Extra Miete für Katze?

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8 Antworten

Rechtlich totaler Schwachsinn. Rechtlich gesehen darf man weder mehr Miete für ein Haustier nehmen, noch eine Katze in der Wohnung verbieten, solange es sich nicht um einen Freigänger handelt. Nur bei klaren Interessenskonflikten z.B. Hypoallergikern im Haus, ist ein Verbot einer Katze rechtens. Natürlich ist es im Sinne des Mietverhältnisses sich mit dem Vermieter abzusprechen, aber generell gilt das Katzen und Käfigtiere wie z.B. Hamster, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Fische, Vögel (solange sie nicht zuviel lärmen), Schlangen, Bartagamen, Chamäleons und sowas nicht verboten werden dürfen, es sei denn es handelt sich um giftige oder gefährliche Tiere. Beispiel:

Ich selbst habe 4 Kornnattern, das geht keinen was an, und das erwähne ich auch nicht beim Vermieter. Stress machen kann er mir dafür nicht. Vom Chamäleon weiß mein Vermieter, die Stadtverwaltung, ja alleine schon weil ich das Tier ja anmelden muss (Washingtoner Artenschutzabkommen). Also gibnt es da rechtlich keine Probleme.

Für ein haustier mehr Miete zu nehmen ist meiner Meinung nach ein dreister Versuch Geld abzukassieren, mehr nicht !

"noch eine Katze in der Wohnung verbieten, solange es sich nicht um einen Freigänger handelt" ... also zumindest DAS ist auf jeden Fall rechtlich einwandfrei.

Ein Vermieter muss bei der Haltung von Nicht-Kleintieren der Haltung zustimmen, dazu gehört auch eine Katze, egal ob Freigänger oder nicht.

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Zitat einer anderen Seite: Anders sieht es meist aus, wenn ein Mieter sich «Exoten» in die vier Wände holen will. Bei Ratten oder Schlangen kann der Vermieter die Notbremse ziehen. Diese Tiere muß er nicht akzeptieren, wie das Landgericht Essen (Az. 1 S 497/90) und das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg entschieden (Az. 10 C 166/88).

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@kristallvogel

Hmmm das ist mir neu, aber da würde ich es drauf ankommen lassen. Wir beziehen uns bei dieser anderen Seite jedoch, so denke ich, auf Mehrfachhaltung oder Vielfachhaltung, also Leute die sich hunderte Ratten versuchen zu halten, oder giftige Exoten. Ich selbst halte auch ein Chamäleon, 4 Kornnatter, und 4 Bartagamen. Ich hab mich informiert, mein Cousin ist Anwalt der meinte auch, da kann keiner was sagen....

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Das habe ich noch nie gehört, daß Katzen Miete zahlen müssen. Ich habe 2 Katzen und bin damit schon mehrfach umgezogen. Diese Miete hat mir noch niemand angedroht. Das Problem ist nur, akzeptierst Du diesen Aufschlag nicht, bekommst Du entweder die Wohnung nicht oder Du mußt die Katze abschaffen. Wäre für mich keine Lösung. Sprich doch nochmal den Vermieter an. Mache ihm klar das für ihn durch die Haltung der Katze doch keine Nachteile enstehen.

gehe mit diesem schreiben zu einem mieterverein -das ding ist ungueltig -so eine rechtsprechung gibt es nicht. ein vermieter kann tiere dulden doer auch nicht -am mietzins aendert das nichts.

wir haben eine klausel drin, dass bei tierhaltung eine tierhalftpflicht abzuschliessen ist. das finde ich berechtigt und sinnvoll - denn hund wie katze koennen flecken oder andere schaeden in de wohnung hinterlassen.

Generell gilt: der Vermieter muss der Haltung von Tieren ab Größe Katze aufwärts auf jeden Fall zustimmen, von daher sehe ich da recht gute Chancen, dass seine Forderung rechtens ist. Ich bin allerdings kein Jurist.

Die Begründung ist Fadenscheinig und nicht rechtes. Müllgebühren sind vom Mieter zu entrichten und nicht vom Vermieter. Für Beschädigungen die die Katze an der Wohnung macht, musst du aufkommen, dafür gibt es auch eine KAution.

Das Problem ist halt nur, unterschreibst du nicht, wirst du die Wohnung nicht bekommen.

Aber generell kann er das nicht geltend machen.

Ich gehe mal davon aus, die Müllgebühren waren hier eine mögliche Interpretation der Fragestellerin, nicht die Begründung des Vermieters (ebenso die Sachbeschädigungen) ...

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DAs ist wohl ein absolut unzulässiger Eingriff in die Mietrechte, es kann kein Grund sein Tiere abzulehnen aber durch Mieterhöhung dann zuzulassen. Ich glaube das das ein eindeutiger Missbrauch von Befugnissen ist.

Na ja, wenn ich als Nichtjurist dafür eine Begründung suchen müsste, dann würden mir da sicher ein paar einfallen: Was wäre z.B., wenn ich als Vermieter behaupte, ich könne meine anderen Wohnung dann schwerer an Nicht-Tierfreunde vermieten und hätte dadurch Mieteinbußen?

Oder wenn ich den höheren Arbeitsaufwand (inkl. Schreibmaterial) für die gesteigerte Korrespondenz bzgl. Beschwerden aus der Nachbarschaft anführen würde ...

Generell finde ich das Vorgehen auch nicht "richtig", ob es deswegen aber auch nicht "rechtmäßig" ist?

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@kristallvogel

Die Gründe keine Tier zu zulassen existieren entweder oder sie existieren nicht, sie sind aber bestimmt nicht durch Mieterhöhung zu ändern. Überlege dir einmal das Ausmaß dieser "Möglichkeit". Zumindest würde dann in allen Vermieterangeboten stehen, das bei Vorhandensein eines Tieres die Miete um einen bestimmten Betrag erhöht wird. Von daher glaube ich nicht das es grundsätzliches Recht ist.

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@Auchdazu

So groß sind die Möglichkeiten ja nicht, denn einmal zugelassen muss der Vermieter auch künftig dieses Recht gewähren. Von daher kommt er da nicht wieder raus wenn er den Weg erstmal eingeschlagen hat. Ich glaube auch nicht, dass das allgemeingültiges Recht ist, aber so lange das auch nicht explizit durch das Mietrecht ausgeschlossen ist (und dafür hab ich bisher keine Quelle gefunden) gehe ich davon aus, dass die Klausel im Vertrag gültig wäre.

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@kristallvogel

Ich bezweifle es alleine aus dem Grund schon das es rechtliche Auswirkungen hätte. Hausmeisterdienst! Ich lege diese Situation als Bestechungsvorschlag aus. Zuletzt gehe ich davon aus, wenn diese Möglichkeit rechtlich fundiert wäre könnte man sie ergooglen. Welchen Vorteil sollte die Mieterhöhung für das Mietobjekt bringen?
Wenn es die Kaution betreffen würde wäre es verständlich. "Szenario" ... nach wenigen Wochen stirbt die Katze und dann??? Wird ein neuer Mietvertrag fällig? Das kann doch keine Rechtsgrundlage haben!

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Das habe ich noch nie gehört und halte es für unsinnig. Rufe doch mal einen Mieterverein an. Ich würde auf jeden Fall mal nachfragen womit die 15 Euro begründet sind.

Na ja, "unsinnig" muss ja aber nicht "nicht rechtmäßig" bedeuten - aber der Ansatz die 15 Euro begründet zu bekommen gefällt mir, dafür das DH.

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Er darf sicher keine Extra-Miete für die Katze verlangen.

Entweder er verbietet Tierhaltung oder er erlaubt sie. Ganz einfach.

Wie das allerdings ist, wenn du unterschreibst, weiß ich auch nicht. Denn dann akzeptierst du ja seine Bedingung.

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