischen Vermögens stets weiter daran arbeiten ihren Wohlstand zu vermehren, anstatt sich auf den Bahamas ein ruhiges Leben zu machen? Der Mensch ist dafür geschaffen zu arbeiten. Vielleicht sind nicht alle fleißigen Menschen reich, aber alle reichen Menschen mussten sich mit Sicherheit dafür anstrengen und enorme Risiken eingehen. (Erben und Lottogewinner ausgenommen) 

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Dxmklvw 22.11.2016, 20:15
@TomahawkDonVito

"aber alle reichen Menschen mussten sich mit Sicherheit dafür anstrengen und enorme Risiken eingehen"

Dies klingt nach meinem Geschmack etwas zu sehr pauschalisiert positiv.

In vielen Fällen ist es zwar so, daß Menschen durch faire Arbeitsleistung und faire Risikobereitschaft reich geworden sind.

Jedoch gibt es auch viele andere, deren harte Arbeit darin bestand, knallhart betrügend oder knallhart ausbeutend reich wurden und dabei große Risikobereitschaft zeigten, erwischt zu werden, bevor die Beute im Trockenen ist.

Umgekehrt halte ich auch bei armen Menschen eine Pauschalisierung für fehl angebracht, denn auch unter diesen gibt es solche, die auf faire Weise durchs Leben gehen und andere, die hart arbeiten, einen Tunnel zu einer Bankfiliale zu graben usw.

Deshalb mache ich bei solchen Diskussionen die Dinge lieber an der Sichtweise und dem Charakter Betroffener fest.

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Natürlich.

Das Leben ist absolut unfair. Schon immer gewesen und wird es immer sein.

Um sich über diesen Umstand hinwegzutrösten haben geistig schwache Menschen verschiedenste Götter erfunden, welche diese Ungerechtigkeit nach dem Tod ausgleichen sollen,

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Jup. So ist es!

Aber es hat ja niemand gesagt,  dass das Leben fair ist, oder?

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Das ganze Leben ist unfair. Manche Menschen haben viel Glück, andere nicht. Es gibt aber keinen Menschen, der immer nur Unglück erleidet und niemanden, der immer nur Glück hat.

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Hm, jeder kann sich schon vor der Geburt nichts selbst aussuchen. Genauso wie viele Jahre dannach....Selbst ist der Mann, die Frau wenn sie erwachsen werden!

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Du wirst geboren und bekommst von der ersten Sekunde an Lebenslänglich. Und damit nicht genug, noch die Todesstrafe obendrauf.

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Fair? 

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du kannst doch was aus deinem Leben machen, das hat jeder selbst in der Hand

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Jeder hat sein eigenes Leben in der Hand.

(zumindest in Europa )

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