Fachabitur oder Abitur, was ist sinnvoller?

3 Antworten

Ich persönlich hätte lieber das "richtige" Abitur gemacht, weil ich dann einfach mehr Auswahl hätte. Ich kann in Hessen zwar das meiste, auch an der Uni, studieren, aber kein Medizin oder Jura. Ich hatte schon überlegt, vielleicht doch Medizin zu machen. Tja... 

Dafür ist das Fachabi, jedenfalls war es bei mir so, um einiges einfacher als das Abitur meiner Freunde, dementsprechend ist mein Notendurchschnitt auch sehr gut. Ich hatte mich schon fast gelangweilt an der Schule. Vielleicht ist es nicht überall so.
Das musst du einfach für dich selbst wissen, wenn du sowieso schon weißt was du machen willst, und das mit dem Fachabi auch so klappt, dann mach das, ich hatte eine tolle Zeit an der FOS, das Praktikum in der 11. Klasse war auch super. 

Wenn es aber doch irgendwie sein könnte, dass dich vielleicht auch noch was anderes interessiert und das aber nur mit dem "normalen" Abitur machen könntest, dann würde ich, solange du keine schlechten Noten hast, das Abitur machen...

Ist bloß meine Meinung. Die meisten die ich kenne, die wirklich wissen was sie wollen, machen aber sowieso das Fachabi.

Schon der alte Humboldt waren gegen jede Art von zu früher Spezialisierung. Diese Fachabi-Schulen nehmen nämlich Teile der Berufsausbildung schon vorweg und bilden deutlich nur in eine Richtung aus. Vieles Allgemeinbildende bleibt dann aber auf der Strecke.

Kurioserweise kann man "Fachabi" meist ja auch am Gymi machen, womit Du deutlich siehst, dass es sich nur um eine Art verkrüppeltes, nicht zu Ende gebrachtes Abi handelt. Und Zeit spart man damit auch keine.

Auch die Praktika-Regelungen sind nicht unbedingt schlüssig. Wieso braucht ein Abiturient 3 Monate Praktikum für die FH, jemand mit "Fachabi" (wo ist denn am Gymi eigentlich noch das "Fach"??) vom Gymi aber glatt die vierfache Zeit an Praktika?

Mein Rat: Vergiss das Fachabi einfach. Lohnt nicht mal, drüber nachzudenken.

Am Gymnasium erwirbt man die Fachhochschulreife, nicht das Fachabitur! 

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@ThyHer

Ist natürlich absolut korrekt, aber ich habe es inzwischen aufgeben gegen den "Mainstream" anzulaufen.

Fachgebunde Hochschule heisst aber auch offiziell nicht Fachabitur !

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@Joshua18

Ja, da hast du natürlich auch wieder Recht. Ich wollte jetzt auch nicht klugscheißern ;-) Nur bei den ganzen Begriffe kommt man schnell mal durcheinander...

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@ThyHer

Absolut! Ich wäre dafür die Hochschulen und Fachhochschulen in "Colleges" umzubenennen, entsprechend dem angelsächsischen Vorbild, und dann nur noch von College-Reife zu sprechen.

Wenn schon Bologna, dann auch richtig!

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Mit dem Fachabitur kannst du alle Studiengänge an einer Fachhochschule und bestimmte Fachrichtungen an einer Universität studieren. In der Regel braucht man für das Fachabitur keine zweite Fremdsprache, außerdem spart man viel Zeit und Anstrengung. Wenn man weiß, in welche Richtung man später gehen will, ist das Fachabitur von Vorteil. 

Mit dem Abitur kann man alle Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten belegen, also auch welche mit Staatsexamen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man hat deutlich mehr Auswahl und ist sehr viel flexibler. 

Solltest du später aber ohnehin an die Fachhochschule gehen, dann bringt dir das volle Abitur herzlich wenig, damit hast du auf der FH nämlich nicht mehr Möglichkeiten als jemand mit Fachabitur (bzw. Fachhochschulreife). Anders sieht es bei der Uni aus: Hier hast du mit dem vollen Abitur deutlich mehr Möglichkeiten!

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