Existiert die Welt wirklich oder...?

17 Antworten

Hallo SY124,

ich fürchte, in Deiner Frage geraten ein paar Dinge durcheinander. Deswegen werde ich ein bissi ausführlicher antworten müssen, um genauer zu beschreiben, was Philosophie und Physik wirklich dazu sagen. Ich hoffe, Du liest es dann trotzdem durch... aber irgendwie möchte ich halt, dass es richtig hier steht.

Zuerst und ganz wichtig: Du vermischst 2 vollkommen unabhängige Fragestellungen:

existiert die welt wirklich oder...?
ich meine dass dieser sogenannter urknall raum und zeit erschaffen haben soll finde ich unlogisch

Die Frage, OB die Welt wirklich existiert, ist eine metaphysische Fragestellung. Hier müssen wir schauen, was die Philosophie dazu sagt. Die Frage, ob unser Universum im Urknall entstanden ist, ist eine physikalische Frage, die wir anhand der Beobachtungsdaten entscheiden. Für die Frage nach dem Urknall gehen wir also bereits von der Hypothese aus, dass das Universum existiert, denn sonst brauchen wir uns die Frage nach seiner Entstehung nicht stellen.

Wenn man Fragen derat verschiedener Kategorien verwurschtelt kommt NIE eine sinnvolle Antwort raus. Deswegen ist es so wichtig, die Teilfragen sauber zu trennen.

Gehen wir also zuerst in die Philosophie rein und stellen uns die Frage

Existiert die Welt wirklich?

Unser Gehirn erfährt über seine Umwelt nur über die Sinnesimpulse, die es von unseren Sinnesorganen bekommt. Also indirekt.

Es ist deshalb tatsächlich nicht im philosophischen Sinne letztbeweisbar, dass die Welt außerhalb unseres Gehirns so existiert, wie wir sie wahrnehmen. Das ist das bekannte Matrix-Problem: Es ist nicht beweisbar, dass unsere Sinne verfälschen oder die Impulse simuliert sind.

Das einzige, was wir tatsächlich im philosophischen Sinne letztbeweisen können, ist, dass wir selbst existieren. - Das berühmte "Cogito ergo sum": Ich kann unabhängige Gedanken formulieren und existiere deshalb.

Allen Aussagen über die Welt (und damit sind keineswegs nur komplexe naturwissenschaftliche Aussagen gemeint, sondern auch die Frage, ob ich existiere, wenn Du diesen Text von mir lesen kannst, ob dieser Text überhaupt existiert... oder ob die Ampel an der Straßenecke existiert ... oder der LKW, der auf Dich zukommt, weil Du bei rot gegangen bist)... allen Aussagen über die Welt liegt IMMER eine metaphysische Annahme zugrunde: Die Welt existiert und wir können durch Beobachtung etwas über die Welt herausfinden. (Wie eben zum Beispiel ob die Ampel rot ist oder dass ein LKW auf Dich zukommt)

Eine metaphysische Annahme hat nichts mit Esoterik zu tun, es handelt sich lediglich um eine Art von "Axiomen", nicht beweisbaren Grundannahmen, die allen anderen Erkenntnisprozessen zugrunde liegen. Unser Alltag kommt genauso wenig wie die Naturwissenschaft ohne derartige Grundlagen aus.

Wenn wir diese Grundannahmen aber nun nicht beweisen können... kann man dann zwischen "guten" und "schlechten" metaphysischen Grundannahmen unterscheiden?

Bis zu einem gewissen Grade ja, aber möglicherweise erst im Nachhinein und vor allem muss man die Frage betrachten, welches Kriterium man zur Bewertung heranziehen will: Was ist, wenn ich keine Beweise habe, eine "gute Metaphysik"?

In der Philosophie gibt man hierauf meist die Antwort, dass sich gute Metaphysik in der Praxis bewährt: Wir kommen zurecht im Leben mit brauchbaren metaphysischen Grundannahmen.

Die Grundannahme ist eine gute Grundannahme, weil sie Dich heil durchs Leben bringt: Du wirst die Straße schleunigst verlassen, wenn Du siehst, dass ein LKW auf Dich zukommt. Die Evolution liefert daher auch eine gute Begründung dafür, diese Grundannahme zu treffen: Sinne, die ihren Trägern wirklich etwas über die Welt sagen, sind evolutionär im Vorteil gegen denen, die die Welt nicht richtig wahrnehmen. - Ein "Beweis" im philosophischen Sinne ist das aber nicht.

Die Grundannahme, Du wärest das einzige, was existiert und alles andere eine Sinnestäuschung, bringt Dich dagegen nicht weiter. Was machst Du dann mit dem nächsten LKW? Stehen bleiben? Trotzdem ausweichen?

Wir machen uns im Alltag nicht klar, dass wir Die Welt existiert und wir können durch Beobachtung etwas über die Welt herausfinden unbewusst längst verinnerlicht haben. Wir beginnen nicht jedes Gespräch mit dem Hinweis, dass wir für die Dauer des Gespräches einmal davon ausgehen wollen, der andere würde existieren. Allein, dass Du hier eine Frage stellst, zeigt, dass Du eigentlich nicht zweifelst, dass dann von Dir unabhängige neue Gedanken zurückkommen aus der Welt, geschrieben von anderen Usern, die eben in der Welt, die wir uns da alle teilen, existieren.

Einen ausführlichen philosophischen Text zu diesen Fragen findest Du hier, wenn Du es genauer wissen willst:

http://www.gkpn.de/Vollmer_Atheismus-Metaphysik.pdf

Jetzt zum Urknall:

ich meine dass dieser sogenannter urknall raum und zeit erschaffen haben soll finde ich unlogisch denn wenn davor kein "raum" da war wie soll es einfach zum knall kommen ? und wenn es keine zeit gegeben hätte dann wäre ein knall garnicht möglich gewesen, da alles "stehenbleiben" würde.

Wenn wir jetzt den Bereich der naturwissenschaftlichen Fragestellungen betreten, ist es erst einmal wichtig, zu betrachten, was Physiker denn eigentlich mit dem "Urknall" meinen.

Beim Urknall "knallt" es nämlich nicht. Der Begriff ist eigentlich nicht sehr gut gewählt, weil er herablassend von einem Kritiker des Modells erfunden wurde, als es noch nicht viele Beobachtungsdaten gab, die den Urknall belegten.

Wir müssen also zuerst betrachten:

Was verstehen Physiker denn unter dem Urknall?

Das Urknallmodell besagt letztlich nicht mehr als dass unser beobachtbares Universum in einem dichten und heißen Anfangszustand begonnen hat: Der Raum, den das beobachtbare Universum heute einnimmt, war viel - seeeehr viel - kleiner und entsprechend heiß und dicht war dieser Anfangszustand.

Mit dem Urknall ist also keine Explosion im Raum gemeint. Mit dem Urknall ist nicht gemeint, dass die Materie anfängt, sich im Raum zu verteilen.

Wir haben lediglich zu Beginn einen sehr dichten, heißen Raum, gänzlich und gleichmäßig dicht mit Strahlung erfüllt (Materie ist unter diesen Bedingungen nicht stabil)... und dann beginnt der Raum selbst, sich auszudehnen. Der Urknall ist nichts anderes als der Beginn der Ausdehnung. Dadurch nimmt die Energiedichte im Universum ab und damit die Temperatur. Dadurch können dann verschiedene physikalische Kräfte und Materie ausfrieren... und das Universum entwickelt sich.

Welche Prozesse zum Beginn der Ausdehnung geführt haben, ist eigentlich irrelevant für die Frage, OB unser Universum so begonnen hat.

OB das Universum so angefangen hat, das ergibt sich aus den Beobachtungsdaten im Universum. Und ja, es gibt eine Fülle von Daten, die sehr eindeutig belegen, DASS das Universum in einem dichten heißen Anfangszustand begonnen hat:

1) Rotverschiebung der Galaxien

Hubble (der Mann, nicht das nach ihm benannte Teleskop) entdeckte in den 1920ern, dass sich andere Galaxien von uns entfernen - umso schneller, je weiter sie von uns weg sind. Diese Fluchtbewegung lässt sich am besten verstehen, wenn wir annehmen, dass sich der Raum ausdehnt, in dem die Galaxien eingebettet sind. Dadurch wachsen die Abstände zwischen den Galaxien mit an.

Mit der Ausbreitung des Alls ergibt sich der Urknall als konkrete Möglichkeit in der Vergangenheit: Denn wenn das beobachtbare Universum expandiert, dann war es gestern kleiner. Und vorgestern noch kleiner ... und so fort.

2) Hintergrundstrahlung

In den 1940ern berechneten Physiker dann, wie dicht und heiß das Universum an Anfang gewesen ist, wenn es im Urknall entstanden ist: Unvorstellbar dicht und heiß. So dicht, dass sich Starhlung am Anfang gar nicht ausbreiten kann - es kommt sofort wieder zu einer Wechselwirkung.

Das Universum muss sich am Anfang also erst einmal eine Zeit lang ausdehnen und abkühlen, bevor sich das Licht ungehindert ausbreiten kann.

Aus dieser Überlegung berechnete man, dass es eine Art Nachhall im Universum geben muss, wenn es im Urknall entstanden ist: Das entfernteste Licht, das man beobachten kann, das muss in alle Richtungen aus der Zeit stammen, als das Universum durchsichtig wurde: Das erste Licht, das sich im Universum ausbreiten konnte. Die Vorhersage war eine gleichmäßig aus allen Richtung kommende Strahlung, bis heute abgekühlt durch die Expansion auf unter 3 Kelvin.

1964 haben Penzias und Wilson diese Hintergrundstrahlung entdeckt - obwohl sie gar nicht danach suchten. Sie gilt bis heute als einer der besten Belege für den Urknall, weil die Mikrowellenstrahlung in keinem anderen kosmologischen Modell derart zwanglos erklärbar wird. Vom Urknallmodell wurde sie eben sogar korrekt vorhergesagt ... und da muss man sich schon fragen, wie ein Modell, das völlig falsch ist, das schaffen soll.

3) Die Häufigkeiten der Elemente im Universum

Nur in den ersten Minuten ist es im Urknallmodell heiß genug, damit sich im ganz jungen Universum Elementarteilchen bilden können. ("Primordiale Nukleosynthese") Deswegen bestimmt die im Modell beschriebenen Temperatur- und Druckkurven, wie viel Materie wir in Universum beobachten und in welchem Verhältnis der Elemente.

Die errechneten Verhältnisse von Wasserstoff und Helium stimmen sehr, sehr gut mit den Beobachtungen im Universum überein. Das Urknallmodell erklärt also dieses beobachtete Verhältnis - wieder eine erfolgreiche Vorhersage des Modells.

4) Bestätigungen in Teilchenexperimenten

In Teilchenbeschleunigern beobachten genau die vorhergesagten Effekte, die wir im dichten heißen Anfangszustand für die ersten Sekundenbruchteile nach dem Urknall erwarten. Weil ganz am Anfang das Universum so dicht ist, spielen hier Quanteneffekte eine Rolle - deswegen können wir kosmologische Modelle in Teilchenbeschleunigern mittesten.

Wirf mal einen Blick auf dieses Bild:

https://profmattstrassler.files.wordpress.com/2014/03/universehistoryreliability2.png

Da siehst Du, dass das Urknallmodell bis in die erste Sekunde des ganz jungen Universums bestätigt ist. Nur in der ersten Sekunde... wo es eben um die Frage der Vorgänge, die zur Expansion führen, geht, da ist man mangels Beobachtungen unsicher, welches der existierenden Modelle das beste ist. (Sag' ich aber gleich noch was dazu)

Erst noch einmal ganz kurz zum Verständnis:

finde ich unlogisch

Nur weil ein Modell unsere Vorstellung überfordert, bedeutet nicht, dass es nicht zutrifft, wenn die Daten eben eine so eindeutige Sprache sprechen wie beim Urknall.

wenn es keine zeit gegeben hätte dann wäre ein knall garnicht möglich gewesen, da alles "stehenbleiben" würde.

Zeit definiert sich über __irreversibel__ ablaufende Prozesse. Etwa wie das Altern: Du kannst einen Stapel Bilder von Dir durcheinander bringen... und sie dann über Dein Alter auf den Bildern wieder ordnen.

Existieren in einem Gleichgewichtszustand nur reversibel ablaufende Prozesse, dann kannst Du "Bilder" dieses Zustandes nicht mehr "zeitlich" ordnen.

Physiker meinen mit dem Beginn der Zeit hier den Beginn irreversibel ablaufender Prozesse.

Am einfachsten (ok, das ist relativ) kann man die Vorstellungen der modernen Physik über den Urknall über die Heisenbergsche Unschärferelation erklären.

Nach ihr sind Δt *ΔE > ħ.

Was heißt das?

Auf der Ebene der allerkleinsten Dinge, in der Quantenwelt, sind manche Größen nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt. Tatsächlich gilt das - anders als oft auf der Schule dargestellt - nicht nur, weil jemand misst und dadurch das System mit der Messung beeinflusst, sondern die Unschärfe ist eine ganz fundamentale Eigenschaft der Natur auf der Ebene des Allerkleinsten. Die Natur an sich ist unscharf. Sie kann nicht exakt einen Wert mit beliebiger Genauigkeit annehmen, sondern schwankt, brodelt um diesen Wert herum. So auch um den Wert "Null".

Das gilt zum Beispiel für die Größen Zeit und Energie. In sehr kurzen Zeitintervallen Δt ist die Energie sehr ungenau festgelegt. Das bedeutet aber auch, dass "Nichts" auf dieser quantenmechanischen Ebene ein brodelndes "Etwas" ist. Ständig entstehen virtuelle Systeme mit einer Energie ΔE und zerfallen wieder nach der Zeit Δt. (Reversible Prozesse!!)

Sie können nicht länger existieren, weil sie ihre Energieschuld ans Nichts zurückzahlen müssen, weil dann der Energieerhaltungssatz gnadenlos zuschlägt. Dazu sollte man noch anmerken, dass es dafür keine unmittelbare Ursache geben muss. Diese virtuellen Systeme entstehen und zerfallen spontan, allein aufgrund der Unschärfe der Natur.

Wenn jetzt ein System für sehr kurze Zeit Δt entsteht, in dem innerhalb seiner kurzen Lebensdauer etwas passiert, ein Prozess abläuft, bei dem genug Energie frei wird, so dass ΔE ans "Nichts" zurückgezahlt werden kann, dann kann das System real werden und existieren.

Ein möglicher Kandidat (es handelt sich um eine Hypothese) für das Liefern einer solchen Energie wäre ein Inflatonfeld, das wegen eines Phasenübergangs in einen falschen Zustand kommt. Das Inflatonfeld, das von einem angeregten Zustand in einen anderen Zustand wechselt, kann für die unglaublich kurze Dauer dieses Phasenüberganges einen negativen - also abstoßenden Druck aufbauen, der zu einer unheimlich schnellen Expansion der Raumzeit für sehr, sehr kurze Zeit sorgt.

Und ungefähr so sehen zumindest einige der Hypothesen zu den Vorgängen beim Urknall aus.

Wenn Du das genauer wissen möchtest, müsstest Du Dir mal diesen Vortrag von Josef Gaßner ansehen, in dem dieses Modell eigentlich sehr schön erklärt wird:

https://www.youtube.com/watch?v=hrJViSH6Klo&t=2s

Grüße

danke für diese lange aber ausfürliche und verständliche Erklärung (:

1
@SY124

Falsch daran ist nur, dass sich die Zeit ausschließlich über irreversibel ablaufende Prozesse definiere. Sie definiert sich über ständige Veränderung des Zustandes unseres Universums.

1
@grtgrt

Seufz.

Irreversible Prozesse gehen mit einer Zunahme der Entropie einher. War glaubst Du, mit was die Entwicklung des Universums einhergeht?

Eben.

Ich bezweifle nur, dass die Erklärung über die Entropie verständlich gewesen wäre.

1
@uteausmuenchen

Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik sagt nur, dass in einem sich selbst überlassenen System jede Zustandsveränderung mit extrem großer Wahrscheinlichkeit (aber keineswegs nicht mit absoluter Sicherheit) zu höherer Entropie führt. [ Du solltest dein Wissen nicht nur Sachbüchern entnehmen, sondern vielleicht auch mal Brian Greene lesen. ]

0
@grtgrt

Brian Greene schreibt Sachbücher.

Und diese "Diskussion" geht schon wieder einmal in eine Richtung, die mit der Frage des FS nichts zu tun hat.

1
@SY124

Um hier Missverständnisse zu vermeiden: Meine Aussage oben, dass eine mögliche Definition der Zeit überirreversible Prozesse erfolgt, ist nicht falsch, ich ergänze aber gerne noch um eine Quelle.

https://www.uni-muenster.de/Physik.TP/~munsteg/10Zeit.pdf

Ich zitiere von dort:

...Die mit ihnen verbundenen irreversiblen Vorgänge laufen aufgrund von Wahrscheinlichkeitsgesetzen ab, welche ein Fortschreiten von geordneten zu mehr ungeordneten Zuständen beschreiben. Dabei wächst insgesamt die Unordnung der betrachteten Systeme. In der Physik ist die Entropie ein Maß für die Unordnung eines Systems. Der Zeitpfeil lässt sich in diesem Fall darauf zurückführen, dass ein geordneter Anfangszustand (mit niedriger Entropie) vorliegt. Während die Gesetze zeitlich umkehrbar sind, führen die Anfangsbedingungen zu einer Unumkehrbarkeit von Vorgängen. Die Frage nach dem Zeitpfeil führt daher zu der Frage nach dem Ursprung des geordneten Anfangszustandes. ....

Josef Gaßner erklärt es auch in dem ohnehin in meiner Antwort verlinktem Video ... und zwar ganz am Anfang. Aufgegriffen und veranschaulicht wird das Ganze dann ab Minute 43.

Grüße

0
@uteausmuenchen

Obgleich der von dir zitierte Aufsatz von einem Professor für theoretische Physik geschrieben wurde und sogar explizit die Aussage enthält "nach dem 2. Hauptsatz nimmt die Entropie stets zu", ist diese Aussage nur grob richtig:

Der 2. Hauptsatz ist eine wahrscheinlichkeitstheoretische Aussage. Als solche kann er nicht ausschließen, dass sich in extrem wenigen Ausnahmefällen ein und derselbe Mikrozustand eines Gases Nanosekunden später nochmals ergibt. Die Zeit wird dann aber dennoch weitergelaufen, also nicht zurückgedreht sein, und von irreversiblem Geschehen kann man dann auch nicht mehr sprechen.

0
@grtgrt

1) Ich würde hier doch darum bitten wollen, den FS nicht weiter mit Details zu verwirren, die WEDER mit meiner Antwort, noch mit der Frage etwas zu tun haben.

2) NIRGENDS - weder in meiner Antwort, noch im verlinkten Text - wird verneint, auf was Du hier hinweist: NIRGENDS wird behauptet, die Zeit laufe rückwärts, wenn ein System zufällig und ausnahmsweise und kurzfristig(!) in den unwahrscheinlichen Fall einer Rückkehr in einen vorherigen Zustand kommt. Das ändert eben NICHTS an der Tatsache, dass der Zeitpfeil durch die Richtung spontan ablaufender irreversibler Prozesse festgelegt ist.

In mir entsteht der Verdacht, dass Dein neuerdings sehr eifriges Interesse, "Fehler" in meinen Antworten zu finden, sehr viel mehr mit meiner ausdrücklich geäußerten Meinung zu Rupert Sheldrakes pseudowissenschaöftlichem Gehabe zu tun hat als mit meinen jeweils kritisierten Antworten.

Es tut mir ausdrücklich für die jeweils betroffenen Fragesteller leid. Meine Meinung zu Sheldrake und auch nicht die Deutlichkeit, mit der ich diese auch in Zukunft vertreten werde, wird sich dadurch aber nicht ändern.

0

Sie geben sich aber viel Mühe

1

"Unlogisch" ist es vor allem, über eine Wenn-Aussage zu einem "Wie" zu kommen und es darüber infrage zu stellen. Das nennt man ein Argumentum ad idgnrantiam: Wenn ich etwas nicht verstehe, kann es auch nicht existieren. Solche Argumentationsstrategien weisen den Urheber immer als Dummkopf aus, also gewöhne sie dir bitte ab.

Alles, was wir über die Entstehung des Universums zu wissen glauben, leitet sich aus noch heute existierenden Naturphänomenen her, die wir tatsächlich beobachten können. Aus diesen Beobachtungen kann man wiederum Regelmäßigkeiten ableiten. Und mit diesen Regelmäßigkeiten rechnen die Wissenschaftler dann auf bestimmte Ereignisse zurück und versuchen sie zu erklären, obwohl sie diese natürlich nicht mehr beobachten können. Jede physikalische Theorie hat also zumindest eine Grundlage, die auch beobacht- und damit in der realen Welt greifbar ist.

Die derzeitige Forschungsmeinung ist, dass das Universum zu Beginn in einer einzigen sogenannten Singularität vereint war. Alle Masse, alle Materie und alle Energie waren auf einen einzigen Punkt konzentriert. Deshalb gab es auch noch keine Zeit: Diese benötigt nämlich immer auch Raum, um zu vergehen, und da es noch keinen Weltraum gab, gab es vor dem Urknall auch kein "vorher". Das "Vorher" war schlichtweg die Ewigkeit, in der noch keine Zeit existierte. Das ist für uns, die den Ablauf der Zeit ja gewohnt sind, natürlich schwer zu begreifen. Die Spuren des Urknalls kann man als Gravitationswellen noch heute nachweisen - das sagte schon Albert Einstein voraus, 2015 wurden sie shcließlich entdeckt.

Die Ursache, weshalb sich der Urknall überhaupt ereignet hat, liegt jedoch noch völlig im Dunkeln. Und hier gehen Wissenschaft, Philosophie und Religionen jede für sich auf die Suche nach Antworten - liefern konnte bislang allerdings niemand, jedenfalls nicht widerspruchsfrei und schlüssig.

Weitgehend zutreffend, nur - trenne dich von dem Begriff "Singularität". Das ist lediglich das mathematische Ergebnis der Relativitätstheorien, die aber auf der Quantenebene ihre Gültigkeit verlieren.

Sie gelten nicht beim Urknall und auch nicht im Kern Schwarzer Löcher. Physikalisch sind Singularitäten nicht existent.

2

Natürlich existiert diese Welt - die Frage ist nur, als was genau.

Das, was wir uns darunter vorstellen, ist mit Sicherheit nur ein durch unser Denken erfundenes Bild der Wirklichkeit:

  • Wir kennen die Dinge nur so, wie sie auf uns wirken. (Kant)
  • Die Welt, in der wir zu leben glauben, ist die vermeintliche Welt der Sinneswahrnehmungen; die Welt ist nur Meinung ... (Parmenides)
  • Wir kennen nur Modelle der Wirklichkeit, ein modellunabhängiges Konzept der Wirklichkeit haben wir nicht. (Hawking)

Gab es den Raum vor dem Urknall?

Hallo!

Es heißt ja, der Raum wäre mit dem Urknall entstanden. Aber ist der Raum in dem der Urknall stattfand derselbe Raum, wie der, welcher bei uns Vakuum genannt wird? Irgendwo muss ja der Urknall selbst stattgefunden haben.

Lg

...zur Frage

Aus nichts kann ja nichts entstehen wie ist aber der Urknall entstanden?

War das alles nur Zufall oder hat das alles Gott erschaffen

...zur Frage

Wie entsteht eine neue Tierart?

Die Frage aller Fragen!
Nein ich kuck nicht in wikipedia, ich bin hier und frage euch!
Wie glaubt ihr entsteht eine neue Tierart? Von einer Bakterie aus dem Meer?... aus Der Bakterie wurde ein Fisch?, der Fisch lebte Jahrhunderte im Wasser, so, nun wie entsteht eine neue Fischart??? Evolution beginnt, aber wie und warum?..weiter geht's mit dem Fisch, der strandet durch ein Zufall auf dem Land! So, nun beginnt die nächste Evolution, der Fisch bekommt Beine und sucht Nahrung usw.. So irgendwann kommt ja eine neue Tierart her, wie macht der Fisch das?? Oder gibt es wirklich mehrere verschiedene Bakterien im Meer wo einfach verschiedene Fische Gleichzeitig heran Evolutionieren😅und irgendwann Stranden verschiedene Fische auf dem Lande, und jeder wurde nach seeeeehr langer Zeit eine uns heute bekannte Tierart??? Ist das so?.... Und tut mir leid falls hier Gläubige sind, aus dem Tier oder Tieren Endstanden dann irgendwann nahtürlich auch wir, der homosapien, Uhrzeitmenschen,  Höhlenmensch..laut dokus im tv: erster gefundener homosapien war eine sehr kleine Frau..gefunden im heutigen Afrika...dann kahmen die Chinesen und am Ende wir Europäer... Muss doch so sein oder? Die Evolution, denn die Geschichte mit Adam und eva von einem Gott erschaffen sollen, glaube ich nicht daran... Für alles muss es eine logische Erklärung geben! Der Urknall entstand, wo hätte den ein Gott sein sollen ? In welchen Raum ? Um den Urknall zu knallen?? Es gab vor dem Knall keinen Raum wo hätte ein Gott sein sollen. Der Raum entstand mit der Zeit durch den Knall.. Nörgler bitte Finger von der Tastatur lassen danke!

...zur Frage

Urknall unlogisch?

Hey, Also das Universum und alles andere ist ja durch den Urknall entstanden, also wenn es keinen Urknall gegeben hätte gäbe es nichts oder? Und vor dem Urknall gab es auch nichts. Also wie kann dann der Urknall entstanden sein ? Ich glaube an Gott aber bin auch ziemlich neugierig in Sachen Wissenschaft.

...zur Frage

Was glaubt ihr, wie alles entstanden ist?

Glaubt ihr dass Gott alles erschaffen hat, der Urknall oder an gar nichts?

...zur Frage

Wo würde die Chance bestehen, wenn uns ein höheres Wesen erschaffen hätte, daß das ein Alien gewesen ist oder ein Wesen wie Gott, was nicht geboren ist?

Ich habe mal gehört, dass die Leute eine Philosophie haben so wie die Überzeugungen an Gott, dass wir von Aliens erschaffen worden sind und die sind uns weit überlegen.Könnte es sein, dass die vor uns existiert haben als der Urknall kam und so jegliches Leben entstanden ist mit ihren Sternen und mit unserem Planeten?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?