Expertenfrage: Kuendigungsmoeglichkeit Untermietvertraege

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3 Antworten

Dein Fallbeispiel ist, um ehrlich zu sein, ziemlich haarstreubend.

Erst mal schon weil in D mit Sicherheit kein halbwegs kluger Vermieter ein 6FH an eine Person vermietet. Aber gut, es ist ja ein fiktiver Fall.

Wenn also der Vermieter, hier der Hauptmieter, kündigt oder gekündigt wird müßte er seinen Untermietern ebenfalls kündigen.

Irgend wo in den Tiefen von gf.net meinte ich mal gelesen zu haben das die Eigenkündigung des Vermieters, hier selbst Mieter, bzw. die Kündigung dessen Vermieters ein Grund ist dem Mieter (Untermieter) zu kündigen. Natürlich mit der entsprechenden Frist.

Aber das ist nur meine Meinung. Eine gesetzliche Grundlage oder ein Urteil dazu weiß ich leider nicht.

Ich rede jetzt von fristgerechter Kündigung. Bei fristloser ist mit Sicherheit der Deibel los;-)

Ich rede jetzt von fristgerechter Kündigung.

Ich auch. Nur welche Kuendigungsfrist waere anzuwenden und worauf koennte sich die Kuendigung dann stuetzen?

Wenn die Kuendigung des Hauptmieters durch den Vermieter ein berechtigter Grund nach BGB 573 waere, koennte es ja trotzdem zu einer unloesbaren Situation kommen. Naemlich wenn der Vermieter (in den ersten 5 Jahren) mit dreimonatiger Frist "auf den letzten Druecker" kuendigen wuerde (Kuendigungszugang beim Hauptmieter am letztmoeglichen Tag), koennte der Hauptmieter seinen Untermietern ja kaum noch fristgemaess zum gleichen Termin kuendigen.

Aber wir spekulieren hier ja (vorerst?) nur rum. Vielleicht kommt ja noch einer und hilft uns auf die Spruenge?

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@DerCAM

Vielleicht kommt ja noch einer und hilft uns auf die Spruenge?

Hm, anscheinend nicht. Ich schieb's nochmal nach oben.

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Das ist doch auch nicht anders, als wenn der Mieter einer Wohnung mit 6 Zimmer 5 davon untervermietet. Wird nun vom Eigentümer, mal vorausgesetzt des gäbe einen entsprechenden Grund, dem Hauptmieter gekündigt, dann muss er unverzüglich seinen Untermietern kündigen -- um nicht Schadensersatzpflichtig zu werden, wenn der Vermieter die Räumung der Wohnung verlangt.

Denn nach

§ 546 Rückgabepflicht des Mieters

(1) Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückzugeben.

(2) Hat der Mieter den Gebrauch der Mietsache einem Dritten überlassen, so kann der Vermieter die Sache nach Beendigung des Mietverhältnisses auch von dem Dritten zurückfordern.

kann der Vermieter in meinem Beispiel auch von den 5 Zimmer-Untermietern die Räumung der Wohnung verlangen - gleiches würde dann auch auf dein fiktives Biespiel gelten.

Nein Angy, das waere eine voellig andere Situation, weil sich die untervermieteten Wohnraeume in deinem Beispiel ja innerhalb der vom Vermieter (dem Mieter der Wohnung) selbst bewohnten Raeume befaenden und somit eine Kuendigung nach BGB 573a moeglich waere.

Ausserdem beziehst du dich in deinem Beispiel auf das Rechtsverhaeltnis zwischen Untermieter und "Hauptvermieter" (dem Vermieter der Wohnung), in meinem geht es aber um das Rechtsverhaeltnis zwischen den Untermietern und und deren Vermieter, also dem Mieter des Hauses.

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@DerCAM

Dann müsste man prüfen, ob eine Vertragsänderung mit seinen 5 Mietern nicht auf der Basis § 313 BGB - Wegfall der Geschäftsgrundlage - erfolgen müsste. Wobei ich denke, es macht einen Unterschied, ob ihm gekündigt wurde oder er gekündigt hat.

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@angy2001

Hm, eine Kuendigung des Hauptmietverhaeltnisses ist ja nun kein unvorraussehbares Ereignis. Hier duerfte sich der Hauptmieter kaum auf BGB 313 Abs. 1 oder 2 stuetzen koennen. Schliesslich musste er bereits zum Zeitpunkt des Schlusses der Mietvertraege mit seinen Untermietern damit rechnen, dass ihm das Mietverhaeltnis irgendwann auch mal gekuendigt werden koennte.

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@DerCAM

Warum sollte ein Mieter und gerade in der Situation, in der er ist (nämlich all 6 Wohnungen mieten zu können) davon ausgehen, dass ihm dieser Vertrag mal gekündigt wird. Es zeugt doch schon von der Absicht des Eigentümer bei dieser Vermietung, dass es auf lange Zeit abgelegt werden würde.

Nun gut, eine andere Idee habe ich aber nicht für deinen gedachten Fall - in aller Regel würde sich der Eingetümer wohl eines Verwalters bedienen, wenn er denn selbst die Arbeit mit der Vermietung nicht haben will.

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Erst einmal muss der Vermieter bei Untervermietung zustimmen.
Dann erkundige dich mal nach dem Unterschied zwischen einem Mietverhaeltnis und einem Untermietverhaeltnis.

Entschuldige bitte aber ich hatte im Titel durchaus mit Absicht "Expertenfrage" geschrieben.

Dass es mietrechtlich keinen Unterschied zwischen einem Hauptmmietverhaeltnis und einem Untermietverhaeltnis gibt, ist mir natuerlich voellig klar. Gerade daraus ergibt sich ja die von mir dargestellte Problematik.

Haettest du dann vielleicht noch ne Antwort auf meine Frage?

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Dann erkundige dich mal nach dem Unterschied zwischen einem Mietverhaeltnis und einem Untermietverhaeltnis.

Den kennt DerCAM mit Sicherheit.

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@anitari

Schoen, dass du an Bord bist!

Ich vermute ja irgendwie, dass die Untermietvertraege in diesem Fall vom scheidenden Hauptmieter auf den Eigentuemer uebergehen koennten. Mir will dafuer aber einfach keine gesetzliche Grundlage einfallen.

Vor allem dann nicht, wenn der Mietvertrag ueber das ganze Haus auf der Basis zustande gekommen ist "Mach damit, was du willst. Nutze die Wohnungen selbst oder vermiete sie ganz oder teilweise weiter, mir egal. Du musst mir das Haus halt nur bei Beendigung des Mietverhaeltnisses wieder leer zureuck geben".

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