Experiment, ich versuche mit versteckte Kemara als Migrant eine Fitnessstudio anzumelden um Rassismus nachzuweisen, ist das erlaubt?

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8 Antworten

Also, ist erlaubt, solange du Firmennamen und Gesichter anderer Personen zensierst, das heißt am Empfang und auch andere Leute. Wenn du das nicht tust, verstößt du gegen das Recht am eigenen Bild. Du könntest die Angestellten auch fragen, ob du es veröffentlichen darfst, aber das würde ich eher lassen. Je nachdem, wie gut du in Bearbeitung von Videos bist, solltest du die Stimmen verzerrt darstellen. Hoffe ich konnte helfen...

Auch bei einer Zensierung von Personen ist es NICHT erlaubt!

Schließlich könnten auch die Räumlichkeiten erkannt werden!

Nein, du konntest nicht helfen!

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Natürlich ist das nicht erlaubt und um ein Video zu zeigen, auf dem zu sehen ist, dass du nicht angenommen wurdest würde ich es auch nicht riskieren.

Solltest du aber befürchten massiv beleidigt und bedroht zu werden, dann würde ich die Kamera auf jeden Fall auspacken und es filmen.

Ist halt immer so eine Frage.

nein, das was du da gerne machen würdest ist nicht einfach so erlaubt!

Zum Einen befinden siech die Mitarbeiter des Fitness-Studios an ihrem Arbeitsplatz in einem geschützten Bereich, wo sie nicht so einfach gefilmt werden dürfen 

§201a StGB Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1.von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt

Zudem machst du dich strafbar, wenn du von jemandem Tonaufnahmen anfertigst, dabei ist es ganz egal wo derjenige sich befindet, Maßgeblich ist, dass er über die Aufnahme nicht vorher unterrichtet wurde

§201 StGB Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt 1.das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder 2.eine so hergestellte Aufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.

Ausserdem darfst du das natürlich auch nicht so ohne weiteres veröffentlichen:

KunstUrhG § 33 

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen den §§ 22, 23 ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt.

In der Summe drohen dir bei deinem Vorhaben also ganze 6 Jahre Gefängins sowie bestimmt auch Schandensersatz!

Sehr Gute Antwort. Gab von mir Pfeil nach oben und ein Danke

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Der Tresen eines Fitnesstudios ist ganz sicher kein geschützter Raum, wie eine Wohnung, sondern öffentlich zugänglich.

Verboten ist nur die Veröffentlichung von Aufnahmen, wenn die abgebildeten Personen identifizierbar sind.

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@Georg63
Der Tresen eines Fitnesstudios ist ganz sicher kein geschützter Raum, wie eine Wohnung, sondern öffentlich zugänglich

Es kommt nicht darauf an, ob der Raum öffentlich zugänglich ist, sondern es kommt da drauf an, ob der Raum besonders gegen Einblick geschützt ist.

Wenn das Kriterium wäre, ich Filmen und Fotografieren dürfte, wenn der Raum für die Öffentlichkeit zugänglich wäre, dürfte ich ja selbst in einer öffentlichen Sauna filmen. Dem ist aber nicht so.

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@Georg63

Der Tresen eines Fitnesstudios ist ganz sicher kein geschützter Raum, wie eine Wohnung, sondern öffentlich zugänglich

Das mag "öffentlich zugänglich" sein, aber es ist dennoch der Arbeitsplatz an dem der Mitarbeiter auch besonderen Schutz geniesst. Nicht umsonst dürfen selbst Arbeitgeber ihre eigenen (!!!!) Räumlichkeiten nicht heimlich mit Kameras überwachen. Jemand fremdes darf es also schon erst recht nicht!

Verboten ist nur die Veröffentlichung von Aufnahmen, wenn die abgebildeten Personen identifizierbar sind.

"identifizierbar" ist eine Person auch dann, wenn jemand der dieser Person nahe steht sie auf der Aufnahme erkennen würde. Das kann auch dann der Fall sein, wenn man verucht sie unkenntlich zu machen, denn aufgrund von Kleidung, Tattoos, Frisur, Körperhaltung, Körpersprache etc. kann man auch jemanden identifizieren, erst recht, wenn das auch in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz steht.

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Ach Gott - das sind zahnlose Paragraphen. Würden sie tatsächlich angewendet, wären die Knäste voll von (meist Pseudo-)Journalisten.

Wesentlich mehr Probleme kann die zivilrechtliche Seite - der Schadensersatz - bereiten. Zu einer derartigen Bericherstattung gehört nämlich auch die journalistische Sorgfaltspflicht. Da musst Du also wirklich schon supergenau arbeiten - oder Dich, wie Du ja schon angedeutet hast, an den völlig überschätzen Günter Wallraff wenden. Der darf das, weil er wegen seiner Bekanntheit keine Klagen fürchten muss; er weiß nämlich genau, dass andernfalls ein Shitstorm gegen die Kläger die Folge wäre. Und die potentiellen Kläger wissen dies auch.   

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@Kanzelparagraph

Würden sie tatsächlich angewendet, wären die Knäste voll von (meist Pseudo-)Journalisten

Erstens werden die Gesetze so angewendet, wenn der entsprechende Strafantrag gestellt wird, denn die Nichtverfolgung hätte für die aufnehmenden Beamten ein Strafverfahren wegen Strafvereitelung im Amt zur Folge.

Zweitens bedeutet die Anwendung der  Gesetze nicht Zwangsläufig damit, dass der Verurteilte auch eine Freiheitsstrafe antreten muss, denn sollte eine erfolgen, wird diese sicherlich zur Bewährung ausgesetzt, zweitens wird in den meisten Fällen angezeigten Fällen ja auch nur eine  Geldstrafe verhängt.

Drittens wird ja meist gar kein Strafantrag gestellt, so das eine strafrechtliche Verfolgung ausgeschlossen ist.

Aber um mal ganz ehrlich zu sein, im Fall der Fragestellung ist es sehr Wahrscheinlich, dass das Unternehmen, wie auch die Angestellten ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

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Ich habe eher den gegenteiligen Eindruck - nämlich, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Fitness-Studios eher überrepräsentiert sind.

Du schreibst: "... habe ich ab und zu bedauerlicherweise Probleme z.B. beim Fitnessstudioanmeldung". Bei wievielen Studios hast Du Dich denn angemeldet? Und waren möglicherweise andere Gründe, z. B. Probleme mit der Schufa, dafür maßgebend?

Normalerweise stehen solche Studios miteinander im Wettbewerb und weisen deshalb niemanden ab, der willens und in der Lage ist, die Gebühren dort zu bezahlen und sich an die dort geltenden Regeln hält.

Hi,

natürlich ist es nicht erlaubt in fremde Räume zu filmen (Hausfriedensbruch).

Bei einer Veröffentlichung des Videos wird es richtig teuer werden!

Hallo Tiger 111!

Es ist dann erlaubt wenn die Gesichter und unter Umständen auch die Stimmen verfremdet werden, sodass man nicht auf die Person schließen kann die du da filmst.

Ich denke mal das Team von Günther Wallraff wird da auch darauf achten.

Meld dich doch woanders an oder ist nur ein Studio in der Umgebung vorhanden?

Nein es ist für eine Privatperson nicht erlaubt, weder Ton noch Videoaufnahmen! Daher zur Polizei gehen und den Vorfall melden.

Was soll er melden?

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@Bomberbob

Das es rassistische Vorwürfe von Seiten von Mitarbeitern des Fitnessstudios gab.

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Wurde er beleidigt? Wenn ja, wäre es möglich eine Anzeige zu erstatten. Wenn allerdings der Besitzer sagt, nein du nicht(aus diversen Gründen) bezieht er sich auf sein Hausrecht.

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Wenn er es aufgrund der Hautfarbe sagt schon.

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@Bomberbob

Natürlich ist es Rassismus. Diese Person hat einfach nur keine Ahnung.

Wobei du natürlich nicht nachweisen kannst, dass es rassistisch motiviert ist und zur Polizei kannst du da auch nicht gehen sondern höchstens vor Gericht.

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@Mondmayer

Wenn der Betreiber des Fitnessstudios schlicht und weg sagt : " Nein du nicht " ist es kein Rassismus.

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