Existenzgründung mit Einstiegsgeld trotz bestehendem 400 Euro Job möglich (soll aufgegeben werden)?

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2 Antworten

Hallo Thomas,

... hat jemand das Dilemma schonmal gelöst, und wenn ja, wie???

ich denke mal, dass Du, was Deine jetzige spezielle Frage betrifft, in einem Forum, wo sich hauptsächlich ALG-2 Bezieher tummeln, besser aufgehoben bist. Dort findest Du garantiert jemanden, der sich auch schon mal in einer ähnlichen Situation befunden hat, wie Du. Vielleicht wohnt diese Person dann auch noch in Deiner Nähe.

Das soll dann allerdings nicht heißen, dass Dein Fallmanager genauso entscheiden muß. Wir haben es, in Deinem Fall, immer nur mit "Kann-Regelungen" zu tun. Man (Fallmanager) kann also eine Förderung ( Alg-2 plus Einstiegsgeld) bewilligen, oder eben auch nicht. Die Fallmanager können auch eine finanzielle Hilfe bewilligen, damit sich die Gründer Gegenstände kaufen können, die unbedingt zum Führen eines neuen Unternehmens benötigt werden. Z.B. Auto, Computer, usw.

Nebenbei bemerkt: Auf die gleichen Reaktionen werden jetzt auch viele deiner ALG-1 "Kollegen" stossen. Da hat sich das Gegenstück, der Gründungszuschuss, auch in eine "Kann-Regelung" geändert.

Du wirst wahrscheinlich sehr viel Übezeugungsarbeit leisten müssen, um Deinen Fallmanager davon zu überzeugen, dass es für Dich und die Allgemeinheit (die jeweilige kommunale Kasse) langfristig finanziell besser wäre, wenn Du jetzt Deinen 400€ Job aufgibst und Dich dafür in eine Selbstständigkeit begibst.

Hier schon mal einige Foren: erwerbslosenforum.de, elo-forum.org, arbeitslosennetz.de, hartz-4-empfaenger.de, gegen-hartz.de

Viel Erfolg und viele Grüße aus Köln

Volker Ahlgrimm

Gründeragentur-Köln

Welche Möglichkeiten habe ich nun?

Du kannst die Selbstständigkeit parallel zum 400 EUR-Job aufbauen.

Tommasch 25.01.2012, 18:43

Der Job soll aber aus Zeitgründen aufgegeben werden, da ich mich ja der Selbständigkeit widmen möchte. Zudem geht es darum, wie ich dem Jobcenter die Selbständigkeit schmackhaft mache, Einstiegsgeld oder zumindest weiter H4 erhalte, und den 400-Euro-Job aufgebe...

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VirtualSelf 25.01.2012, 18:47
@Tommasch

Am schmackhaftesten sind die Selbständigkeiten, die in kurzer Zeit aus dem Leistungsbezug führen.
Schmackhaft ist auch, wenn die Selbständigkeit nicht zum Wegfall anrechnungsfähigen Einkommens führt.
In diesem Sinne solltest du eine Möglichkeit suchen, beides parallel zu machen und deinen Wunsch und Willen hinmtenan stellen.

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Tommasch 25.01.2012, 19:33
@VirtualSelf

Aber das ist ja gar nicht das Problem, die haben sich den Businessplan noch nicht einmal angesehen. Die haben gesagt, wenn ein Job, selbst wenn es nur ein mickriger 400 Euro Job besteht, für die Selbständigkeit aufgegeben werden muss, unterstützen sie diese nicht, völlig egal, ob sie zur Befreiung von der Hilfebedürftigkeit führt oder nicht. Nahc deren Aussage möchten die also lieber ein Lbene lang ergänzendes H4 zahlen anstatt einmal zu fördern (hieß das nicht fördern und fordern- ich glaub den ersten Teil haben die vergessen) und eventuell die Hilfebedürftigkeit zu beenden. Und im Übrigen geht es hier nicht um Wunsch und Willen, eine Selbständigkeit, der ich nur 25% meiner Zeit widmen kann, hat von vornherein keine Aussicht auf Erfolg. Mal abgesehen davon, dass ich zwar gerne arbeite, daher der 400 Euro Job, dieser aber eher ein Sklavenjob mit einem defakto Stundenlohn von 6 Euro die Stunde ist. Da ist jede Selbständigkeit besser, selbst wenn sie nur mäßig erfolgreich ist...

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VirtualSelf 25.01.2012, 21:40
@Tommasch

Wenn dein Sachbearbeiter sich nicht mit dem Businessplan auseinandergesetzt oder ihn einem fachkundigen Kollegen zur Beurteilung überlassen hat, sondern ohne Prüfung abgelehnt hat, dann sollte das mindestens eine Fachaufsichtsbeschwerde wert sein.
Sprich mit dem Teamleiter, wende dich an das Kundenreaktionsmanagement. Allerdings werden die zumindest diese Ansicht nicht teilen ...

Mal abgesehen davon, dass ich zwar gerne arbeite, daher der 400 Euro Job, dieser aber eher ein Sklavenjob mit einem defakto Stundenlohn von 6 Euro die Stunde ist. Da ist jede Selbständigkeit besser, selbst wenn sie nur mäßig erfolgreich ist...

... jedenfalls nicht, solange der Lohn nicht sittenwidrig ist.

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