Facharbeit: Leseverhalten/ -->zitat

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Umberto Eco und der Drehbuchautor und Schriftsteller Jean-Claude Carrière, nicht zufällig ein Italiener und ein Franzose, diskutieren mit Jean-Philippe de Tonnac die Zukunft des Buches. EIn zufällig gewählter Passus:

"ECO: Irgendwann in seiner Geschichte hat der Mensch die Schrift erfunden, man kann die Schrift als eine Verlängerung der Hand betrachten, und in diesem Sinne ist sie nahezu biologisch. Sie ist eine unmittelbar an den Körper gebundene Kommunikationstechnologie. Hat man so etwas erst einmal erfunden, kann man nicht mehr darauf verzichten. Noch einmal: Das ist wie die Erfindung des Rads. Unsere Räder von heute sind noch genauso wie die vorzeitlichen. Während unsere modernen Erfindungen - Kino, Radio, Internet - nicht biologisch sind. CARRIÈRE: Sie betonen zu Recht: Noch nie musste man so viel lesen und schreiben wie in unseren Tagen. man kann keinen Computer benutzen, ohne lesen und schreiben zu können. Und sogar in komplexerer Weise als früher, weil neu eZeichen, neue Codes hinzugetreten sind. Unser Alphabet hat sich erweitert. Lesen zu lernen wird immer schwieriger. Wir würden eine Rückkehr zur Oralität erleben, wenn der Computer das was wir sagen, direkt verarbeiten könnte. Aber das wirft eine andere Frage aufL Kann man sich gut ausdrücken, wenn man nicht lesen und schreiben kann?" (S. 17f.)

Falls der Abgabetermin der Facharbeit nicht morgen ist, dann empfehle ich, das Buch zu durchforsten, aus dem dieses Zitat stammt:

Eco, U. / Carrière, J.C.: Die große Zukunft des Buches, München 2010. [Frz. Orig. "N'espérez pas vous débarrasser des livres", Paris 2009.]

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