Extreme Aufregung bei Vorträgen...Angeboren oder trainierbar?

4 Antworten

Das geht vielen anderen Menschen auch so. Ich persönlich kenne niemanden, der nicht wenigstens "ein bisschen" aufgeregt ist wenn er vor anderen Menschen sprechen muss.

Ich habe vor einigenTagen selbst einen Vortrag von 35 Minuten vor ca. 250 Leuten gehalten (Betriebsversammlung). Das mache ich schon ein paar Jahre und bin trotzdem immer noch in den ersten zwei-drei Minuten etwas aufgeregt.

Wie bei Dir legt sich das dann aber und im Laufe des Vortrags wird man immer lockerer. Ein Mittel gegen die "Aufregung" der ersten Minuten habe ich auch noch nicht gefunden, aber das ist auch halb wo wild.

Bei mir sind es aber auch nur die "großen" Auftritte, bei denen es noch "Lampenfieber" gibt. Bei kleineren Ansprachen (z.B. Abteilungsversammlungen) gibt es keine Aufregung mehr.

 

Sicher hängt Aufgeregtheit / Nervosität mit unseren Genen zusammen. Aber auch Übung spielt eine Rolle.

Was sind die Ursachen?

Bist Du Dir nicht sicher, ob Du den Vortrag schaffst, befällt Dich eine nervöse Spannung. Daraufhin signalisiert das Gehirn dem Körper, mehr Adrenalin zu produzieren. Die darauf erfolgende Ausschüttung von Adrenalin kann einen beschleunigten Herzschlag, eine veränderte Atemfrequenz, stärkere Schweißabsonderung, ja sogar Händezittern und schlotternde Knie sowie eine zittrige Stimme bewirken. 

Dein Körper reagiert, um Dir zu helfen, die Situation zu meistern, indem er Dein Energiepotenzial vergrößert. Es fragt sich nur, wie Du Dir diesen Energiestoß für konstruktives Denken und eine begeisterte Darlegung zunutze machen kannst.

Hier ein paar Tipps:

— zuerst musst Du die innere Anspannung verringern. Das geht durch gute Vorbereitung. Befasse Dich eingehend mit der Einleitung. Präge Dir die ersten Gedanken gut ein. Hast Du erst einmal begonnen zu reden, wird die Nervosität wahrscheinlich nachlassen.

— übe die Darbietung laut. Beim Üben entwickelst Du Erinnerungsmuster, die leicht zu aktivieren sind, wenn Du den Vortrag hältst.

— Körperliche Anzeichen der Nervosität bewusst ausschalten: unentwegt mit den Füßen scharren, hin und her schwanken, steif oder krumm dastehen, sich häufig die Lippen befeuchten, ständig schlucken sowie schnell und flach atmen. Sich nicht ans Rednerpult festklammern, sondern aufrecht und sicher stehen. Halte vor der Rede kurz inne, um ein paar tiefe Atemzüge zu machen, bevor Du auf die Bühne gehst.

Lerne es, im Alltagsleben sicher und beherrscht aufzutreten und mit passendem Gefühl zu sprechen. Das wird außerordentlich zu Deinem Selbstvertrauen beitragen.


Kann man nicht sagen, jeder ist anders. Ob es angeboren ist, mag ich zu bezweifeln, wie du gesagt hast, übung macht meistens den Meister :)

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