Fällungsreaktion Ionentausch wie geht das genau?

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2 Antworten

Wenn man zwei Salze auflöst (z.B. NaCl und KI) kann man nicht mehr unterscheiden, ob nun NaCl und KI oder NaI und KCl vorliegen, da die Salze in Wasser dissoziieren und die Ionen somit getrennt von einander vorliegen. In gewissem Sinne liegt also beides vor und gleichzeitig keins von beidem.

Erst wenn man ein schwer lösliches Salz hat (z.B. ich habe eine NaCl-Lösung und gebe AgNO3 hinzu), dann fällt dieses Salz (AgCl) als Feststoff aus. Damit liegt dann wirklich AgCl vor (als Feststoff am Boden des Reagenzglases), während in Lösung Na+ Ionen und NO3- Ionen 'rumschwimmen'

In deinem Beispiel sind Bleinitrat, Zinkchlorid und Zinknitrat gut löslich, Bleichlorid dagegen eher mäßig bis schlecht. Dir wird also bei höher konzentrierten Lösungen einiges an Bleichlorid ausfallen (Stichwort Löslichkeitsprodukt), während Zinkionen und Nitrationen in Lösung bleiben. (Ein paar Blei- und Chlordionen werden auch noch in Lösung vorliegen, da Bleichlorid nicht sooooo schlecht löslich ist.)

JackFou 21.10.2012, 13:18

Chlorationen kann man z.B. als Kaliumchlorat fällen, Sulfationen als Barium- (achtung, giftig) oder Strontiumsulfat, Iodidionen als Silber- oder Quecksilber-(achtung, giftig)-iodid. Schwer lösliche Acetatsalze hab ich grad nicht im Kopf.

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"Bleinitrat reagiert ja so viel ich weiß mit Zinkchlorid zu Zinknitrat mit Bleichlorid und so weiter."

Hier geht es um das Thema "Löslichkeitsprodukt". Du hast beim Mischen zunächst Zink-, Blei-und Chloridionen. Da Bleichlorid ein kleines Löslichkeitsprodukt hat (da musst Du in Tabellen zu Löslichkeitsprodukten nachschauen), fällt die Verbindung Blei(II)-chlorid aus. Zinknitrat wird nicht gebildet. Alle Nitrate sind gut lösliche Verbindungen, so dass in der Lösung Zink- und Nitrationen verbleiben, sich also kein Zinknitrat bildet.

Hast Du Dich oben nicht verschrieben? Natürlich gibt es auch Chlorate, aber ich glaube, dass Du Chloride gemeint hast. Entsprechend muss es Iodid heißen.

Du brauchst also eine Tabelle mit Löslichkeitsprodukten, und da schlägst Du nach, ob eine bestimmte Ionenkombination zu einer schwer löslichen Verbindung führt.

Übrigens: Acetate, die im Chemieunterricht an der Schule eine Rolle spielen, sind alle gut löslich

zanderbeute 21.10.2012, 11:50

Habe chlorate gemeint.

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zanderbeute 21.10.2012, 11:50

Habe chlorate gemeint.

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