Facharzt für Allgemeinmedizin ohne Titel

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7 Antworten

Um sich als Facharzt niederzulassen, benötigt man ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium, eine gültige Approbation und einen Facharzttitel, den man nach einer bestimmten Weiterbildungszeit mit einer Prüfung erwerben kann. Bei Allgemeinmedizin sind das so weit ich weiß aktuell 6 Jahre. Ohne Facharzttitel ist es lediglich möglich, bei einem niedergelassenen Facharztangestellt zu sein (Assistenzarzt).

Diese Regelung ist die aktuelle. Früher gab es die Möglichkeit, auch für nicht-Fachärzte sich als sog. praktischer Arzt ohne Facharzttitel niederzulassen und einen Kassensitz zu bekommen. Diese Möglichkeit existiert heute nicht mehr. Obwohl ich es nicht sicher weiß, galt diese Ausnahme sicher auch für die Diplommediziner der DDR, da bin ich nicht im einzelnen über die Modalitäten und Facharzttitel etc informiert. Heutezutage ist für eine Niederlassung zwingend ein Facharzttitel notwendig, sofern man nicht eine reine Privatpraxis aufmachen will auch eine Kassenzulassung.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin hat nach dem Medizinstudium, wie jeder andere Facharzt auch, eine fünfjährige Facharztweiterbildung mit anschließender Facharztprüfung absolviert. Der Titel spielt dabei gar keine Rolle. Kein Arzt muss einen Doktortitel haben, und den Dipl. med. gibt es sowieso nur noch als Relikt aus DDR-Zeiten.

Die Voraussetzungen für die Niederlassung als Kassenarzt sind die Approbation als Arzt und der Facharzttitel, nicht aber ein akademischer Grad.

Es gibt keinen Diplommed. Das Medizinstudium wird mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Wenn du das Studium nicht abgeschlossen hast, kannst du auch nciht als Arzt arbeiten. Der Doktortitel wird hingegen nicht benötigt.

Es gibt keinen Diplommed

Natürlich gibt es den.

Einige Kollegen, die hier arbeiten, haben ihren Abschluß in der DDR gemacht, und da war man nach der Approbation eben Dipl. med.

Im Westen brauchte es dafür keine besondere Bezeichung, man hatte eben seine Staatsexamen und die Approbation.

Völlig unabhängig davon konnte man sowohl in der DDR als auch im Westen eine Dr.-Arbeit schreiben und damit den Titel erwerben.

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Du musst deinen Doctortitel nicht unbedingt mache. Es ist nur schwachsinnig ihn nicht zu machen, wenn du schon 6 Jahre studierst. Sofern du deine Approbation hast, bist du berechtigt als niedergelassener Arzt, Honorararzt w/e zu arbeiten.

Doktortitel können aber ganz schön ins Geld gehen...

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Es ist nur schwachsinnig ihn [Dr. Titel] nicht zu machen, wenn du schon 6 Jahre studierst

Warum sollte das "schwachsinnig" sein?

Man braucht den Titel nicht, bekommt NICHT mehr Geld im Job, und es kostet Zeit (und manchmal Geld).

Und wer sein Studium durch nebenher jobben finanzieren Muß, hat dafür eh kaum Gelegenheit.

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Den Titel Diplom.med. gibt es nicht. Man braucht ein mit dem Staatsexamen abgeschlossenes Studium, dann ist man Arzt und kann auch als solcher arbeiten. Der Doktor-Titel ist nicht erforderlich. Zumal dieser auch nichts über eine besondere Qualifizierung als Arzt aussagen muss. Ein Arzt kann genauso gut einen Doktor-Titel in Geisteswissenschaften machen.

In der ehem. DDR gab es den diplomierten Mediziner. Hier nicht.

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Eine Dissertation brauchst du nicht, den Dipl.-Mediziner schon, sonst bekommst du keine Zulassung.

Dipl.Med. ist ein Fossil aus der ehem. DDR, das gibt es längst nicht mehr und im Westen gleich gar nicht.

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Dann ist er Arzt, aber kein Doktor.

Sicher geht das.

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