Extreme Migräne nach starker körperlicher Anstrengung

4 Antworten

Das ist nicht nur die körperliche Anstrengung, sondern auch der psychische Stress, den Du hattest. Ich würde auf alle Fälle auch darauf achten, dass du immer genug trinkst. Verminderte Flüssigkeitsaufnahme (bei vermehrter Abgabe = Schwitzen bei Anstrengung) kann zu Kopfschmerzen führen. Übelkeit und Probleme beim Sehen, Lichtempfindlichkeit sind Anzeichen für Migräne. Wenn Du bei derartigen Anzeichen gleich eine Tablette einwirfst, kannst du verhindern, dass es schlimmer wird. So mache ich es jedenfalls. Beim kleinsten Anzeichen von Kopfweh was dagegen tun. Ich hab schon zu viele kostbare Tage des Lebens in abgedunkelten Räumen mit ekelhaftem Kopfweh verbracht, lieber rechtzeitig eine Tablette, bei mir hilft zum Glück der Klassiker (Asp.)

Gute Besserung

"Beim kleinsten Anzeichen von Kopfweh was dagegen tun."

Dazu möchte ich dir unbedingt sagen, dass du mit dieser Einstellung ganz geschwind in einen Tabletten-Übergebrauch reinrutscht, was in Dauerkopfschmerz endet. Mein Rat, den dir auch Emlina gegeben hat, nimm bei Migräne, wenn dein Arzt es zulässt, die neuen wirklich wirksamen Triptane (außer bei Herzproblemen).

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@Oma1009

dass du mit dieser Einstellung ganz geschwind in einen Tabletten-Übergebrauch reinrutscht, was in Dauerkopfschmerz endet.<

Dazu möchte ich sagen : ich bin mit dieser Einstellung, beim kleinsten Anzeichen von Kopfschmerz, eine Tablette einzuwerfen, bisher sehr gut gefahren. Früher in meiner Migräne-Karriere habe ich versucht, den Helden zu spielen und so lange wie möglich keine Tabletten zu nehmen.

Das Ergebnis war, dass ich im Schnitt 1-2 Tage flach lag und zu nix zu gebrauchen war. Irgendwann habe ich mir gesagt, dazu ist das Leben viel zu kurz als dass ich davon öfters einige Tage mit ekelhaften Kopfschmerzen vergeude, ist ja keine Erholung diese unfreiwillige Auszeit. Ich finde, der Körper entwickelt auch eine Art Schmerzgedächtnis, dem ich mit dem schnellen Einwurf einer Tablette entgegenwirke. Ob dieses Prinzip oder auch die Geburt meiner Tochter dazu beigetragen hat, dass ich inzwischen nur noch selten Kopfschmerzen habe, kann ich nicht beurteilen. Man muss seinen Körper gut kennen und wissen, was man ihm zumuten kann und welche Hilfestellung er wann braucht.

Der erste Versuch bei sehr leichtem Kopfweh ist genug trinken und am liebsten Cola (oder ein anderes koffeinhaltiges Getränk) . Ist der Kopfschmerz damit nicht zu besiegen, dann kommt Pharmachemie dran. Ich habe immer einen Vorrat an Asp. zu Hause. Die letzte 50er Packung, habe ich vor ca. 3 Jahren gekauft. Und davon ist immer noch was da. Und ich versorge von dieser Packung auch noch Kolleginnen, die wissen, dass ich immer was dabei habe. (Vorsichtshalber, man weiß ja nie!) So viel zum Thema "Übergebrauch."

Ein anderer Grund für die rechtzeitige Einnahme eines Medikaments: wenn der migräneartige Kopfschmerz erst mal richtig da ist, muss man sich nämlich meist dazu übergeben und dann braucht man gar nix mehr nehmen, weil's eh in der Kloschüssel landet. Ist der Zeitpunkt erreicht, ist alles zu spät, dann hilft nur noch Zäpfchen oder Spritze. (Was ich nicht habe.) oder nix mehr und warten

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@Blinddarm

Mit im Schnitt 15 Aspirin-Tabletten im Jahr bist du in der Tat meilenweit weg von einem Übergebrauch ( = an mehr als 10 Tagen im Monat Tabletteneinnahme ).

Wahrscheinlich weißt du ziemlich genau, wann aus einem beginnenden Kopfschmerz eine Migräne wird und gehörst zu den selteneren Glücklichen, denen ein einfaches Medikament wie Aspirin noch hilft. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!

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Überanstrengung, Dehydratation (viel Anstrengung, viel trinken!!), psychische Belastung (auch wenn man sich das bewusst nicht eingesteht, kann es einen stark mitnehmen, verunglückte Menschen zu sehen)... kann alles mögliche sein. Mach einen Spaziergang, red mit jemandem, leg dich schlafen und guck, ob es morgen wieder besser ist!

Hallo Enrico,

Menschen mit einer Migräneveranlagung neigen dazu, nach starker (ungewohnter) körperlicher Anstrengung oder Stress eine Migräneattacke zu bekommen. Auch zu wenig zu trinken kann einen Migräneanfall auslösen.

Verhindern kann man das nur, indem man möglichst regelmäßig, moderaten Ausdauersport macht, z. B. Joggen, Schwimmen, Fahrradfahren,… Durch die Gewöhnung an körperliche Betätigung ist sie kein Migräneauslöser mehr.

Den Stress, den man bei so einem Feuerwehreinsatz unweigerlich hat, kann man leider nicht so ohne weiteres verhindern. Du kannst nur versuchen, in deiner Freizeit regelmäßig Entspannungsübungen zu machen. Das kann helfen auch in stressigen Situationen „gelassener“ zu bleiben.

Deine Sehstörung ist übrigens Teil einer Migräneaura.

Migräneaura:

Sehstörungen, Sprachstörungen oder einseitige Taubheitsgefühle sind typisch für eine Migräneaura, die üblicherweise vor dem Migränekopfschmerz stattfindet. Dauer: zwischen 10 bis 60 Minuten. Nur ein kleiner Teil der Menschen mit Migräne haben eine Aura – manche davon haben auch nur die Aura ohne nachfolgenden Kopfschmerz.

Migränekopfschmerz:

Meistens einseitiger Kopfschmerz, Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Licht-, Geräusch-, oder Geruchsempfindlichkeit, Schwindel. Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung. Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen. Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf. „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt viele verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die im Notfall zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die soll man aber erst nach abklingen der Aura einnehmen. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig. Ein Neurologe ist bei Migräne der zuständige Facharzt – aber das weißt du sicher schon.

LG Emelina

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