Exfrau reisst Mann Geldbeutel aus der Hand...?

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11 Antworten

Je nach genauem Ablauf und verschiedenen Umständen kann das Verhalten nach §34 StGB rechtmäßig sein oder nach §35auch nicht. Zitat:

Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden.

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Er hat sich strafbar gemacht (Körperverletzung, Platzwunde) Den Geldbeutel hätte er auch sanfter wieder erlangen können. Wolfgang ist zu aggressiv gewesen.

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Das ist von Seiten Wolfgangs o.k. Er hat einen gegenwärtigen Angriff auf sein Eigentum abgewendet und die Platzwunde am Kopf wird ja wohl eher fahrlässig als vorsätzlich geschehen sein.

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Ist der Schwitzkasten eine tödlich wirkende Maßnahme?

Die Frage ist irrelevant. Wolfgangs Aktion war unverhältnismäßig, deshalb hat er sich strafbar gemacht. Man kann ihm nur wünschen, dass er in Zukunft lernt, seine Interessen auf legalem Wege anzumelden.

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Wolfgang hat sich Strafbar gemacht nach § 229 STGB .........er hätte Ursula einfach gehen lassen sollen ....und sie dann des Diebstahls anzeigen sollen ...... hätte er Ursula nicht gekannt hätte er Sie nach §127 STPO solange festhalten können bis die Polizei eintrifft !

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Das klingt dann doch durchaus nach gefährlicher Körperverletzung. Auch z.B. der Fußboden kann zum "gefährlichen Werkzeug" werden, wenn man den Kopf des Tatopfers dagegen haut. Zumindest erschließt sich das Zustandekommen einer Platzwunde nicht so ohne weiteres, wenn es nur um eine simple Geldbörse geht, die man zurück haben will.

Zwar ist auch Eigentum grundsätzlich notwehrfähig, aber wenn die Frau dem Mann problemlos die Geldbörse entreißt, könnte er sie einfach zurück entreißen... Bei Notwehr ist immer das mildeste zur Verfügung stehende Mittel zu wählen, das zum Ziel führt.

Dass er sich das "nicht hat gefallen lassen", klingt dann doch eher nach NotRACHE als nach Notwehr.

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question2016 01.01.2016, 15:17

Solange die Beute nicht in Sicherheit gebracht ist, ist der Raub immer noch notwehrfähig.

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skyfly71 01.01.2016, 15:36
@question2016

Das ist SO natürlich Unsinn. Erstens ist das aus der Hand entreißen nicht zwangsläufig ein Raub, zweitens ist Notwehr nur so lange möglich, wie der Angriff auf das Rechtsgut andauert. Hat man die "Beute" wieder in seinem Besitz, wird man in aller Regel davon ausgehen, dass der Angriff beendet ist.

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Still 01.01.2016, 17:57

Ein Fußboden, oder die Hauswand, werden wohl kaum ein gefährliches Werkzeug im Sinne von 224 StGB sein!

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skyfly71 02.01.2016, 10:59
@Still

Doch, ich gehe davon aus. Bei Hauswänden schon öfter erlebt und ich würde da im Zweifel keinen Unterschied zu einem Steinboden sehen.

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Still 02.01.2016, 14:28
@skyfly71

Kannst du mal ein Urteil anführen, in dem Wand oder Boden als Werkzeug im Sinne von 224 StGB gewertet wurden?

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Still 02.01.2016, 18:53
@skyfly71

Wir wissen nur, dass die Frau am Kopf blutete. Ich schließe 224 weiterhin aus.

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MoralRechtRat 02.01.2016, 15:03

Eine gefährliche Körperverletzung hat "Wolfgang" hier ganz sicher nicht begangen.

Vielmehr "Ursula", wenn sie mit dem Geldbeutel "Wolfgang" geschlagen haben sollte.

Ein Fußboden oder eine Wand ist nie mit § 224 StGB vereinbar.

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Unter Umständen (!) könnte das Vorgehen nach §32StGB gerechtfertigt gewesen sein.

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"Ursula" beging einen Diebstahl nach § 242 StGB an "Wolfgang". Das musste sich dieser nach § 32 StGB ( Notwehr ) nicht gefallen lassen. Wichtig ist hierbei, wie intensiv die jeweiligen Gewalt Aktionen von "Wolfgang" ausgeführt worden sind.

Hat er "Ursula" nur kurz und nicht zu fest im Schwitzkasten gehalten, ihr vielleicht dabei noch angeboten den Geldsack heraus zu geben, "Ursula" dies aber verneint, geschwiegen oder pampig geantwortet, "Wolfgang" "Ursula" darauf umgehend zu Boden geschmissen, sich schnell auf sie gesetzt, genauso schnell den Geldbeutel an sich genommen und danach umgehend wieder von "Ursula" entfernt, so finde ich sein Verhalten durchaus angebracht, im Sinne von § 32 StGB .

Ob die Platzwunde durch das zu Boden schubsen oder das drauf setzen erfolgte, ist nicht ersichtlich.

Was "Wolfgang" nicht durfte, ist sich auf "Ursula" drauf zu schmeissen. Denn das ist eine zumindest fahrlässige Körperverletzung nach § 229 StGB . Eine normale Körperverletzung nach § 223 StGB von "Wolfgang" scheidet wegen dessen Affekt- und Spontanhandlung aus.

So oder muss sich die Frau aber nicht wundern, wenn sie meint ( was typisch ist ), sie hätte mal eben als Frau mehr Rechte als Männer und könnte mal eben etwas stehlen.

Wenn der Geldsack ihr gehört hätte, dann hätte sie vor dem aufeinandertreffen mit "Wolfgang" die Polizei hinzurufen sollen. Mit ihrer Selbstjustiz hat sie sich am Ende einen Bärendienst erwiesen, gleich ob sich "Wolfgang" selbst strafbar gemacht hat oder nicht.

Ein Schwitzkasten ist natürlich allgemein nicht tödlich. Das hat der Schwitzkasten Geber immer in der eigenen Hand. Allgemein ist der Schwitzkasten aber formal eine Beleidigung mittels Tätlichkeit nach § 185 StGB, wenn diese Straftat nicht durch § 32 StGB oder eventuell § 127 StPO aufgehoben wird.

Man darf natürlich nicht zu fest zudrücken, da sonst zumindest der Versuch von Straftaten nach den §§ 223 oder 212 StGB in Betracht kommen könnte.

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Natrülich hat Wolfgang sich strafar gemacht. Was dachtest du denn? Daß ees erlaubt ist,Leute in den Schwitzkasten zu nehmen und sich draufzusetzen?

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Tödlich nicht, aber als Mann ner Frau gegenüber unverhältnismäßig um nen Geldbeutel wieder zu bekommen......also ja er hat sich strafbar gemacht

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question2016 01.01.2016, 12:25

Frau könnte auch groß gebaut und Kampfsportlerin sein.

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DelilahGirl 01.01.2016, 12:30
@question2016

Ganz ehrlich? Was willst du? Wenn du hören willst nein hat er nicht kannst du lange warten. Es war nicht ok und damit musst du und er leben. Deine ganze aber wenn aber wenn is irrelevant. Wenn er nur mit so ner Gewalt sich durchsetzen kann hat er ein problem das auch du nicht wegreden kannst

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LinkegleichSED 01.01.2016, 12:30

ich dachte auch, dass männer und frauen angeblich gleich sein sollen?

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Was für eine Tragödie, die Geschichte von Wolfgang und Ursula.

Das mit den Schwitzkasten fand ich am besten..:) aber nein, er darf das nicht machen

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