existentialismus und der selbstmord?

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Camus betrachtet letztlich die Selbsttötung als eine Art Flucht vor dem Absurden des Lebens. Er selbst spricht allerdings zu Beginn von "Der Mythos von Sisyphos" nur von einer bewussten Selbsttötung als "Kontrastmittel" der letzten Verzweiflung an der Absurdität des Lebens, um so in das Absurde einzuführen. Letztlich allerdings betrachtet er die Selbsttötung als Weigerung, das Schicksal des Sisyphos auf sich zu nehmen und den Stein immer wieder neu den Berg hinaufzurollen oder dem Absurden in der Revolte entgegenzutreten. Selbsttötung ist eine Flucht vor den Herausforderungen des Lebens, eine Weigerung, seinem Leben immer wieder einen neuen Sinn zu geben. Dazu muss man wissen, dass Camus ja aus sehr armen Verhältnissen in einem kolonialbesetzten Algerien aufwuchs, selbst einige Lebenskrisen zu bewältigen hatte und sein Leben aktiv in der franz. Resistance riskiert hat.

also war Camus selbst nun für oder gegen den Selbstmord und unter welchen Umständen würde er dies tolerieren?

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Warum könnte Sisyphos bei Camus als Rebell gelten?

Ich weiß, schwierige Frage, aber vielleicht hat davon ja jemand Ahnung :)

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Geht in Religionen die ESSENZ der EXISTENZ voraus?

Ich habe gerade einen Text über den Existentialismus gelesen, in welchen drin stand, dass die EXISTENZ der ESSENZ vorausgeht. Ich frage mich jz aber wie das ist wenn die Essenz der Existenz vorausgeht und wie man sich das denn jz vorstellen kann. Kann das jemand erklären?

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Kommunismus und Existentialismus verträglich?

Hi all! Eine Frage an philosophisch und politisch Interessierte! Beschäftige mich seit kurzem mit Philosophie, Camus und Existentialismus und habe immer wieder gehört, dass viele von Ihnen (inkl. Camus) Kommunisten waren.

Einleitung zu meinem Verständnisproblem:

Der Existentialismus geht, falls ich es richtig verstanden habe, vom Individuum, seiner Existenz, seinen unmittelbaren Empfindungen (Liebe, Lust, Hass,..etc) aus und versucht erst "aposteriori" auf den soeben genannten Erkenntnissen/Empfindungen aufbauend das Modell des Menschen zu konstituieren.

Im Kommunismus hingegen wird die objektive Realität zwar ebenfalls aus ihrer materiellen Existenz und deren Entwicklung heraus erklärt (http://www.helpster.de/marxismus-kurze-definition_182323), es herrscht aber doch das Ideal der Gleichheit, aus welchem heraus versucht wird, Gerechtigkeit zu definieren. Schon bei Platon glaube ich gelesen zu haben, dass die Unterschiede zwischen Menschen, deren Ungleichheit, die Quelle aller gewaltsamen Auseinandersetzungen, die Quelle alles Schlimmen in der Gesellschaft ist.

Mein Verständnisproblem:

Wenn ich aber vom Gleichheitsideal spreche, so leite ich dieses aus allgemeinen Anschaungen und Wertvorstellungen ab, konstituiere somit wieder apriori ein Menschenideal (ähnlich wie in der Religion, nur eben immanent und nicht transzendent) und lasse somit das Individuum mit seinen individuellen Wünschen und Wertvorstellungen unberücksichtigt.

-> Wie kann sich sowas (Kommunismus) mit Existentialismus vertragen?

Und in konkreten praktischen Umsetzungsversuchen des Kommunismus ging somit genau dieser Individualismus unter (z.B. Verbannung eigenständiger Künster in der Udssr, Blaue Ameisen in China, usw, usw...). Und das lag doch sicher nicht an den (untauglichen) Umsetzungsversuchen der utopischen Kommunismusidee..der Untergang des Individuums steckt ja schon in dieser...

Ich könnte noch einiges mehr dazu schreiben.Vielleicht habe ich lediglich etwas grundsätzliches falsch verstanden..bin ein Anfänger in Sachen Philosophie .

Danke fürs Lesen :) !

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kritikpunkte am existentialismus?

ich beschäftige mich seit kurzem näher mit dem existentialismus und muss sagen das diese philosphie vielleicht an manchen stellen zu allgemein gefasst ist. Schließlich ist die freiheit durch bestimmte lebensumstände einfach eingeschärnkt oder auch durch gesellschaftliche einflüsse und verpflichtungen. Oder wie seht ihr das? Inwiefern lässt sich der existentialismus kritisieren?

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Wie genau bezieht sich Camus in seinem Essay "Der Mythos des Sisyphos" zum Thema Schicksal und Willsensfreiheit? Wie steht er insgesamt zu den beiden genannten Thematiken? Wie könnte man ihn mit Seneca und insgesamt der stoischen Philosophie und deren Haltung zu Schicksal und Willensfreiheit vergleichen?

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wer kann mir existentialismus erklären? hab schon viel gelesen in google aber nichts verstanden

könnte mir das jemand bitte in eigenen worten erklären ;(?

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