Existieren auf dem Grund unserer Ozeane riesige Urzeitwesen, die selbst einen Blauwal mit Leichtigkeit umherschleudern könnten?

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8 Antworten

Es ist immer lustig, wenn man auf solche Fragen erst spät eine Antwort beisteuert und dann die ganzen Antworten liest wie "Es ist sehr wahrscheinlich" oder "Selbstverständlich". Da stelle ich mir die Frage, ob hier einfach nur ein besonderes Mitteilungsbedürfnis vorliegt oder eine ernsthafte Psychose, trotz völliger Ahnungslosigkeit eine derart dämliche Antwort zu schreiben. Wissenschaftliche Fakten scheinen euch jedenfalls völlig egal zu sein. Ich bin mir sicher, dass der Fragensteller aber gerne ein paar davon lesen möchte und von eurem Geschwätz sich nicht beeindrucken lässt. Gottseidank kamen ja auch ein paar vernünftige Antworten. 

Fakt 1: Der Blauwal ist zwar das größte und schwerste Tier, von dem wir zur Zeit wissen, aber er steht dennoch nicht an der Spitze der Nahrungskette und hat tatsächlich natürliche Feinde: Der Schwertwal (Orcinus orca) wurde bereits beobachtet, wie er im Rudel einen Blauwal angriff und tötete. Zwar kann ein Orca einen Blauwal nicht "herumschleudern", aber ihm mit Bissen so schwer zusetzen, dass er seinen gewaltigen Vetter dennoch zur Strecke bringen kann.

Fakt 2: Blauwale leben nicht in der Tiefsee, müssen also vor eventuell dort lebenden Ungeheuern genauso wenig Angst haben wie du und ich. Allerdings ist die Tiefsee das Jagdgebiet des Pottwals, der zwar nur etwas mehr als halb so groß ist wie ein Blauwal, sich dort aber erbitterte Kämpfe mit Riesenkalmaren liefert, wie zahlreiche Narben auf den Körpern der Pottwale belegen. Aber auch sie werden nicht "herumgeschleudert", selbst wenn es nicht unwahrscheinlich ist, dass auch ein Pottwal gegen seine Beute hin und wieder den Kampf verliert.

Fakt 3: Wegen des hohen Drucks, des nicht vorhandenen Lichts und damit einhergehend des geringen Anteils an Kleinstlebewesen, welche die Basis der Nahrungspyramide bilden, erlaubt es die Tiefsee nicht, dass dort größere Wirbeltiere überleben (zumindest ist das die gängige Lehrmeinung). Jedoch wissen wir es schlichtweg einfach nicht, ob das stimmt. Man kann wegen dieses Nichtwissens und der Nichtüberprüfbarkeit auch keine Wahrscheinlichkeiten anstellen, die ehrlichste Antwort ist daher "Keine Ahnung". Allerdings glaube ich persönlich auch nicht daran.

Fakt 4: Natürlich blieb es uns nicht erspart, auch vom Megalodon in einer unqualifizierten Antwort zu lesen. Hierfür muss sich der Antwortgeber sowohl von Paläontologen als auch Meeresbiologen kollektiv gleich mehrere Ohrfeigen gefallen lassen. Erstens kann man die Größe des "Monsterhais" Megalodon nur schätzen, da er ein Knorpelfisch war, gibt es von ihm keine Skelettfossilien, sondern nur Zähne. Dass er wahrscheinlich ein Waljäger war, ist jedoch durch Bissspuren an Walknochen anzunehmen. Trotzdem starb - und das ist schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anzunehmen - Megalodon aus, als die Eiszeit begann, die Meeresströmungen durcheinander gerieten und seine Beute in kühlere Gebiete abwanderte, in welche der Megalodon ihr nicht folgen konnte. Die Konkurrenz zu Orcas machte ihm dann endgültig den Garaus. Megalodon ist ausgestorben, für eine andere Auffassung gibt es nicht den allerkleinsten Hinweis geschweige denn Beleg.

Ich hoffe, ich konnte deine Frage zu deiner Zufriedenheit beantworten.

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Kommentar von MarkusKapunkt
22.09.2016, 08:50

Danke für den Stern!

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Der Blauwal ist soweit wir wissen das größte Tier das jemals auf unserem Planeten gelebt hat. Einen solchen "umherzuschleudern" allein ist schon eine Meisterleistung, "mit Leichtigkeit" schafft das nichts und niemand.

Was bei den vielen Theorien und Verschwörungstheorien über Tiefseebewohner gerne vergessen wird, ist das große Tiere auch viel Nahrung brauchen. Es gibt einen Grund warum Blauwale sich in verhältnismäßig seichten Gewässern umhertreiben.

Aufgrund des immer geringeren Sonnenlichts gibt es je tiefer die See wird, immer weniger Nahrung.

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Kommentar von LessThanThree
21.09.2016, 01:15

Das größte Tier, das jemals auf unserem Planeten gelebt hat..wie du sagst: soweit wir wissen!

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Cthulhu kann das bestimmt. ;-)

Es ist bisher keine Lebensform bekannt, die in einer größeren Tiefe als ~8000m exisieren könnte, da Zellen, wie wir sie kennen, unter solch einem Druck nicht mehr funktionieren können.

Die Tiefseetiere, die wir bisher kennen, sind nicht besonders groß, und extreme Größe wäre in solche einer Tiefe auch eher ein Nachteil.

Aber genau wissen kann das niemand, solange wir nicht nachgesehen haben.

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Kommentar von LessThanThree
21.09.2016, 00:46

Muss ja nicht in den größten Tiefen der Weltmeere leben. Der Atlantik ist durchschnittlich z.B. "nur" 4 km tief. 

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Also ganz unwahrscheinlich ist es nicht. Vor allem müsste dieses Wesen echt viel Kraft besitzen. Denn je tiefer man taucht, desto stärker wird der Druck.

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Kommentar von MarkusKapunkt
21.09.2016, 08:20

Doch, es IST ganz, sogar ganz ganz ganz unwahrscheinlich. Mit Kraft hat eine Druckresistenz rein gar nichts zu tun. Ein Lebewesen, was solchem Druck standhalten will, braucht keine Kraft, sondern einen entsprechenden Körperbau. Und die dortigen Tiere sind meistens Weichtiere. Ein kraftvolles Tier würde wie in einer Schrottpresse zerquetscht werden, egal wie stark es ist.

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Es ist enorm unwahrscheinlich, dass es solche Wesen gibt, ohne dass wir je eines zu sehen bekommen haben. Und überhaupt, wovon sollten sie sich ernähren? Wale gibt es nicht allzu viele, und mit kleineren Fischen oder Plankton ist es sicher sehr schwierig, seinen Nahrungsbedarf zu decken.

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Eventuell.
Wenn es jemand wüsste, müsstest du diese Frage nicht stellen

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Selbstverständlich. 70% der Oberfläche unseres Planeten besteht aus Wasser!

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Kommentar von MarkusKapunkt
21.09.2016, 08:24

Tolles Argument. Vor allem bei völliger Ahnungslosigkeit kann man es bringen. Bravo.

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Kann man nicht wissen! 

Den das Weltall ist besser erforscht als unsere Ozeane...

Sicher gibt es unzählige Lebewesen in den Ozeanen, die wir nicht kennen. Ob da jedoch derartige Wesen dabei sind, wie du sie beschreibst, ist fraglich....

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Kommentar von LessThanThree
21.09.2016, 00:40

glaub ich kaum. das Weltall hat kein Ende, die Ozeane schon

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