Fachwort für die Eigenschaft des Universums sich selbst zu verstehen

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Also Evolution mit Kosmologie zu verbinden, ist nicht unbedingt eine vernünftige Sache. Wenn wir von den rund 40.000.000.000.000.000.000.000 geschätzten Sternen im sichtbaren Universum ausgehen, welche Wahrscheinlichkeit brauchen wir da, dass irgendwo Leben entstehen kann, dass es dann auch entsteht und gar noch intelligent ist? Auf die einzelnen Faktoren verteilt muss die Wahrscheinlichkeit nicht hoch sein. Und es macht auch keinen Sinn zu sagen, dass Universum sei nur so groß, dass wir fast alles davon noch sehen können. Vielmehr wird es wohl noch wesentlich mehr Sterne geben als wir sehen, vermutlich so viel mehr, dass ich noch etliche Nullen an meine Zahl oben anhängen könnte.

Und nun zu behaupten, das Universum würde sich verstehen, ist, gelinde gesagt, absoluter Quark, wie apennyfor schon sagte. Wir entstanden einst aus Aminosäuren, die ein wenig brodelten und dann erste einfache Bakterien hervorbrachten. Durch rein zufällig passable Faktoren konnte dann höheres Leben entstehen. Von diesem höheren Leben ausgehend war es dann kein so wirklich weiter Schritt mehr, dass sich eine dominante Lebensform herauskristallisiert. Da könnte ich jetzt sogar schon mit dem Darwinismus argumentieren.

Aber trotzdem hat das Ganze rein gar nix mit Verstand zu tun. Wenn Du das glaubst, dann kannst Du auch schon fast an Intelligent Design glauben. Nur weil wir denken, ein Ich-Empfinden haben, muss das Universum nicht auch eines haben. Somit stellen wir uns ja sogar schon wieder auf einem sehr zentrisches Weltbild, nämlich dass wir Menschen aus einer Kauslitätsketter heraus einfach entstehen mussten.

Und auch wenn Einstein sagte, der Alte würfele nicht: Das Universum würfelt doch. Das wir dabei herauskamen ist Zufall - also fällt wohl eher in die Chaostheorie als in eine Verbindung aus Kosmologie und Evolutionstheorie. Mittlerweile wissen wir sehr genau, dass Universum nur durch sehr feinfühlig abgestimmte Naturkonstanten, vorneweg wohl die Gravitationskonstante, entstehen konnte. Und genauso, wie es reiner Zufall war, dass daraus unser Universum entstand, war es Zufall, dass wir entstanden.

Vielleicht gab es vor unserem Universum noch viele andere Universen - mit falschen Naturkonstanten. Die existierten dann gar nicht wirklich oder nur für kurze Zeit. Wenn wir diverse Multiversen-Theorien einbeziehen, die im wissenschaftlichen Rahmen mittlerweile ein hohes Ansehen genießen, dann ist Zufälligkeit alles andere als abwegig. So gibt es viele Universen, unendlich viele. Einige sind ganz verkorkst und gehen kaputt bevor sie überhaupt richtig entstehen können - und andere ähneln unseren sehr. Wenn ich nun soweit gehe und sage, es kann sogar unendlich viele Universen geben, dann gibt es der mathematischen Wahrscheinlichkeit nach sogar unendlich viele Universen, die exakt unserem Universum gleichen. Es gibt unendlich viele Erden und unendlich viele Individuen, die exakt uns gleichen. Und natürlich gibt es dann auch unendlich viele höhe Lebewesen, die uns fast gar nicht gleichen.

Man kann hier mit vielen Theorien ansetzen, aber ich würde nie auf die Idee kommen, mit einer Theorie dort anzusetzen, die ein denkendes Universum, eine Art unpersonifizierten, jedoch materiellen Gott in Form des gesamten Systems, voraussetzt.

Dobbediedob 26.01.2013, 22:07

Du hast meine Frage falsch verstanden. scroll mal nach ganz unten, da hab ich das schon klargestellt.

Soweit ich weiß, gibt es in der Natur keine physischen Unendlichkeiten.

Zahlen sind natürlich etwas unendliches, jedoch nur ein Konstrukt unserer Gedanken.

1

Das Wort, dass Du meinst, kenne ich nicht. Allerdings gibt es dafür einen Begriff, der allerdings doch wieder etwas mit Religion zu tun hat. Aber letztendlich sollten sich wirkliche Religion und Wissenschaft irgendwo treffen. Nicht ohne Grund waren oder wurden fast alle bedeutenden Wissenschaftler im Laufe ihrer Arbeit spirituell. Ich unterscheide strikt zwischen religiös und spirituell, was nicht das Gleiche bedeuten muss und die Art ihrer Gläubigkeit unterschied sich sicherlich von den herkömmlichen Religiosität. Einstein machte dies klar, indem er gegen Ende seines Lebens aus seiner Religion austrat. Auch Isaak Newton wandte sich nach seiner aufsehenerregenden wissenschaftlichen Arbeit wieder religiösen Themen zu. Männer wie Descartes dürfen wir hierbei nicht aufführen, da diese herzlich wenig Ahnung von den wirklichen Zusammenhängen, insbesondere im unsichtbaren Bereich, wie den Gefühlen hatten. war er doch überzeugt, dass Tiere keine Schmerzen empfinden würden und ihr Schreien mit dem Quietschen einer ungeölten Türangel gleich setzte.

Und die spirituelle Ansicht muss sich von eine wissenschaftlichen Theorie nicht unterscheiden. Es gab in Ägypten eine Lehre, die von dem absoluten Ursprung Ra ausging. (Nicht zu verwechseln mit dem späteren Sonnengott. Die Namen wurden vielfältig benutzt, weshalb es gerne zu Verwechslungen kommen kann.) Dieser oder dieses Ra, der unsichtbare ständig ruhende Pol, schuf - obwohl schuf nicht ganz richtig ist, da dies eine zeitliche Abfolge beinhaltet, was nicht der Fall ist - um sich zu erleben, sein sichtbares Gegenstück. Der Name dafür fällt mir ad hoc nicht ein und konnte ich auch nicht ergooglen. Nennen wir es Bah, obwohl Bah zwar Ausdruck für etwas Sichtbares war, aber nicht das Sichtbare allgemein.

Die Verbindung zwischen Ra und Bah war das Ka, was gerne als Seele bezeichnet wird. Besser wäre die Lebenskraft, oder Lebensenergie. Wir finden diese Ansicht auch in der Dreifaltigkeitslehre wieder, in der sich Gott in Vater - Heiliger Geist und Sohn entfaltet. In dieser Lehre hat sich also Gott selbst inkarniert. Es sind also keine Einzelpersonen.

Es wäre zu umfangreich um dies zu erläutern, deshalb nur kurz: Ich glaube an ein intelligentes Universum. Zu viele Dinge sind nur mit einer Intelligenz erklärbar. Evolution ist lediglich eine Entwicklung innerhalb einer Art. Schon die vielfältige Kommunikation zwischen Blüten und Bienen erfordert hohe Intelligenz und ist durch Zufall gar nicht machbar. Oder selbst der Melkvorgang zwischen Ameise und Blattlaus. Wer sich damit genauer auskennt wird dies bestätigen. Und so ist für mich das Unsichtbare, das sich durch das Sichtbar erfahrbar macht und durch die Lebensenergie verbunden ist und das Sichtbare mit Lebensenergie erfüllt, meine Lebensanschauung und widerspricht meinen wissenschaftlichen Kenntnissen in keiner Weise.

Dobbediedob 27.01.2013, 16:54

Vielen Dank für die Mühe, die Sie sich gemacht haben. Aber hier ist nicht der richtige Platz die Evolution anzuzweifeln und pro- und contra - Argumente auszudiskutieren. Ich möchte darauf auch gar nicht näher eingehen, es sei nur soviel gesagt:

Ich bin Biologiestudent im 7 Semester und wenn ich Aussagen wie: "Schon die vielfältige Kommunikation zwischen Blüten und Bienen erfordert hohe Intelligenz und ist durch Zufall gar nicht machbar." höre, wird mir klar, dass Sie das Thema Evolution nicht endgültig durchdrungen haben.

Das ist überhaupt nicht schlimm, und wenn Ihnen Ihre Version der "Wirklichkeit" besser gefällt, sollte Sie keiner davon abringen in diesen Mustern zu denken. Würden alle gleich denken, wäre das sogar schlecht für die Gemenischaft. Die Geschichte der Evolution zeigt uns, dass Vielfalt (in allen Ebenen des Lebens, auch in der Meinungsbildung) der Schlüssel zum Reichtum ist und Monokulturen zum Scheitern verurteilt sind. Deshalb ist es auch wichtig Gegner einer Theorie (wie Sie) zu haben, denn NUR wenn es Kritiker einer Theorie gibt, kann sie falsifiziert werden. Und um so öfter Gegner einer Theorie daran scheitern sie zu widerlegen, desto sicherer kann angenommen werden, dass sie uns ein Stück der Wahrheit erblicken lässt, bzw. uns eine gute Idee/Ahnung der Realität gibt. So funktioniert Wissenschaft.

In diesem Sinne nochmals vielen Dank für Ihren Beitrag :)

2
Enki40 27.01.2013, 18:47
@Dobbediedob

Danke für diese schöne Antwort. Genauso sollten wir alle denken. Allerdings ist Dir ein Verständnisfehler unterlaufen. Ich zweifle die Evolution keineswegs an. Ich sehe sie lediglich als Folge. Aber das war nicht das Thema der Frage. Ich sehe die Evolution als wichtigen Bestandteil der Schöpfung.

0

Bewusstsein geht nicht zwangsläufig mit dem Verständnis der Existenz einher, wennauch Bewusstsein die Voraussetzung dafür ist, sich diese Preisfrage der Menscheitsgeschichte überhaupt stellen zu können, und das ist wahrlich keine leicht Aufgabe.

Ich wüsste auch nicht, dass das jemals determiniert wurde. Ich weiß nur, dass es da so viele , mehr oder weniger clevere, Ansätze bekannt sind, wie Zeitepochen und Kulturen.

Hervorragend finde ich lediglich das Konzept des 'Brahman' im Sanskrit des Hinduismus und des des 'verallgemeinerten Gravitationsfeldes' in Albert Einsteins verallgemeinerten Gravitationstheorie, wobei ich bei beiden Konzepten eine fast hundertprozentige Kongruenz sehe, was weiter nicht verwunderlich ist, da Albert's Bestreben immer war. die moderne Physik völlig der östlichen Mystik anzugleichen.

'Brahman' s. Wikipedia

'verallgemeinerte Gravitationstheorie' siehe hier auf Seite 109, und was für ein Glück für uns, dass es auf Deutsch geschrieben wurde, denn so können wenigstens wir sicher sein, dass es sich auf garkeinen Fall um Üersetzungsfehler handeln kann ;)

http://www.ideayayinevi.com/metinler/relativitetstheorie/oggk04.htm

Wenn dem einen oder anderen Kosmologen das zu allgemein und wenig ist, so findet man noch jede Menge dazu, irgendwo in seinen handschriftlich verfassten Überlieferungen.

Viel Spaß.

Ok Leute, mir ist das Wort durch Zufal wieder untergekommen. Es nennt sich anthropisch bzw. Das anthropische Prinzip. Ich zitiere:

Als anthropisch werden diejenigen Eigenschaften von Kosmos und Naturgesetzen bezeichnet, die es ermöglicht haben, mit dem Menschen eine Lebensform hervorzubringen, die eben diese kosmischen Eigenschaften und Bedingungen erkennen kann. Das Adjektiv anthropisch beschreibt also die Fähigkeit des Kosmos, sich im und durch den Menschen selbst zu erkennen

http://de.wiktionary.org/wiki/anthropisch

Ich würde es "Münchhausen-ianismus" nennen, da das Universum - vertreten durch uns als Spitze der bekannten Evolution - "einen feuchten Kehricht" von sich selbst versteht.

Dies von "sich" zu glauben, käme dem alten Baron schon sehr nahe, als er sich am eigenen Haarschopf aus dem Morast zu ziehen meinte.

Irren ist jedoch typischerweise menschlich und keine bekannte Grundeigenschaft des Kosmos. Daher gibt es mangels realer Entsprechung auch den gesuchten Begriff nicht!

Eine Nummer kleiner gibt es so einen Begriff aber schon- und vermutlich hast Du - fälschlich - diesen gemeint:

Die Fähigkeit des Menschen, über sich selbst und seine Existenz (kritisch) nachdenken zu können, nennt man "Selbstreflexion"!

Dobbediedob 26.01.2013, 20:27

Guten Abend,

danke für deine Mühe, aber ich meine nicht die Selbstrefelxion. Ich hab mir diesen Begriff auch nicht ausgedacht, sondern mal von Richard Dawikins gehört, der zu den bedeutensten Evolutionsbiologen heutzutage gehört. Den Begriff gibt es definitiv, ich hatte ihn auch schonmal auf Wiki gefunden, aber jetzt finde ich ihn nicht wieder, da ich mich ja nicht an ihn erinnere :P War auf jeden Fall nen lateinisches Wort. ich hab das Buch auch hier liegen, aber 500 Seiten will ich jetzt nicht durchkämmen, hihi

Die Fehlbarkeit des Menschen sich zu irren ist demnach durchaus eine Eigenschaft des Universums. Was anderes ist der Mensch denn, als Sternenstaub, der in seiner Urform beim Urknall entstanden ist?

0
apennyfor 27.01.2013, 02:34
@Dobbediedob

Die Fehlbarkeit des Menschen sich zu irren ist demnach durchaus eine Eigenschaft des Universums.

Du machst es schon wie Dawkins. Er mag ein guter Evolutionsbiologe sein, aber die Fähigkeit, als Philosoph logische Schlüsse zu ziehen, zählt nicht zu seinen Stärken.

Das Universum hat den irrenden Menschen wohl hervorgebracht, es ist aber gänzlich unzulässig, daraus rückzuschliessen, das Universum selbst wäre deshalb eine aktiv handelnde Entität mit einem Hang zum Irrtum oder gar generell eine Art von bewusst handelndem Wesen.

Das Universum gehorcht nach aller Beobachtung gewissen Gesetzmässigkeiten und die Dinge in ihm laufen weitgehend nach diesen ab, wobei im Einzelnen sehr oft auch der Zufall entscheidet, falls die Gesetze mehrere Möglichkeiten zur Fortsetzung einer Aktion zulassen.

Nach der oben angeklungenen, verqueren "Logik" ala Dawkins müsste man sich ja womöglich wundern, warum ein in kochendes Wasser geworfenes Huhn denn nach 4 Minuten nicht essfertig gegart wäre, wo dies doch auf Eier in aller Regel auch zuträfe.

Zu dem gesuchten Begriff: klingen die Worte "Epistemologie", "Semiotik" oder "Hermeneutik" irgendwie vertraut? Wenn es wirklich Latein war, kam die Silbe "auto" darin vor?

1
helisua66 29.01.2013, 10:22

Hallo apennyfor! Menschlich ist es, und das entschuldigt dich wohl, aber du solltest es doch überwinden. Hast du bedacht, daß auch du ein Teil des Kosmos bist? .. und daß deine (wie jede andere) vermeintliche Antiphilosophie eine Art Philosophie ist? Vielleicht siehst du dich einmal hier um, denn das könnte deine Sicht der Dinge möglicherweise ändern und dich an deinem gestandenen Positivismus zweifeln lassen:

http://hintergrundstrukturen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=77&Itemid=135

0

Mir war "Entität" in den Sinn gekommen, aber das trifft es wohl nicht.
DARÜBER bin ich auf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ontologie
gestoßen.
Vielleicht findest Du DORT etwas, was Dir weiterhilft?!

Dobbediedob 26.01.2013, 19:34

ne, das trifft es auch nicht, trotzdem danke für die Hilfestellung

0

Normalerweise heisst es, 'das Bewusstsein ist EMERGENT aus der physikalisch-biologischen Welt', aber ob das stimmt ist eine andere Frage.

"... die Eigenschaft die aus der physikalischen --> chemischen --> biologischen Evolution .... folgt ..."

Schon wieder diese scheinbar richtige reduktionistisch-deterministische Denkweise, wie man sie als Scheinerklärung in der Schule lernt. Es gibt bis jetzt überhaupt keine Erklärung des Auftretens und des Sinns des Bewusstseins:

en.wikipedia.org/wiki/Hardproblemof_consciousness

Kannst auch bei Platon, Whitehead, Popper, Wheeler, Penrose nachlesen. Dort fand ich jedenfalls keinen einfachen Begriff.

Dobbediedob 28.01.2013, 00:10

Tja, es gibt halt unterschiedliche Typen von Menschen. Einige erklären sich die Welt mit Fakten, oder versuchen es zumindest (zu denen gehöre ich). andere glauben an Götter, Geister und andere übernatürliche Dinge (zu denen gehört der größte Teil der Menschheit). Und wieder andere, so wie du geben sich scheinbar damit zufrieden zu sagen, dass die Menschheit nichts erklären kann (das würde mich depressiv machen ^^).

Wie dem auch sei, keiner von uns wird die vollständige Wahrheit wissen, soviel ist klar. Eine der 3 Parteien wird der Wahrheit aber wohl näher sein, als die anderen beiden. Welche Partei das sein wird, darüber werden wir hier keine Einigung erzielen.

Chapeu

0
Tigrillo 28.01.2013, 08:22
@Dobbediedob

" Und wieder andere, so wie du geben sich scheinbar damit zufrieden zu sagen, dass die Menschheit nichts erklären kann"

Quatsch! Ich bin Wissenschafter, leider für Euch Banausen, die Ihr noch im 19.Jh. zurückgeblieben sind mit dem antiquierten klassischen Weltbild, ein weit fortgeschrittener.

Tigrillo dixit: "Es gibt bis jetzt überhaupt keine Erklärung des Auftretens und des Sinns des Bewusstseins"

Noch mal: es gibt keine Erklärung des BEWUSSTSEINS, und nicht von NICHTS.

0

Etwas, dass sich selbst versteht, ist sich seiner selbst bewusst, hat also ein Bewusstsein. Wenn ich nun aber universales, -verselles Bewusstsein eingebe, bekomme ich genau das, was du nicht willst: Lauter esoterischen Müll.

Dobbediedob 26.01.2013, 19:35

haha, ja auch sowas findet man via google. da hast du schon recht, sowas suche ich nicht ^^

0
FelixLingelbach 26.01.2013, 19:46
@Dobbediedob

Nun, ich bin nicht gerade der Chef-Kosmologe aber eigentlich immer ganz fit, wenn es um Fremdwörter geht und an der Sache schon interessiert. Deshalb: Nein, man unterstellt von wissenschaftlicher Seite dem Universum kein Bewusstsein.

0
Dobbediedob 26.01.2013, 20:41
@FelixLingelbach

Nein, man unterstellt dem Universum auch kein direktes Bewusstsein in dem Sinne. aber es ist offensichtlich bei gegebenen Naturgesetzen dazu in der Lage Gebilde zu erschaffen, die ein Bewusstsein haben. Und diese Gebilde (z.B. Menschen) sind offensichtlich dazu in der Lage ein bewusstsein auszubilden. Und wir sind ja kein abgekapselter Teil, sondern selbst ein Teil des Universums. Wie gesagt, benutzte Richard Dawkins diesen Begriff und der ist meines Erachtens zitierfähig.

0
FelixLingelbach 26.01.2013, 21:10
@Dobbediedob

Es erschafft nichts. Die ihm innewohnenden Naturgesetze, die Spielregeln, erlauben, dass sich über die Zeit Strukturen bilden, die von sich selbst behaupten, sie hätten ein Bewusstsein.

0
Dobbediedob 26.01.2013, 21:26
@FelixLingelbach

Ja genau das mein ich ja!!

Ich hab danach auch gedacht, dass man meinen Satz ein wenig "kreationistisch" verstehen könnte ^^ Keine Sorge, bin selber irgendwas zwischen Agnostiker und Atheist (und mit der Persönlichkeitsbildung da auch noch nicht am Ende angelangt, aber das soll hier ja auch nicht das Thema sein).

So, also jetzt wieder zur oben gestellten Frage:

Wie nennt sich die Eigenschaft des Universums, die es zulässt bzw. möglich macht, dass unter gegebenen Naturgesetzen intelligente Lebewesen durch Evolution entstehen und diese als dazugehöriger TEIL des Universums anfangen das Universum als solches zu untersuchen.

In diesem Sinne forscht das Universum an sich selbst, wenn auch nur einige Teile von ihm daran beteiligt sind.

Und natürlich unterstelle ich dem Universum als ganzem nicht intelligent oder sich selbst bewusst zu sein, sondern nur, dass einige Teile in ihm durch Entwicklung (Evolution) unter gegebenen Naturgesetzen dazu geworden sind.

Und für diese Eigenschaft des universums gibt es ein Wort, nur kann ich mich gerade nicht an den Klang erinnern!

Und dieses Wort wüsste ich gerne :)

2
FelixLingelbach 26.01.2013, 22:12
@Dobbediedob

Ein Synonym für das von mir schon gebrachte 'innewohnen'? So etwas einfaches? Systemimmanent?

0
Dobbediedob 26.01.2013, 22:18
@FelixLingelbach

ne, leider nicht, danke

ich erinnere mich langsam, dass sich das wort so ähnlich wie Philanthrop (Menschenfreund) anhörte...

0
achimhausg 27.01.2013, 21:40
@FelixLingelbach

"Es erschafft nichts. Die ihm innewohnenden Naturgesetze, die Spielregeln, erlauben, dass sich über die Zeit Strukturen bilden, die von sich selbst behaupten, sie hätten ein Bewusstsein. " >> Bisher für mich der smarteste Gedanke!

Oder aber das Bewusstsein, - die Wahrnehmung der Wahrnehmung, wie ein Freund es 2008 definierte - , ist integraler Bestandteil des Universums und die gebildeten Strukturen, die wir meinen wahrzunehmen resp. zu sein sind, lediglich die Illusion, der Traum, die wir Realität nennen.

1

Meinst du selbstevident?

Dobbediedob 27.01.2013, 16:37

ne ^^ leider nicht, trotzdem danke

0

Buddha nannte das (im weitesten Sinne) Shunyata. Aber das meinst du wohl nicht.

Dobbediedob 26.01.2013, 19:34

ne, leider nicht. trotzdem danke

0

Unglücklicherweise kann ich da auch nicht direkt weiterhelfen, aber schau doch mal bei Higgs-Teilchen und Super-Symetrie nach. Das ist das Verständiss des Universums und kann auf deine Frage antworten.

Dobbediedob 26.01.2013, 19:31

Also das Higgs-Teilchen ist ja "nur" das Teilchen, das Masse verteilt. Das hat damit nichts zu tun. Und Super-Symetrie ist auch was anderes.

0

Wenn Sie nicht darum gebeten hätten, Sie nicht für Ihren Determinismus zu verurteilen, hätte ich ja 'Determinismus' gesagt, aber so bleibt wohl nur die 'Weisheitti' http://de.wikipedia.org/wiki/Weisheitt.

Gibts dafür nen Wort? Es muss doch nicht für alles Wörter geben.

Dobbediedob 26.01.2013, 19:29

Doch doch, dafür gibts nen Wort

0
achimhausg 27.01.2013, 18:37
@Dobbediedob

Also nochmal, nur um sicher zu gehen: Sie suchen einen Begriff dafür dass das Universum selbst, also die Gesamtheit alles Existenten, sich selbst versteht oder versucht geistig zu verstehen?

Woher komme ich, wohin gehe ich, wie bin ich strukturiert, woraus bestehe ich , wie konnte es zu dem kommen, was jetzt ist,, ... wozu das Ganze usw , usf, etc, pp ?!?

Und das natürlich unter der Voraussetzung, dass Bewusstsein bereits ein integraler Bestandteil des Universums ist. Ihm immanent sozusagen, ... was natürlich ein sehr verlockender Gedanke ist, weil es Einiges erklären würde.

Nur des Verständnisses Willen, und damit wir nicht aneinander vorbei reden.

0
achimhausg 27.01.2013, 18:50

Der Mann hat oft von 'self-aware' geredet, was soviel wie self-awareness, also Ichbewussein, Selbsterkenntnis, Selbsterfahrung bedeutet.

0
achimhausg 27.01.2013, 18:59
@achimhausg

Gott, ist Gutefrage.net neuerdings wiedermal voller Programmfehlerchen, denn praktisch nichts lässt sich mit linker Maustaste anklicken, außer man versucht es mehrere Male und dann erscheinen die Kommentare oder Antworten irgendwo, wo sie garnicht hin gehören, außer: Ich klicke direkt mit mittlerer Maustaste an, dann geht sofort das Angeklickte in neutem Tab auf, - wie jetzt - , und ich kann.

Mein letzter Kommentar, der mit dem begriff 'self-aware' bezog sich auf den von Ihnen erwähnten Biologen Richard Dawkins, ... erschien aber fälschlicherweise hier.

Mal sehen, wo das nun erscheint ;)))

0

Also es gibt dafür definitiv nen Wort, hab das mal von Richard Dawkins gehört. Aber ich komm grad halt nicht drauf :/

Was möchtest Du wissen?