existentialismus und der selbstmord?

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1 Antwort

Camus betrachtet letztlich die Selbsttötung als eine Art Flucht vor dem Absurden des Lebens. Er selbst spricht allerdings zu Beginn von "Der Mythos von Sisyphos" nur von einer bewussten Selbsttötung als "Kontrastmittel" der letzten Verzweiflung an der Absurdität des Lebens, um so in das Absurde einzuführen. Letztlich allerdings betrachtet er die Selbsttötung als Weigerung, das Schicksal des Sisyphos auf sich zu nehmen und den Stein immer wieder neu den Berg hinaufzurollen oder dem Absurden in der Revolte entgegenzutreten. Selbsttötung ist eine Flucht vor den Herausforderungen des Lebens, eine Weigerung, seinem Leben immer wieder einen neuen Sinn zu geben. Dazu muss man wissen, dass Camus ja aus sehr armen Verhältnissen in einem kolonialbesetzten Algerien aufwuchs, selbst einige Lebenskrisen zu bewältigen hatte und sein Leben aktiv in der franz. Resistance riskiert hat.

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Kommentar von istdochegal30
15.02.2017, 21:57

also war Camus selbst nun für oder gegen den Selbstmord und unter welchen Umständen würde er dies tolerieren?

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