Existenzgründung ohne fachliche Qualifikation?

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Was du auf jeden Fall machen solltest, ist ein entsprechendes Existenzgründerseminar zu besuchen. Eine gute Adresse dafür ist die DEHOGA, da sie auf die Gastronomie spezialisierte Kurse anbietet.

Wenn du in Betracht ziehst, eine Umschulung zu machen (ist ja auch eine finanzielle Frage), würde es sich natürlich anbieten, eine Ausbildung in der Gastronomie zu machen, z. B. Restaurantfachmann. Das ist zwar nützlich, aber sicherlich keine Voraussetzung für einen Kredit. Ein tragfähiges Konzept spielt da sicherlich eine wesentlich wichtigere Rolle - Stichwort Businessplan. Wir haben dazu mal eine ausführliche Serie geschrieben, vielleicht hilft sie dir ja weiter: http://www.gruenderlexikon.de/blog/series/businessplan-fur-existenzgrunder/

Hallo Heidelberry,

es ist prinzipiell nicht zwingend nötig in dem Gewerbe in dem man sich selbstständig machen möchte, eine Ausbildung gemacht zu haben. Als Quereinsteiger musst du aber natürlich zusehen, wie du das nötige Wissen bekommst. Ein Weg, der hier noch nicht erwähnt wurde, ist die mögliche Selbstständigkeit mit einem Franchise-System der Gastronomie-Branche. Und: Nein, da gibt es nicht nur McDonlad's und BurgerKing! :)

Franchising bietet Quereinsteigern besondere Vorteile, da du vom Franchise-Geber ausgebildet und auch immer weitergebildet wirst. Du lernst vor Betriebseröffnung alles was du wissen musst, um den Laden führen zu können. Wenn du dich darüber informieren möchtest, empfehle ich dir das www.franchiseportal.de Dorst präsentieren sich etwa 270 Franchise-Systeme. Außerdem kannst du dich dort auch ganz allgemein über Franchising in Deutschland informieren.

Viel Erfolg!

ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, kann dir die Frage aber mit dem Sprichwort "wer nichts wird, wird Wirt" beantworten. Tatsächlich brauchs du keine Ausbildung im Gastro-Bereich. Jedoch halte ich diese für sinnvoll, da es wirklich viele Dinge zu beachten gibt... Lagertechnisch sind da alleine viele viele Sachen zu beachten mit denen du nicht rechnen würdest, dann natürlich in der Küche, wie die Hygieneregeln sind, wie man eine Speisekarte erstellt. Wenn ein Restaurant ungefähr 10 Jahre gut läuft, kann man ein wenig positiv sehen, und sagen das es wirklich gut läuft. Du arbeitest 7 Tage die Woche und hast wirklich viel Stress, viel Ärger, viel Arbeit im Restaurant und noch mehr Papierkram. Darauf solltest du dich einstellen. Ich empfehle dir eine Ausbildung, oder minimum Berater die eine Ausbildung gemacht haben, und wünsche dir viel erfolg für die Zukunft! LG, Emil

Hi, ich bin gelernter Baufacharbeiter und habe vor 10 Jahren die Gaststätte meiner Eltern übernommen,habe einen Exsistenzgründerlehrgang gemacht und mehr nicht!Kredit von einer Bank im Gastronomiebereich kannst du sowieso vergessen,da gehen viel zu viel Gaststätten den Bach runter!Überlege dir den Schritt sehr genau,man muß heute sehr viel bieten um Gäste zu gewinnen,zur Zeit geht die Finanzkriese auch in der Gastronomie nicht vorbei,es machen viele zu! Du mußt schon ein gutes Konzept haben und brauchst viele Kunden,denn du wirst ja eine Gaststätte mieten und erwirtschafte da erstmal die Pacht und bezahle dann alles andere, da bleibt am Ende nicht mehr viel für dich! Wenn das Haus nicht in unserem Privatbesitz gewesen wäre hätte ich die Gaststätte nicht übernommen,was neu anfangen ist verdammt schwer!

Gruß Cosel

Rein rechtlich brauchst du tatsächlich keine Ausbildung, meistens wird ein eintägiger Grundkurs bei der IHK verlangt.

Kredit bekommst du sowieso keinen wie auch sonst niemand aus der gastronomie. Also musst du dir nicht nur die Grundkosten der Übernahme ansparen (Einrichtung, Kaution etc.), sondern erfahrungsgemäß auch die Kohle, mindestens die ersten drei Monate überleben zu können und die Grundkosten für dein Objekt bezahlen zu können. Und du solltest dir darüber im Klaren sein, dass diese Kohle auch verloren sein kann.

Wenn du schon ein Konzept im Kopf hast, wäre es wohl am Besten, zunächst einmal ein halbes Jahr in einem ähnlichen Laden zu arbeiten (dafür braucht es nämlich meistens auch keine Ausbildung und es hilft beim Anparen -:)).

Danach kannst du besser beurteilen, ob Gastro wirklich deines ist und ob deine eigenen Ideen funktionieren können. Gastronomie ist keine Spielwiese und 20.000 Euronen sind ganz schnell verbrannt. Das gilt übrigens ganz genauso für Franchise-Systeme. Bei allem Hochglanz gibt es dort auch nichts umsonst.

Wie schwer ist Gastronomie wirklich?

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage. Ein guter Freund und ich möchten zusammen eine Studentenkneipe eröffnen, wir wissen aber nicht ob unsere Erfahrung dafür ausrechend ist…

Wir möchten in unsere Kleinstadt (FH-Standort) mit 30.000 Einwohnern eine Studentenkneipe eröffnen (Gibt es bis jetzt nicht, nur einfache Cafes und Bars). Es soll keine Speisen geben, die Getränke werden klassisch aus der Flasche (0,33l) ausgegeben und wir möchten auch nur in den Abendstunden öffnen (18-23 Uhr). Mit der Stadt ist unser Anliegen bereits besprochen und wir erhalten für die Location einen geringeren Mietpreis als normal.

Kurz zu uns: Mein Freund ist Einzelhandelskaufmann und ich Wirtschaftsfachwirt. Wir haben beide ca. 5 Jahre in der Gastronomie neben Schule und Ausbildung gekellnert. Dies ist allerdings schon 3 bzw. 6 Jahre her.

Wir möchten damit nicht steinreich werden und über die Doppelbelastung / Mehrbelastung sind wir uns im Klaren.

Es geht wirklich hier in der Frage nur darum, wie schwer der rein gastronomische Bereich ist und wie viel Erfahrung muss man für dieses Konzept mitbringen? Reichen unsere kfm.-Kenntnisse und unsere damalige Erfahrung vom Jobben oder kann man auch eine solche Studentenkneipe trotz allem mit einem Restaurant oder einem richtigen Cafe vergleichen? Kaufmännische Erfahrung ist umfänglich vorhanden, Kapital ist da und wir überlegen uns halt, wie viel Erfahrung man mitbringen muss und wie groß der richtige Gastronomiebereich in diesem Konzept ist?

Liebe Grüße

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