Existenz auf ein Ganzes angelegt?

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3 Antworten

Grüß Dich secret901!

Das ist eine hervorragende Frage, die aber nur philosophisch beantwortet werden kann und nicht in 3 Sätzen.

Ganz allgemein gesehen kann nur dann jemand Deine Frage verstehen und vollständig beantworten, der sich ausgiebig damit beschäftigt hat. Sie kann aber trotzdem so ausfallen, das es sehr verständlich ist.

Aus meinem Vortrag, den ich in Kassel hielt und der dieses Thema auch beleuchtete, ist der folgende Text zitiert.

Hier ist mein Text, der die Antwort auf Deine Frage ist

Ein Ganzes als Wirkungsgefüge, ganz gleich welcher Größe, kann als Zusammen­schluss seiner Teile mit neuen überge­ordneten Funktionen verstanden werden. Es kann nur dann ganz oder heil sein, wenn dieses nicht zerstört oder über die Maßen beschädigt ist. Das klingt banal, hat aber zur Folge, dass das Ver­hältnis seiner Teile zuein­ander und dessen einzelne Charak­tere, im Interesse der Un­versehrt­heit des Ganzen in dem sie enthalten sind, erhalten bleiben müssen. Klar, denn sind die Einzelteile nicht mehr richtig funktionsfähig, dann kann auch ein Ganzes nur gestört oder gar ganz funktionsuntüchtig sein.

Für uns Menschen be­zieht sich das auf uns selbst und auf den Ort, der uns am nahesten ist, auf unsere Erde und damit auf alle Lebewesen, die mit uns diesen Planeten bewohnen. Wir Men­schen sind es, die bewusst in der Lage sind, dafür die Verant­wortung zu überneh­men. Als ebensolcher Teil dieses Ganzen, und zwar in unaufhebbarer Ab­häng­ig­keit davon, haben wir eigentlich gar keinen anderen Weg, als unsere Exis­tenz­grundlagen zu bewah­ren, wenn wir überleben wollen. In diesem Sinne muss uns die Erde und unser Zusammen­leben wert sein, sie und den Frieden auf ihr zu fördern und zu erhalten. Daraus resultiert auch der Wille zum Leben, so denke ich.

Jedes trägt mit seinem Sosein zum Heilsein des Ganzen bei, aus dem es stammt. Die Toleranz, so finde ich es grund­sätz­lich gesehen, leitet sich für uns Menschen aus dieser Erkenntnis ab, nämlich jedes nach seiner naturgege­benen Weise leben lassen zu wollen. Mit der Ent­stehung unserer Art des Be­wusstseins ist uns Verant­wortung für unsere Lebens­grund­lagen zuge­wachsen und damit natürlich auch für uns selbst und unser eigenes Leben. Das alles wirkt bis in alle Winkel des Alltags hinein.

Daraus resultiert:

Ob wir wollen oder nicht, wir kommen nicht ohne die Ver­pflichtung aus, uns selbst ethi­sche Grund­la­gen zu schaffen, um den Umgang miteinander in posi­tivem Sinne zu erhalten und weiter zu vervoll­kommnen. Wir sind in der Lage, mit dem Geist zwar gedanklich aus der Natur herauszutreten, bleiben doch aber selbst gleichzeitig den Gesetzen der Natur unterworfen. Das macht unser menschliches Dilemma aus: wir haben die Macht, die Natur auf der Erde zu erhalten, aber wir haben auch die Macht sie zu zerstören und uns damit den durch die Natur gegebenen Be­dingungen zu widersetzen. Letzteres bekommt uns ganz und gar nicht und die Folgen in der Natur bekommen wir zu spüren. Sie ist mächtiger als wir.

Die ethischen Grundlagen unseres Verhaltens im Sinne von Menschen­rechten, die die Erhaltung der Natur mit einschließt damit wir überleben können, ein­zu­halten und sie entschlossen und angemessen zu vertei­digen, ergibt sich aus dem Gedanken der Einheit des Seins, der Unitas. Vielleicht gehört auch dazu, die bereits vor­handene Men­schenrechtscharta zu
erweitern, in der die un­verhältnismäßige Zerstörung der Natur tabuisiert wird.

Wo die Lebens­grund­lage und die Würde des Menschen zer­stört wird oder in Gefahr gerät, da hört aller­dings die Toleranz auf, andernfalls würde sie durch Gleich­gültigkeit ersetzt. Die gehört mit Sicher­heit nicht zum rich­tigen Han­deln. Diese ethischen Grundlagen speisen sich dann naturgege­be­ner­maßen aus einer Verant­wor­tungsethik und nicht aus einer Gehor­sams­ethik,wie sie sich aus den Offenbarungsreligionen ergibt.


Immer strebe zum Ganzen und kannst du selber kein Ganzes werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an!

Schiller


Herzlichen Gruß
Rüdiger

vonGizycki 21.02.2017, 20:42

Zusatz:

Ein Ganzes kann auch ein Verein sein oder eine Partnerschaft, eine Stadt, ein Land, das eigene Volk, die Menscheit, die Erde usw. usw.

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Viktor1 21.02.2017, 22:22

Langes Referat - tut mir leid, aber (mit seinen "Gemeinplätzen) völlig überflüssig, außer für dein Ego.
Einen Zusammenhang mit dieser (konstruierten) Frage kann ich nicht erkennen.

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Die Erde — ja das ganze Universum — ist so angelegt, dass wir Menschen als Ganzes (als friedvolle Menschheit) darauf existieren können.

Nach Ansicht von Evolutionisten hat das Universum keinen sinngebenden Zweck, da es ja nicht gezielt konstruiert wurde, sondern zufällig entstand. Der Zufall schliesst sinngebende Intelligenz aus.

Der Physiker John Polkinghorne, ehemals Universität Cambridge, kam jedoch zu folgendem Schluss: 

„Wenn einem bewusst wird, wie unglaublich genau die Naturgesetze abgestimmt sein müssen, um das sichtbare Universum überhaupt zu ermöglichen, kommt man unweigerlich auf den Gedanken, dass das Universum nicht einfach zufällig ins Dasein kam, sondern ein Zweck dahinter steckt.“

Der Zweck sind wir Menschen.

Der Schöpfer des Universums hat das Universum mit dem Zweck "angelegt", dass wir Menschen als "Ganzes" — als friedvolle Menschheit — existieren können.

Völlig unklar. Du solltest möglichst den Zusammenhang hier schreiben, damit man weiß, um was es geht.

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