Fähikeit/Unfähigkeit

8 Antworten

Von der staatlichen Seite gibt es den Begriff "Berufsunfähigkeit" nicht mehr. Anders bei der privaten Versicherung: hier bist du berufsunfähig, wenn du deinen Beruf zu 50% nicht mehr ausüben kannst. Allerdings solltest beim Abschluss einer solchen Versicherung darauf achten, dass die sog. Verweisungsklausel eng begrenzt ist.

Die Standarddefinition ist zumeist prinzipiell gleich:

"zu mindestens 50% außer Stande den zuletzt ausgeübten Beruf weiter auszüben, aufgrund von Krankheit, Unfall oder mehr als altersbedingtem Kräfteverfall"

Es gibt von Gesellschaft zu Gesellschaft geringfügige Abweichungen in allen Bereichen, die aber letztendlich entscheidend sein können:

  • Prozentsatz zur Anerkennung der BU.
  • Beitrag
  • maximale Höhe der Rente
  • Gesundheitsfragen
  • Verweisbarkeit (konkrete und astrakte)
  • Nachversicherungsgarantie

Daher sollte man eine derartige Versicherung, die extrem beratungsintensiv und existenzsichernd ist, nur unter Zuhilfenahme eines Versicherungsmaklers oder -beraters abschließen.

Hey EnderToralf,

die private BU-Rente ist ein Schutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Berufsunfähigkeit und wird in der Regel geleistet, falls der ausgeübte Beruf zu mindestens 50% nicht mehr ausgeübt werden kann!

Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens 6 Monate außerstande ist, seinen zuletzt vor Eintritt des Versicherungsfalls ausgeübten Beruf auszuüben und er auch keine andere Tätigkeit ausübt, die seiner bisherigen Lebensstellung vor Eintritt des Versicherungsfalls entspricht.

Im Gegensatz dazu gibt es noch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente für alle gesetzlich Versicherten (sofern die Voraussetzungen erfüllt sind), welche nach dem 1.1.1961 geboren sind. Hierbei richtet sich die Leistung ausschließlich nach dem Restleistungsverögen (RLV) des Versicherten:

Diese Rente soll den Verdienst weitestgehend (?) ersetzen, wenn du auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf nicht absehbare Zeit weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Beträgt das RLV noch zwischen 3 und unter 6 Stdn. täglicher Arbeit, dann wird nur die halbe Erwerbsminderungsrente fällig!

Beträgt dagegen das RLV 6 Stdn. und mehr an täglicher Arbeit, dann geht derjenige Versicherte in der gesetzlichen EM-Rente leer aus!

Deshalb ist unter aneren vielen Gründen ein privater BU-Versicherungsschutz unabdingbar!

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

Hallo, das meiste in deiner Antwort ist richtig. Wo Du allerdings total daneben liegst ist die Erwerbsminderungsrente. Diese steht jedem zu der seine Vorraussetzungen erfüllt hat, sprich in den letzten zwei Jahren Beiträge bezahlt hat oder seine Wartezeiten erfüllt hat (z.B. Schwangerschaft, Kindererziehungszeiten u.s.w.).

Vielleich hast du dich auch nur unglücklich ausgedrückt und meintest statt der Erwerbsminderung die gesetzliche BU ? Diese gilt in der Tat nicht mehr für nach 1961 geborene.

Die Beschreibung des RLV ist richtig. Aber um es einfach auszudrücken und für jeden verständlich zu machen-

Berufsunfähig ist man, wenn man seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit (hierzu giebt es unterschiedliche Interpretationen in den Verträgen der Versicherer) nicht mehr ausüben kann. Unabhängig davon, ob man noch etwas anderes arbeiten könnte.

Erwerbsminderung (voll oder halb) ist man, wenn mann ausserstande ist, überhaupt eine gewerbliche Tätigkeit auszuüben.

Doch vorsicht, wer glaubt, dass eine Erwerbsminderung automatisch Einfluss auf die private Berufsunfähigkeit hat irrt gewaltig, denn die Versicherer haben ihr eigenes Prüfungsverfahren und so manchen Versicherungsnehmer geht trotz voller Erwerbsminderung bei seiner privaten BU leer aus.

Gruß, versicherungsgeschaedigter

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@deepsea
Diese steht jedem zu der seine Vorraussetzungen erfüllt hat, sprich in den letzten zwei Jahren Beiträge bezahlt hat oder seine Wartezeiten erfüllt hat...   

Hallo, da muß ich dir voll zustimmen! Natürlich bekommen alle diejenigen, welche die Voraussetzungen erfüllen, diese gesetzliche Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) und für vor 1961 geborene noch die alte gesetzl. BU-Rente! Ich wollte nur die verschärften Bedingungen aufzeigen für die nach dem 1.1.1961 geborenen.. den Rest hab' ich einfach unterschlagen :-(( !

Wo ich dir nicht zustimme, dies sind die Voraussetzungen für den Erhalt dieser gesetzlichen EM-Rente aus aktuellem Anlass:

In den letzten 5 Jahren mind. 36 Pflichtbeiträge einbezahlt hat und die kleine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt!

...sprich in den letzten zwei Jahren Beiträge bezahlt hat oder seine Wartezeiten erfüllt hat... 

Dieser Satz ist leider falsch, siehe hierzu den Link hier von der DRB (Deutsche Rentenversicherung Bund): http://www.deutsche-rentenversicherung.de/sid_6A4B97E88D1C82969AF9F4F06B51B787.cae04/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/01_allgemeines/03_rentenarten_und_leistungen/08_erwerbsminderungsrente_node.html

wie z.B. hier: ** In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen** für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen (besondere versicherungsrechtliche Voraussetzung). Sie müssen mindestens fünf Jahre versichert sein (so genannte Wartezeit).

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