Fachinformatiker, IT Systemelektroniker, IT Systemkaufmann?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Einen Fachinformatiker gibt es in zwei Richtungen. Ich bin Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. In dieser Ausbildung wird sich alles um die Programmierung von Software drehen und Ziel der Ausbildung ist, dass du später als Software-Entwickler irgendwo arbeitest. Dein Tagesablauf wird also von Planung, Entwurf, Umsetzung und Dokumentation von Software geprägt sein. Du wirst technische Spezifikationen erarbeiten, dir den Kopf über Algorithmen zur Lösungsfindung zerbrechen, dich mit relationalen Datenbanken auseinandersetzen, dir diverse Architekturen bezüglich des generellen Aufbaus eines Programms ausdenken und es dann umsetzen. Du solltest für den Beruf gut in Mathe und Englisch sein, Teamfähigkeit, abstraktes und logisches Denkvermögen mitbringen.

Als Fachinformatiker für Systemintegration (habe ich während meiner Ausbildung ein paar Monate mehr oder weniger durch meinen Aufenthalt im Rechenzentrum gemacht) wirst du komplexe Netzwerke planen und umsetzen. Du wirst viel über Protokolle lernen (Http, TCP/IP...), wirst dich mit Firewalls auseinandersetzen und vielleicht auch das Firmennetzwerk administrieren. Du wirst mit verschiedensten Betriebssystemen arbeiten, wirst unter Umständen SQL lernen, ja vielleicht sogar Datenbankserver einrichten und administrieren. Hier und da wirst du vielleicht auch einen Rechner/Server zusammenbauen und in das bestehende Netzwerk integrieren. Du wirst dir weiterhin Gedanken bezüglich der Verfügbarkeit bestimmter Netzwerk-Resourcen machen. Beispielsweise eine Web-Farm betreuen. Stichwörter wären hier sowas, wie Server-Cluster, Raid und Replika. Gut möglich, dass du auch einen Load-Balancer einrichten musst. Weiterhin wirst du Fehleranalyse im Netzwerk betreiben und ggf. Verbesserungen vornehmen. Das sind alles so Sachen, welche ich machen durfte und von denen ich weiß, dass sie zum Tagesgeschäft unserer Systemintegratoren gehören. Auch neue Software im Beisein des Entwicklers einführen könnte etwas sein, was du tun musst.

IT-Systemkaufmann kann ich dir nicht genau sagen. Jedoch habe ich mal eine Lehre zum Informatikkaufmann angefangen und ich denke, es wird wohl recht ähnlich sein. Schwerpunkt liegt hier eindeutig beim kaufmännischen. Wenn es also technisch sein soll, dann bist du beim Fachinformatiker richtig. Als Informatikkaufmann musste ich viel Support am Telefon bezüglich unserer Software geben. Ich war auch erster Ansprechpartner des Kunden, wenn neue Software irgendwo eingeführt wurde. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen. Für mich war es nichts.

Genaueres solltest du im Internet finden.

danke, sehr gut erklärt. Ist der Beruf als Fachinformatiker zukunftssicher? Oder werden auch hier, wie in vielen anderen Feldern eher Stellen abgebaut.

Stern folgt....

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@complicated123

Im Zeitalter des Computers, in welcher kaum noch elektronische Geräte existieren, die nicht irgendeine Art von Software installiert haben, sehe ich für den Anwendungsentwickler weiterhin eine gute Zukunft. Stellenangebote finden sich hier in München zuhauf und jeder meiner Kollegen/Ex-Kollegen, welcher die Frima wechseln wollte, kam recht schnell wieder unter.

Ich würde sagen, es ist ein sehr sicherer Beruf mit sehr guten Verdienstmöglichkeiten. Als Anwendungsentwickler kannst du je nach Können schnell in Gehaltsregionen vorstoßen, von denen viele Akademiker noch träumen. Mein Zimmerkollege verdient als Entwickler beispielsweise ohne Abschluss bei weitem mehr, als seine beiden Brüder, welche beide einen akademischen Titel besitzen. Auch ich verdiene mehr, als so mancher Akademiker aus meinen Bekanntenkreis. Und ich gehöre als Web-Entwickler zu den Entwicklern, die noch vergleic hsweise wenig verdienen. Programmierst du beispielsweise hardware-nah oder beherrscht alte und kaum noch in Gebrauch befindliche Sprachen, wie Cobol, kannst du dir (wenn du gut bist) eine goldene Nase als Freelancer verdienen. Ein Bekannter von mir nimmt 100 Euro die Stunde und zieht ständig Aufträge an Land.

Aber man darf sich nichts vormachen, der Beruf verlangt dir auch viel ab. Ein Schreiner oder ein Elektriker ist nach der Ausbildung fertig. Da tut sich nicht mehr so viel. Auch als Bänker oder Industriekaufmann wirst du dich natürlich auch immer wieder mal fortbilden, aber als Anwendungsentwickler wirst du wie kaum wo anders ständig bemüht sein, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Privates Engagement ist unabdingbar, wenn du ein guter und gefragter Entwickler sein willst.

Und es ist auch nicht zu unterschätzen, dass du dich im Großen und Ganzen auf die gleichen Stellen bewerben wirst, für die sich auch Akademiker interessieren werden. Deine Konkurrenz werden also Bachelor oder Master in Informatik sein. Um so wichtiger ist es, dass du fleissig bist.

Wenn das für dich kein Problem ist und du Spass am Programmieren hast, kann ich dir diesen Beruf bedenkenlos empfehlen. In Sachen Verdienstmöglichkeiten und Zukunftssicherheit ist es sicherlich einer der besten Ausbildungsberufe.

Als Fachinformatiker für Systemintegration kannst du auch sehr gut verdienen, aber als Anwendungsentwickler sehe ich die Möglichkeiten als größer an. So zumindest meine Erfahrung. Dafür ist der Beruf des Systemintegrators nicht ganz so fordernd. Nehme ich meine Firma als Beispiel, dann würde ich sagen, dass die Systemintegratoren bei uns im Rechenzentrum deutlich weniger Stress haben. Zukunft wird auch dieser Beruf haben, denn jede große Firma hat ein Netzwerk, dass es zu betreuen gilt. Und der Bedarf an Rechenzentren wird auch nicht schwinden. Bestenfalls wird vieles etwas einfacher zu verwalten sein, weswegen du in Zukunft ein Rechnzentrum vielleicht mit weniger Leuten am Laufen haben kannst, als es heute noch der Fall ist.

Aber das ist in vielen Berufen so. Ich denke, als Fachinformatiker machst du nichts verkehrt. Überlege dir aber gut, was du machen willst. Der Fachinformatiker für Systemintegration unterscheided sich gravierend vom Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Und bedenke, dass beide Berufe rein technisch sind. Willst du auch kaufmännische Komponenten mit Technik kombiniert, weil du vielleicht nicht so recht weißt, in welche Richtung es später dann eher gehen soll, dann schau dir lieber nochmal IT-Systemkaufmann und Informatikkaufmann an.

Ebenfalls rein technisch ist auch der IT-Systemelektroniker. Ich habe einen Kumpel, der das gelernt hat. Es geht so ein bisschen in Richtung Systemintegrator, jedoch fliesst hier noch ein gewisses Maß an Elektrotechnik mit ein. Hier kann es gut und gerne sein, dass du auch auf Baustellen arbeiten wirst, um dort ein Netzwerk zu planen und vorzubereiten. Vergleiche ich die Abschlussprüfungen des IT-Systemelektronikers mit jenen eines Systemintegrators, dann fällt zwar auf, dass sich vieles überschneided, jedoch bei IT-Systemelektroniker viel mit elektrischen Schaltungen dabei ist.

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Unterschied zwischen IT-Systeminformatiker, IT-Systemelektroniker und Fachinfo. Systemintegration.

Wie man der überschift entnehmen kann würde ich gerne wissen was die wichtigsten unterschiede in diesen Berufen sind. Ein kleiner Vergleich wäre ganz toll.

  • IT-Systeminformatiker
  • IT-Systemelektroniker
  • Fachinformatiker im Fach Systemintegration

Lg

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