Facharbeit Religion (in Beziehung mit Naturwissenschaften/Atheismus)?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Evangelisch? Katholisch?

Ich finde nach wie vor den sogenannten ersten Schöpfungsbericht spannend, wie er sich mit der babylonischen Mythologie auseinander setzt und dabei Lösungen findet, 1. Gott und Wissenschaft zusammen zu denken und 2. Gott aber keinen Teil von Wissenschaft sein lässt.

Wenn Du dazu an die Hefte von "Welt und Umwelt der Bibel" über Schöpfung und über Babylon kommst, wäre das sicher eine große Hilfe.

Dabei sollte man ein wenig die babylonische Mythologie kennen und dann aufmerksam wahrnehmen, was die Juden davon alles eben nicht übernommen haben. Man sollte wissen, dass die Babylonier zugleich exzellente Mathematiker und Astronomen waren.

Man sollte wissen, dass der babylonische König Gott Sonne und Gott Mond verehrte und sich selbst für das einzige Ebenbild von Gott Sonne hielt.

Man sollte tendenziell vergessen, was man über das alte Schöpfungsmodell mit Käseglocke gelernt hat, weil einen das tendenziell in die Irre führt.

Wichtiger ist die Beobachtung, dass "Sonne" und "Mond" nicht mit Namen genannt werden, sondern nur als "großes und kleines Licht" bezeichnet werden: Den Gestirnen wird, wie auch allem übrigen, was geschaffen ist, die Göttlichkeit genommen. Man muss sie nicht verehren, wie auch keines der Tiere, so merkwürdig sie auch sein mögen. Keine alte Eiche: Nichts!

Gesellschaftspolitisch-religiös bedeutsam ist, dass jeder Mensch unabhängig von seinem Geschlecht als Ebenbild Gottes erschaffen wurde. (Hier findet sich - in einer patriarchaolen Welt - von Anfang an die Idee von Gleichberechtigung!)

Was könnte das im Blick auf die Naturwissenschaft sagen?

Zuallererst: Man muss keine Angst haben, wenn man irgendetwas Geschaffenes untersucht. Das eröffnet dem religiösen Menschen Wissenschaft.

Und zweitens: Gott steht über allem Geschaffenen. Er kann damit nicht selber Gegenstand von Wissenschaft sein.

Dahinter steckt einer meiner Lieblingsgedanken: Ein "Gott", den man wissenschaftlich untersuchen und manipulieren und in naturwissenscahftliche Theorien einbauen könnte, müsste etwas Geschaffenes sein - aber nichts, was die Bezeichnung Gott verdienen würde.

Ein Gott, den man beweisen könnte, kann nicht Gott sein.

Auf diese Weise hat die Naturwissenschaft den Freiraum, den sie für ihre Theorien und Forschungen braucht.

Gleichzeitig ist klar, dass die Naturwissenschaft keinerlei Aussagen über Gott machen kann, insbesondere kann sie ihn nicht beweisen, aber auch nicht widerlegen.

Sie würde ihre Kompetenzen überschreiten, wenn sie eine Aussage machen würde.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht besteht damit immer das Risiko für den Gläubigen, dass es Gott vielleicht gar nicht gibt.

Dietrich Bonhoeffer (in "Widerstand und Ergebung") sagte dazu: "Einen Gott, den 'es gibt', gibt es nicht."

Gleichzeitig kann der Gläubige fröhlich an Gott glauben und trotzdem Nuturwissenschaftler sein.

Wenn Du Lust dazu hast: Mach was draus! :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du könntest einen (medial) zur Zeit sehr bekannten Wissenschaftler nehmen, Harald Lesch. Der ist Astrophysiker und bekennendner Protestant.

Der Vorteil: unter "Harald Lesch Christ (oder "Protestant")" findet sich bei google jede Menge Material dazu.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

http://www.reimbibel.de/Zitate.htm

Schau da mal rein, vielleicht findest du ein Zitat, welches dich zu einer passenden Arbeit inspiriert?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Vanessa070800
15.01.2017, 20:52

Ich schätze das wird meiner Reli Lehrerin alles gar nicht gefallen :D

1

Was möchtest Du wissen?