Existieren mikroskopisch kleine schwarze Löcher und wie entstehen sie?

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5 Antworten

Nach dem aktuellen Stand der Forschung strahlen schwarze Löcher sogenannte Hawking-Strahlung ab und zwar umso intensiver je kleiner sie sind. Dabei verlieren sie an Masse (irgendwo muss die Energie für die Hawking-Strahlung ja herkommen). Wenn ein schwarzes Loch also nichts zu fressen bekommt (also keine Materie aus seiner Umgebung akkretieren kann), dann sinkt seine Masse mit der Zeit, erst sehr langsam, dann immer schneller bis es ganz zerstrahlt.

Bei einem astronomischen schwarzen Loch mit mehreren Sonnenmassen dauert es sehr sehr lange, bis es zerstrahlt. Umgekehrt, die mikroskopischen schwarzen Löcher im CERN, um die vor einigen Jahren so viel Wind gemacht wurde, die durch die Kollosionen von extrem energiereichen Teilchen entstehen, zerstrahlen umgekehrt extrem schnell.

Ein schwarzes Loch, das einerseits lang genug lebt, um direkt (und nicht nur anhand seiner Zerfallsprodukte) untersucht zu werden, andererseits aber klein genug um mikroskopisch genannt werden zu können, entsteht, so weit ich weiß, weder in der "freien Wildbahn" noch kann es künstlich erzeugt werden. Man könnte denken, dass ein ein makroskopisches schwarzes Loch irgendwo im Weltall gerade jetzt seine letzten Jahre vor der endgültigen Zerstrahlung durchmachen dürfte, aber leider ist unser Universum nicht alt genug dafür, ein schwarzes Loch mit nur zwei Sonnenmassen braucht laut http://abenteuer-universum.de/stersterne/bl8.html 10^66 Jahre bis zur vollständigen Zerstrahlung, unser Universum lebt gerade mal etwa 10^10 Jahre...

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Kommentar von DepravedGirl
27.02.2016, 15:28

Recht herzlichen Dank für deine umfangreiche und gute Antwort !

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Kommentar von hypergerd
27.02.2016, 16:30

Der LINK ist gut. Er zeigt auch, dass es noch viel zu erforschen gibt, denn noch ist kein "Mikroloch" direkt nachgewiesen! (in CERN werden immer nur indirekt Energiestöße {meist in MeV} gemessen)

So weit ich weiß, ist die "Verdampfgeschwindigkeit" auch nur eine Theorie/Vorhersage von Hawking.

Man weiß zwar, dass da was über 10^30 Jahre brauchen könnte, aber nichts genaues.

Analog weiß man auch von Proton, dass die Zerfallsdauer über 10^30 Jahre liegt, aber mehr nicht (bis Unendlich {und so lange existiert kein Universum} gibt's noch viele Werte dazwischen!).

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Natürliche Schwarze Löcher entstehen nur durch astronomisch große Massen und zerfallen in astronomisch langen Zeiträumen. Künstlich im Labor erzeugte Schwarze Löcher entstehen mit mikroskopisch kleinen Massen und zerfallen in mikroskopisch kleinen Zeiträumen.

Theoretisch erreicht natürlich auch ein natürliches zerfallendes Schwarzes Loch einmal eine mikroskopische Größe für einen winzigen Zeitraum. Ein derartiger Prozess ist aber schwerer zu beobachten als das finale Siechtum eines Schnupfen-Virus.

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Kommentar von DepravedGirl
27.02.2016, 16:15

Recht herzlichen Dank für deine Antwort !

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Schau dir mal von CERN den LHC (large hadron collider) an.

Das ist aber alles nur theory und noch nicht passiert.

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Kommentar von DepravedGirl
27.02.2016, 15:15

Ok, danke für deine Antwort !

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Ja ich hab sogar eins 😥😌😉

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Kommentar von DepravedGirl
27.02.2016, 15:12

Haha ;-)), ich hätte ahnen sollen, dass so eine Antwort kommt :-))

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Ja, die sind aber 1000x kleiner als ein Atom und somit unrelevant für Menschen. Sie entstehen durch Erdanziehung und UV Strahlung.

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Kommentar von DepravedGirl
27.02.2016, 15:18

Danke für deine Antwort !

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen wie dadurch schwarze Löcher entstehen sollen.

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Kommentar von Bogiano
27.02.2016, 15:20

Das müsste ich dir mal bei einem Kaffee erklären. Das ist definitiv zu viel zum schreiben :-).

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