Existenzgrüdung Steuerfrage?

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5 Antworten

Hi,

du solltest dich über die Steuerarten einfach mal schlau machen!

Umsatzsteuer, also die MwSt. Die ist bereits im Kaufpreis enthalte und muss von dir auch extra ausgewiesen werden. (Brutto Netto)

Einkommenssteuer zahlt man auf den reinen Gewinn, also Umsatz nach Abzug aller Kosten.

Gewerbesteuer fällt nur bei bestimmter Firmierung und ab einer gewissen Höhe vom Jahresumsatz an.

wurzlsepp668 30.06.2017, 14:30

der Satz zur Gewerbesteuer ist Quatsch!

Gewerbesteuerfrei sind nur die Berufe nach § 18 EStG.

und egal ob es eine GmbH, AG, GbR, OHG, KG oder ein Einzelunternehmen ist: gewerbliche Tätigkeit bedeutet Gewerbesteuer (und Verkauf von Teilen, da Material eingekauft wird, ist Gewerbesteuerpflichtig).

für GbR, OHG KG und Einzelunternehmen gibt es einen Jahresfreibetrag mit 24.500 €

somit ist bei der Gewerbesteuer der Umsatz sowas von egal ..

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Du mußt auf jeden Fall die 19%-ige Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen. Aber das ist nur ein "durchlaufender Posten". Du nimmst sie ein und gibst sie an den Staat weiter. Die von dir bezahlte 19%-ige Mehrwertsteuer, die du an deine Lieferanten bezahlst, wird gegengerechnet.

Die anderen Steuern sind vom GEWINN und nicht vom Umsatz abhängig, so dass deine Frage nicht beantwortet werden kann.

Die Honorare der Steuerberater sind unterschiedlich. Die Steuerberatungskosten hängen natürlich auch vom Zeitaufwand des Steuerberaters ab. Wenn du viele kleine Ein- und Ausgaben hast, die der Steuerberater buchen muß, ist sein Zeitaufwand höher, als wenn du nur einen Ein- und einen Ausgang hast.

Nimm bitte Kontakt mit der für dich zuständigen Handels- oder Handwerkskammer auf. Dort wird man dir viele Fragen beantworten und dir Tipps geben. Es gibt Abteilungen speziell für Existenzgründer.

x19Roman90x 30.06.2017, 14:48

Vielen Dank. Nur kurz zu der Umsatzsteuer: Also ich zahle ja 19% mehr an die Lieferanten. Die Kunden zahlen 19% mehr an mich. Ich gebe das an das Finanzamt weiter und kriege die 19% die ich bezahlt habe zurück oder? Im Endeffekt bin ich dann auf 0 oder?

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Mignon5 30.06.2017, 14:52
@x19Roman90x

Ja, im Idealfall bist du auf 0.

Meistens ist es jedoch nicht so. Du wirst mehr Umsatzsteuer einnehmen, als ausgeben. Warum? Weil du die Ersatzteile billiger einkaufst, als du sie weiterverkaufst.

Es kann also sein, dass du die Differenz zwischen der von deinen Kunden eingenommenen Umsatzsteuer und der von dir an deine Lieferanten bezahlten Steuer an das Finanzamt abführen mußt. Das wäre bei dir der Normalfall.

Wenn du Mehrwertsteuer beispielsweise für Briefpapier, Telefon, Internet und sonstiges Büromaterial bezahlst, wird das ebenfalls von der eingenommenen Umsatzsteuer abgerechnet.

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USt. i.d.R. 19% auf eingenommene Beträge (Ist-Versteuerung), davon abzuziehen ausgelegte Umsatzsteuer (Vorsteuer) z.B. beim Wareneinkauf.

Ihr seid eine GbR also muss der Gewinn aufgeteilt und gesondert festgestellt werden. Davon und von weiteren Einkünften abhängig ist die Einkommensteuerlast.

Gewerbesteuer fällt ab 24.500,- € Gewerbeetrag an. Der Hebesatz wird von der Gemeinde bestimmt, da die Gewerbesteuer kommunal ist.

Und wieteuer ist ungefähr ein durchschnittlicher Steuerberater monatlich?

Kommt drauf an wie viel Arbeit ihr ihm macht.

Die Kosten für die Buchführung und die Erstellung der Unternehmenssteuererklärungen sind aber Betriebsausgaben und mindern den Gewinn im Folgejahr.

IHK Beiträge und ggf. BG nicht vergessen!

eine GbR zwischen Dir & Deinem Vater würde günstiger werden, weil die Bilanzierungspflicht entfällt wie der GmbH

Dann gibt es neuerdings eine UG haftungsbeschränkt als Unternehmergesellschaft. Hier kann ein Geschäftsführer bestellt werden, das geht bereits ab 1 € Kapital, somit haftet man nicht mit dem Privatvermögen, es gibt aber auch eine G&V sowie Bilanzpflicht.

Je nach Buchungen könnt Ihr die auch selbst vornehmen mit den bei Steuerberatern üblichen Softwareprogrammen wie Datev usw.

Lediglich die Bilanz sowie G&V würde ich dann vom STB vornehmen lassen

Das bereitet die Bilanzbuchhalterin soweit vor. Je nach Umfang dann von 100 € monatlich bis zu einigen Tausend € pro Jahr

Helmuthk 30.06.2017, 16:20

Klasse Idee!

Eine UG gründen mit 1 € Stammkapital und keine Haftung mit dem Privatvermögen?

Dann möchte ich mal wissen, was passiert, wenn der Geschäftsführer dieser UG ein Bankkonto einrichten möchte.

Was wird die Bank fordern?

Richtig, eine persönliche Bürgschaft des Geschäftsführers.

Und das nennst Du "keine Haftung"? Was ist das denn sonst?

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sr710815 30.06.2017, 16:55
@Helmuthk

natürlich ist die Kreditwürdigkeit fast gleich null. Aber die Haftung ist eben beschränkt dann auf dieses Stammkapital von 1 € oder natürlich mehr

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Helmuthk 30.06.2017, 17:14
@sr710815

...und auf die Summe der persönlichen Bürgschaften.

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wurzlsepp668 30.06.2017, 19:27
@sr710815

eine UG mit einem Haftungskapital von unter 100 € ist bereits nach der Gründung insolvent ..... da die Gesellschaft i.d.R. sämtliche Gründungskosten übernimmt ....

geile Idee ...

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USt bis 17500 u.U nichts

ESt vom Gewinn und sonstigem Einkommen abhängig
GwSt vom Gewinn abhängig  

der Berater wird i.d.R nicht monatlich bezahlt sondern nach den Leistungen die er erbringt (pro Erklärung oder Buchhaltung) die errechnet sich nach der StBVV

wurzlsepp668 30.06.2017, 14:27

Buchhaltung ist in den ersten 2 Jahren Monatlich zu erstellen ....

somit: Zahlung des Beraters monatlich ....

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