Exkommunikation Heinrichs IV Frage dazu , hilfe!

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5 Antworten

Gemeint ist tatsächlich Simon Petrus, der erste Papst, Apostel und Jünger Jesu. Papst Gregor VII. setzte Kaiser Heinrich IV. in Form eines Gebets (an den Heiligen Petrus) ab: "Heiliger Petrus, Fürst der Apostel, neige, wir bitten Dich, gnädig Dein Ohr und erhöre mich, Deinen Knecht, den Du von Kindheit an genährt und bis auf den heutigen Tag aus der Hand der Sünder gerettet hast, die mich um Deiner Treue willen hassten und noch hassen. Du bist für mir Zeuge unter allen Heiligen und meine Herrin, die Mutter Gottes, und der heilige Paulus, Dein Bruder, dass Deine heilige römische Kirche mich wider meinen Willen zu ihrer Leitung berufen hat und ich keinen Raub im Sinne hatte, diesen Stuhl zu besteigen, dass ich vielmehr lieber mein Leben in der Fremde beschließen wollte, als Deinen Platz weltlichen Ruhmes willen durch weltliche Machenschaften mir anzueignen. Und ich glaube daher, dass es Dir in Deiner Gnade und nicht um meiner Werke willen gefallen hat und noch gefällt, dass das christliche Volk, das Dir ganz besonders anvertraut ist, mir gehorcht, weil es mir als Deinem Stellvertreter ebenfalls ausdrücklich anvertraut ist, und das mir um Deinetwillen von Gott Gewalt gegeben ist, zu binden und zu lösen, im Himmel und auf Erden. In dieser festen Zuversicht also, zur Ehre und zum Schutz Deiner Kirche, im Namen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, kraft Deiner Gewalt und Vollmacht spreche ich König Heinrich, des Kaisers Heinrich Sohn, der sich gegen Deine Kirche mit unerhörtem Stolz erhoben hat, die Herrschaft über Deutschland und Italien ab, und ich löse alle Christen vom Eid, den sie ihm geleistet haben oder noch leisten werden, und verbiete, dass jemand ihm als König diene. Denn es gehört sich, dass derjenige, der die Ehre Deiner Kirche zu verringern versucht, selber die Ehre verliert, die er zu besitzen scheint. Und weil er es verschmäht hat, wie ein Christ zu gehorchen, und nicht zu Gott, den er verlassen hat, zurückgekehrt ist, sondern mit Gebannten Gemeinschaft hält, vielerlei Unrecht tut, meine Ermahnungen, die ich um seines Heiles willen an ihn gerichtet habe, verachtet - Du bist mein Zeuge -, sich von Deiner Kirche trennt und sie zu spalten sucht, darum binde ich als Dein Stellvertreter ihn mit der Fessel des Fluchs und binde ihn im Vertrauen auf Dich derart, dass alle Völker es wissen und erkennen, weil Du Petrus bist und auf Deinen Felsen der Sohn des lebendigen Gottes seine Kirche gebaut hat und die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden."

Nachdem ich den Brief gelesen habe möchte ich dann doch schreiben:

Keine Ahnung. Ich habe zwar die Bibel mehr als ein Mal gelesen und auch den Text sicher mehr als ein Mal, aber meine Vorbereitung ist das nicht. Und verständlich ist dieser durchaus einfache Text allemal. In der Zeit wurden bedeutend kompliziertere Texte verfasst.

Nein. Ich meine das nicht als bashing. Es ist schlicht so, dass wir erst lernen müssen unsere Sprache in all ihrer Vielfalt zu verstehen und zu nutzen. Dazu helfen Bücher welche gelesen werden. Denn Übung macht den Meister. Und dann ist so ein Text wirklich ein Kinderspiel. Jede öffentliche Bibliothek hat ausreichend Literatur und kostenlose Beratung. Die Mitgliedschaft ist durchaus günstig.

Du willst ja weiter kommen. Also nimm es mir nicht übel.

Immer wieder ein beliebtes Legitimationsargument(-formel) der Päpste - gerade im 11. und 12. Jahrhundert - gewesen. Wer Petrus war, wurde schon beschrieben.

Gemeint ist der Papst, Petrus war der 1. Jünger von jesus. Ihm übergab jesus den Audtrag (angeblich) sein Werk auf Erden weiterzuführen. Diese Rolle, als oberster aller kKtholiken, also der Stellvertreter des nach oben Aufgestiegenen ist der Papst. hHuskirche des papstes ist der Petersdom in Rom. Die Päbste verstehen sich als Nachfolgrerdes Petrus, deshalb wird mit der Anrede der damalige Pabst gemeint.

Hauskirche des Papstes ist der Petersdom in Rom.

FALSCH, die Hauskirche ist der Lateran ! Bis zur Entführung der Päpste nach Avignon durch die Franzosen wohnte der Papst auch im Lateran. Nach der Rückkehr nach Rom wurde der Wohnsitz des Papstes in den Vatikan verlegt, der durch die Leonischen Mauern geschützt ist und einen geschützten Fluchtweg zur Engelsburg hat.

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