Existiert die Mauer aus der DDR in den Köpfen noch?

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7 Antworten

Alle über 50 haben sie noch als bösartiges Ungetüm, das 16 Millionen Menschen eingesperrt hat, im Kopf.

Und ich ("Wessi") bin sehr froh, dass jetzt alle frei sind.

Einige "drüben" sind aber immer noch der Meinung, sie hätten gerne die DDR (und somit auch die Mauer) zurück, weil es einige soziale Faktoren dort gab, die es jetzt im wiedervereinigten Deutschland nicht gibt:

1. Garantie auf einen Arbeitsplatz

2. Garantie auf einen Kindergartenplatz für Kinder von Berufstätigen

3. Garantie auf "bessere Rechte" für Deutsche als für Ausländer

Mag man davon halten, was man will...

Du Wessi scheinst nicht so viel davon zu halten - oder?

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@Bambi201264

Klar ist das machbar! Natürlich nicht in dieser Gesellschaft hier! Woher Du allerdings die "besseren Rechte" für Deutsche nimmst, wollte ich Dich letztens schon fragen!

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@ Bambi201264

Es ist immer interessant für mich Leuten zu begegnen, egal ob in natura oder auch visuell, die sich über die DDR äußern, ohne sie jemals erlebt zu haben. Mit anderen Worten. Sie wissen nichts über das Leben und die Menschen in der ehemaligen DDR aber sie erklären uns das alles.

Was die Mauer in den Köpfen der Menschen betrifft, so existiert sie noch immer. Und solange es in Ost und West noch unterschiedliche Löhne* für die gleiche Arbeit gibt, wird sie auch noch solange Bestand haben.

* Das Beispiel lässt sich auf vieles anwenden. So auch für Versicherungssätze, Harz 4 Sätze usw.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Ja, aber am gleichen Ort.

Auch der Arbeitsmarkt richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Diese sind regional unterschiedlich unabhängig von der Himmelsrichtung.

Ansonsten muss man die Zone nicht selbst erlebt haben damit man sich darüber äußern darf. Das trifft doch auch auf alle Dinge zu, die älter als 90 oder 100 Jahre sind. Man könnte nicht über Bismark, Karl den Grossen usw. diskutieren.

Ansonsten kann niemand behaupten, dass er - nur weil er in der Zone gelebt hat - alles darüber weis. Das orginäre Wissen ist doch in jedem Fall eingeschräkt und kann nur den eigenen Lebensbereich umfassen. Alles andere ist Hörensagen.

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@lesterb42

lester, ich denke, Deine Argumentation ist noch antiker als Bismarck (übrigens mit "ck", verehrter Pisa-Land-Bewohner).

Die "Zone" (richtiger die "Zonen") gab es seit 1949 nicht mehr (hast Du im Geschichtsunterricht gepennt?). Und in der ehemaligen DDR hat keiner behauptet, dass er alles weiß (mit "ß", verehrter Pisa-Land-Bewohner). Das hört man gewöhnlich nur von den Nieten in Nadelsteifen, v. a. aus diesem Land hier! 

Ja, der Arbeitsmarkt richtet sich nach Angebot und Nachfrage, wie so ziemlich alles in der Marktwirtschaft, egal ob es lebende Menschen oder "tote" Leiterplatten sind! Nun steht aber im GG (ich hoffe, Du kennst wenigstens dieses ein wenig!), dass alle Menschen hier in der "bunten Republik" gleich seien. Was ist nun anders am Produktionsstandort Dresden im Vergleich zum Produktionsstandort Stuttgart? Blödere Leute? Da gehe ich mit! Stelle aber die Frage, welche von beiden sind die blöderen? - Niedrigere Lebenshaltungskosten? Das ist kompletter Unsinn, wenn man aktuelle Statistiken zurate zieht! Höhere Arbeitslosenquote und damit mehr Arbeitskraftreserven, um die Leute, die in diesem Land die Werte schaffen, gegenseitig auszuspielen? Yap, das stimmt! 

Angebot von Nachfrage und Angebot sind in den Himmelsrichtungen unterschiedlich? Klar doch, wenn man im Zuge der Einverleibung funktionierende Produktionsstätten im Osten Deutschlands platt gemacht hat und weltmarktfähige Erzeugnisse lieber in Stuttgart, also im Westen, oder, wie es zunehmend üblich ist, komplett in den Billiglohnländern (also noch östlicher als östlich) produzieren lässt. Und wenn man es gestattet, dass hoch qualifizierte Akademiker lieber nach Skandinavien, also in den Norden, auswandern, und Billigarbeitskräfte aus den Ländern der 3. Welt, also vornehmlich aus dem Süden, einlädt, um schief gelaufene Bevölkerungspolitik auszugleichen! 

Ansonsten muss man die Zone nicht selbst erlebt haben damit man sich darüber äußern darf.

Man muss tatsächlich nicht alle historischen Ereignisse selbst erlebt haben, um sich darüber äußern zu dürfen. Heutzutage darf jeder jeden Unsinn über alles schreiben und äußern. Es sollte aber  vor den Begriff "sich äußern" das kleine Adjektiv "intelligent" oder aber "sachkundig" gesetzt werden! Und da mangelt es offensichtlich bei Dir! 

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@666Phoenix

Du kanst mich nicht beleidigen. Du nicht.  Es sind auch nicht alle Menschen gleich. Dann wäre ich ja wie du. Im GG steht, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind (Art. 3 Abs. 1). Und wo du so schlau bist, kannst du mir sicher erklären was an diesem Landstrich deutsch, was demokratisch und was republikanisch war.

Ich erkenne derartiges nicht. Das war kein Staat, sondern eine Zone von Stalins Gnaden, in der Menschen erschossen wurden, wenn sie von einem Stadtteil in den anderen wollten.

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Ja in einigen Köpfen gibt es die immer noch oder einige wünschen sich, sie wäre wieder da. Hört man ja immer wieder mal irgendwo solche Aussagen.

Was denken sie sind die größten auswirkungen dadurch?

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@Jibenni

Musst du das gerade in einer Schularbeit schreiben? Kommt mir so vor von der Fragestellung her XD

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Bester Mann xD

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Zitat Helmut Schmidt 2010: Die DDR ist seit 20 Jahren Geschichte. In weiteren 20 Jahren werden nicht einmal mehr die Kinder in der Schule lernen, wer Erich Honecker war.

lester, falls es Dir entgangen sein sollte: die DDR war nicht nur Honecker! 

Und was hier die Kinder so in den Schulen lernen, darf jetzt schon sehr kritisch begutachtet werden!

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@lesterb42

Hallo!Soll das der dritte Weltkrieg werden.hoert mal endlich auf mit dem hin und her,jeder hat seine Geschichte ob DDR oder BRD.Das ist nach meiner Ansicht nicht real.Der eine hackt auf den anderen herum.Frage an euch beide:Habt ihr die Frage von "jibennin"verstanden?

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@Hongej

Was soll jetzt dieser Einwandt ? Sollen wir die Deutungshoheit über das was in der Zone geschehen ist, denen überlassen, die dem System nahe standen ?

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In so einigen Köpfen ganz sicher.

Was denken sie sind die größten auswirkungen dadurch?

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Ja. So lange die Bürger in den neuen Bundesländern noch als Menschen zweiter Klasse angesehen werden. Macht sich vor allem in Tarifverträgen bemerkbar.

... und bei den Renten.

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Solange noch Menschen leben, die diese unselige Zeit des geteilten Deutschlands miterlebt haben, bleibt diese Mauer existent.

Erfreulicherweise wird sie mit jedem Jahr kleiner...

:-)

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