Expose an Testleserin schicken?

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2 Antworten

Das kann schon einmal vorkommen. Wenn man als Betaleser den Anfang einer Geschichte bekommt, ohne den späteren Verlauf zu kennen, kann man nur anhand des einen gegebenen Textteils beurteilen. Den Gesamtplot zu kennen hilft dabei es im Zusammenhang zu sehen und inhaltliche Fehler zu entdecken. Schließlich soll man am Anfang eines Buches schon eine grobe Idee bekommen, worum es geht, welche Richtung die Geschichte nimmt.

Exposés schreiben ist außerdem nicht so einfach. Wenn du da ein paar Meinungen zu bekommst kann das auch nicht schaden.

Wenn du dir unsicher bist, frage sie einfach, wofür genau sie den Plot-Entwurf sehen möchte.

Du kannst ihn dir vorher auch als email versenden. Die darfst du dann natürlich nicht löschen, bzw am besten druckst du sie dir zur Sicherheit einmal aus und heftest sie irgendwo ab. Damit hat dein Entwurf einen offiziellen Datumstempel und es sichert dir das Recht an der Idee, sollte es zum Ideenklau kommen.

Wenn es aber eine professionelle Autorin ist, wird sie nicht von dir klauen. Die meisten Autoren haben genügend eigene Ideen. Ich kann aber verstehen, dass dir dabei unwohl ist.

Sprich einfach mit ihr, sicher deine Idee als Mail rechtlich ab und wenn es dir zu vertraulich ist, sag ihr das und behalte den Plot erst einmal für dich. Sie wird bestimmt nicht sauer und wenn doch, ist das eben so.

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Wenn du Angst hast, dass deine Idee geklaut wird, behalte deinen Roman am besten fest verschlossen in der Schublade oder auf dem Rechner. Aber dann wirst du wohl nie die nötige Kritik bekommen.

Wie soll die Dame denn etwas aussagekräftiges zu deinem Roman äußern, wenn sie nur Häppchen zu lesen bekommt? Dass sie den Plotentwurf (oder Exposé? Was denn nun?) lesen will, zeugt von Professionalität. Sei froh, wenn so solche Leute unter deinen Betalesern hast.

Auf dem Weg zur Veröffentlichung wirst du dein Manuskript noch vielen Leuten zeigen müssen, die du alle nicht kennst. Wenn du denen auch mit diesem Misstrauen begegnen willst, dann lass es besser.

Wie stellst du dir eigentlich vor, kommen Romane zwischen Buchdeckel? Denkst du, der Autor zieht erst zum Erscheinungstermin das fertige Werk aus dem Hut? Weißt du nicht, dass ein Manuskript erst der ROHSTOFF für einen Roman ist und dass viele Menschen daran arbeiten müssen?

Ich lehne es grundsätzlich ab, aufgrund von Textpassagen ein ganzes Werk zu beurteilen. Denn das geht einfach nicht! 

Manche Autoren schicken mir auch eine Verschwiegenheitserklärung, die ich unterschreiben soll, weil sie Angst haben, dass ich ihre ach so originelle Idee verwende oder rumposaune. (Wie sprechen von Belletristik, nicht von hochbrisanten Geheimpapieren!)

Rate doch mal, was ich mit solchen Autoren mache. Na?

Ich lehne eine Zusammenarbeit mit ihnen dankend ab, weil ich 1.) dieses Misstrauen kränkend finde und nie werde ausräumen können (wie soll man je beweisen, dass man etwas NICHT gemacht hat?) 2.) ich erkenne, dass ich es mit einem Autor zu tun habe, der bisher noch das Geringste mit Verlagen zu tun gehabt und keine Ahnung von konstruktiver Zusammenarbeit hat und 3.) ich selbst mehr Ideen habe als ich in meinen´m restlichen Leben noch schreiben könnte.

Überleg dir also, was du willst? Im stillen Kämmerlein vor dich hinschreiben und allenfalls Tante oder Oma damit beglücken? Oder willst du veröffentlichen? DANN lerne auch beizeiten, dich dafür zu öffnen.

Und noch etwas: Es ist ALLES schon mal geschrieben worden. Seit Aristoteles gibt es keine neuen Ideen mehr. Es gibt eine handvoll Handlungsmuster, die allenfalls variieren - mehr nicht!

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Kommentar von Siiia
02.03.2016, 17:40

Entschuldigung, dass ich diese Frage gestellt habe.
Ja, ich hatte noch nie mit einem Verlag zu tun und das ist auch das erste größere Projekt, das ich angehe. Darum frage ich ja so etwas. Soll ich mich jetzt dumm fühlen?

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