Extremitäten bei Geburt eines Kindes nicht richtig ausgewachsen

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5 Antworten

Sowas kann leider immer passieren. Es muss nur bei der Zellteilung am Anfang ein kleiner Fehler passieren, oder sie tragen beider ein rezessives Gen, dass in diesem Fall zum tragen kam (dabei sind die Eltern und vorherige Generationen gesund, weil sie nur eine Kopie des Gens haben, nicht zwei), oder es ist eine spontane Mutation... sowas ist nicht sooo selten, aber häufig führen solche Mutationen dazu, dass das man Kind bzw den Embryo schon in den ersten Monaten verliert, weil er nicht lebensfähig wäre. (Wenn die Mutation zB das zum Gehirn betrifft.)

EvaUwe 29.08.2011, 06:52

Danke für die schnelle Antwort.

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Erbfehler können auch mal mehrere Generationen überspringen.

Es kann auch durch zu kleinem Körperbau der Mutter sein,wenn die Mutter sehr klein oder sehr schlank ist.

Bei meiner Freundin war das so,das Kind hatte nicht genug Platz in der Gebärmutter.

Es gibt eine Vielfalt von Ursachen, die man vielleicht durch Untersuchungen festelllen kann.

EvaUwe 31.08.2011, 20:20

danke für die schnelle Antwort. Ihr seid alle sehr einfühlsam.

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Hallo EvaUwe,

als ich diesen Ihren Beitrag gelesen habe, bekam ich eine Gänsehaut und ich mußte sofort an eine Bekannte denken, welche einen sehr hübschen Jungen zur Welt brachte, der vollkommen Blind war.

Beim Blick in die Augen sieht man nur weiße Farbe.

Derartige Erlebnisse brennen sich in unsere Gehirne ein und bleiben dort für immer haften.

Ich fühle von Herzen mit der Familie, welche dieses Mädchen nun betreuen und aufziehen muß.

Vielleicht finden sich in unserer Hightech-Medizin Möglichkeiten, wie sich im Laufe der Zeit das Leben für das Kind erträglich gestalten kann.

Als aktuellstes Beispiel möchte ich an den "Leichtatlethen" erinnern, welcher vor wenigen Tagen (mit künstlichen Beinen) bei einem internationalen Wettbewerb in der 400-Meter-Disziplin nach einem menschenunwürdigen, bürokratischen Hürdenlauf teilgenommen und einen der vorderen Plätze belegt hat.

Dieser Bürokratismus, dem in unserer Gesellschaft Behinderte ausgesetzt werden, stinkt zum Himmel.

Angehörige und Betroffene, welche von solchen Schicksalsschlägen ohne eigenes Verschulden heimgesucht werden, haben in unserer kurzlebigen, egoistischen Umwelt nach wie vor einen schweren Stand.

Es gibt außer dem VDK leider nicht viele Instiutionen, welche sich für die Interessen der sozial Schwachen in unserem Land nachhaltig einsetzen und der Politik Paroli bieten.

Die Betroffenen und Angehörigen haben zwei grundsätzliche Spielfelder gleichzeitig zu meistern:

1)

Das ist alles soziale, menschliche, der tägliche Ablauf, die Freizeitgestaltung, die Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander, ein persönliches Programm von Anfang an und der Umgang mit einer solchen, dauerhaften Behinderung auf Lebenszeit.

2)

Die materielle, finanzielle Komponente:

Wer dauerhafte Gebrechen hat, dem ist der Zugang zu den meisten Vorsorgeversicherungen von Anfang an verschlossen.

Also alles, was mit Privatversicherungen wie private Unfallversicherung, private Berufsunfähigkeitsversicherung, private Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung, Lebensversicherung usw. zu tun hat.

Daraus resultiert wiederum, daß wirklich alle Möglichkeiten, welche der Sozialstaat noch im Köcher hat, von Anfang an konsequent und nachhaltig ausgeschöpft werden müßen.

Hier sollten von Beginn an keine Verfahrensfehler gemacht werden.

Denn in einem solchen Fall muß beim Versorgungsamt in Verbindung mit dem Antrag auf Schwerbehindertenausweis "juristisch Vorausblickend" agiert werden.

Es empfiehlt sich dringendst, hier von Anfang an den VDK als kompetenten Rechtsbeistand mit ins Boot zu holen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen aktuellen Fall hinweisen, welcher in der VDK-Zeitung-Ausgabe-September 2011 auf "Seite 5-September 2011-Recht" besprochen wird.

Hier wird geschildert, wie der VDK einem schwerbehinderten Jungen zu seinem Recht verholfen hat.

In diesem Fall hat sich der VDK Hamburg vor dem Landessozialgericht gegen das Versorgungsamt durchgesetzt.

Man muß sich das einmal vorstellen:

Hier geht es in diesem Fall um einen Jungen, welcher von Geburt an blind war.

Er erhielt zunächst im Jahr 1995 einen GdB von 100 zuerkannt mit allen denkbaren Merkzeichen.

Im Jahr 2002 wurde dieser GdB im Zusammenhang mit einer Nachprüfung auf sage und schreibe GdB 60 zurückgefahren, obwohl sich das Sehvermögen nicht gebessert hat.

Die Juirsten des VDK Hamburg haben auch in diesem Fall das Kunststück fertiggebracht, die Rechte des Jungen und seiner Angehörigen wahrzunehmen und den ursprünglichen GdB 100 zurückgewonnen!

Alles weitere zu diesem interessanten Fall siehe in der aktuellen VDK-Zeitung.

Ich möchte damit abschließend ausdrücklich nochmals darauf hinweisen, daß die Beantragung von Leistungen aus unserem Sozialsystem keinesfalls ohne Hinzuziehung eines kompetenten Rechtsbeistandes erfolgen sollte.

Unser Sozialrecht ist mittlerweile, genauso wie das Steuerrecht, dermaßen kompliziert und mit Paragraphen gespickt, daß sich nicht einmal ausgesprochene Experten so einfach darin zurechtfinden.

Eine Sozial- und Rentenreform jagt schließlich die Andere.

In diesem Sinne:

Das menschliche Leid aus solchen Schicksalsschlägen verlangt Betroffenen und Ihren Angehörigen auf Lebenszeit sehr viel ab.

Solche unverschuldeten Schicksale kann eine einzelne Familie nicht Schultern.

Hier muß von an Anfang an die Soildargemeinschaft mit ins Boot geholt werden.

Wenn Sie mir, evtl. über die Freundschaftsfunktion, die Adresse oder E-Mailadresse dieser Familie zukommen lassen, spende ich einen VDK-Jahresmitgliedsbeitrag für das Mädchen, damit alle in Frage kommenden Sozialleistungen von Anfang an und vor allen Dingen dauerhaft und nachhaltig durchgesetzt werden können.

Ich würd mich sehr freuen, wieder von Ihnen zu hören!

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit für Alle.

Gesundheit ist unser höchstes Gut!

Der Gesunde Mensch hat tausende Wünsche.

Der kranke und behinderte Mensch hat nur einen einzigen Wunsch.

Wieder gesund zu werden.

In diesem Sinne

Konrad

EvaUwe 31.08.2011, 20:23

Hallo Hubkon, vielen Dank für die einfühlsame und ausführliche Info. Und auch vielen Dank noch für die Hilfe. Aber ich glaube, die Familie hat schon einen Rechtsbeistand und die wollen das nicht. Sie sind sehr stark, jedenfalls nach außen. Und wollen das auch so beibehalten. Trotzdem noch einmal vielen Dank.

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Wir nehmen täglich viele Umweltgifte über Luft, Nahrung und Wasser auf. Es wird natürlich alles kontrolliert und zulässige Höchstgrenzen festgesetzt, aber trotzdem kann es zu Schädigungen an den Genen kommen, die sich dann wie beschrieben äußern.

Wir sind mannigfachen Strahlungen ausgesetzt und merken es in der Regel gar nicht. Ich fürchte solche Fälle werden sich in Zukunft mehren und die Kinder und Eltern sind leidtragende der Umweltsünden.

EvaUwe 29.08.2011, 06:57

Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ihr seid alle super schnell.

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Strenwanderer 29.08.2011, 07:00

schön geschrieben, denn so was wollte ich auch schreiben.

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Hallo,

das tut mir leid, dass es so gekommen ist.

Ich denke, dass es sich um einen Gendefekt handelt.

Um was es sich genau handelt, können jedoch nur die Ärzte sagen.

Hoffentlich ist das Kind geistig gesund.

EvaUwe 29.08.2011, 06:49

danke für die schnelle Antwort. Ja das Kind ist geistig voll gesund und ist total niedlich. Aber von den Genen kann es auch nicht ´sein, sonst wäre in der Familie vielleicht auch schon einmal so ein Fall vorgekommen, oder?

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bibi8888 29.08.2011, 06:53
@EvaUwe

nein, das muss nicht sein. Gene mutieren auch spontan. Alles Gute für die Familie.

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