Fällt Euch englisch mit der Dauer auch immer schwerer?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

WEnn man Englisch lernt, kann man längere Zeit glauben, dass es eine leichte Sprache ist. Das ist aber ein Irrtum. Englisch auf sehr, sehr  gutem Touristenniveau ist relativ einfach, wenn man es aber auf nahezu Native Speaker Niveau schaffen will, geht das eigentlich nur noch im Lande selbst. Englisch ist eine idiomatische Sprache.  Und die vielen Idioms kann man nicht wie Vokabeln lernen. Leider.  Klar, kann man die Idioms auch mit anderen Worten umschreiben, aber daran erkennen Briten leider immer den Non Native Speaker, auch wenn er keine Grammatikfehler macht und sie ihn perfekt verstehen. Seufz.

ich schaue auch oft Filme im Orignal - gerade gestern noch: "Pride and Prejudice" - und ja, ich finde es mit der Zeit auch anstrengend. Obwohl die Handelnden ja alle allerbestes Englisch sprechen, sie gehören ja der besseren Gesellschaft an. Wenn man sich aber von der Anstrengung nicht stören lässt, wird es dann plötzlich auch wieder einfacher. Weil man sich eingehört hat.
Einer meiner Lieblingsfilme ist "The Priest", ein ganz toller, sehr bewegender Film, den es aber auf DVD nicht gibt. Leider.  Vielleicht gibt es ihn nur mit der englischen Tonspur, aber dieser Film spielt im Arbeitermilieu von Manchester und das  traute ich mir nicht zu zu verstehen.

Da ich Alan Rickman über alles liebte (Schluchz) habe ich mir ein Hörbuch gekauft, wo er den Erzähler spricht und alle Rollen. Wenn er erzählt mit seinem Theaterenglisch und mit seiner wundervollen Stimme verstehe ich alles. Aber irgendwann spielt das STück auch bei Bauern oder Torfstechern in Yorkshire. Und Alan Rickman spricht diese Leutein ihrem Dialekt. Wegen mir könnte der auch Chinesisch reden, ich verstehe kaum etwas. Und bin darüber - Alan hin oder her - auch nie über die erste DVD hinausgekommen.

Und ich habe eine Londoner Freundin, die für meine Wahrnehmung ein sehr schräges Cockney spricht. Ein Fall für Henry Higgins. Und zudem redet sie auch noch rasend schnell. Es ist dann schon ermüdend für sie, wenn ich ständig sage: "what did you say?" Ich sage es dann nicht, nicke und tu so , als ob ich alles verstehe, aber ich fürchte, das ist ein Irrtum.

Bei Akzenten, die ich gut verstehe, wandel ich nicht ins Deutsche um. Wenn ich hingegen Probleme bekomme, tu ich das. Immer dann, wenn jemand Dialekt redet. Oder im Donald Duck Englisch vieler Amerikaner.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

habt ihr Tipps, wie man das ändern kann?

Nein. Ich bin nämlich der Meinung, dass es ein spezifisches Problem vom englisch-lernen ist. Bis ein gewisses Niveau der Sprachkenntnisse (Etwas über dem Touristen-Englisch) ist Englisch einfacher zu lernen als französisch oder italienisch, aber beim Weiterlernen erscheint auf einmal eine Art ,,Schallmauer" welche das Weiterlernen extrem ausbremst. Es gibt dann so Feinheiten wie should\\\\ would; everything \\\\ anything; freedom \\\\ Liberty und ähnliche Schwierigkeiten mit Wörtern, welche ähnlich, aber nicht gleich sind und darüber hinaus noch grammatikalische Spezialitäten, welche schwer durchschaubar sind.

Deine Frage bezieht sich aber auf das Verstehen von englischen Texten im Film. Abgesehen von syntaktischen Schwierigkeiten kommt noch dazu, dass die wenigsten (britisch und US-Amerikanisch) Englisch Sprechenden eine saubere Aussprache haben und deshalb schwer zu folgen sind. In einem Gespräch kannst Du nachfragen; beim Film ist das schwierig.

Obwohl ich selbst einigermaßen gut englisch kenne und in den USA sogar Unterricht erteilt habe, gebe ich zu, die größten Verständigungs-Schwierigkeiten beim englischen Film ohne Untertitel zu haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

irgendwann musst du nicht mehr "übersetzen" sondern erstehst einfach. So ist es bei mir. Wenn ich mich eingehört habe geht der Rest von selbst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn man sich erst einmal an den Sprecher gewöhnt hat, gehts leicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?