Exarbeitgeber verlangt von mir Geld bitte helfen Sie mir?

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10 Antworten

Dann sag ich Dir mal was ich als Arbeitgeber davon halte:

1. Ich schließe einen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitnehmer, ein Vertrag beruht immer auf beiderseitigen Einverständniss. Der AN bietet mir seine vertraglich festgelegte Arbeitskraft an und ich bin ihm dafür Arbeitsplatz und Gehlat schuldig. Ich verhalte mich vertragskonform und erwarte das auch von meinen Arbeitnehmern. Explizit bedeutet das für mich: wenn ein Arbeitnhemer unentschuldigt nicht zur Arbeit erscheint muss ich für Ersatz sorgen oder Aufgaben des Arbeitnehemers umverteilen bzw. terminlich verändern falls das überhaupt möglich ist. So oder so entsteht mir und auch den anderen Mitarbeitern Aufwand oder Umstände die vermeidbar gewesen wären.

2. Durch dein unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz ist dem Unternehmen finanzieller Schaden entstanden den ein Arbeitnehmer nur in sehr wenigen Fällen oder in Führungspositionen abschätzen kann. Als Arbeitgeber ist es mein gutes Recht den Arbeitnehmer der solche Situationen vorsätzlich geschaffen hat, oder billigend in Kauf genommen hat, an den Kosten zu beteiligen.... mindestens in Höhe seines Gahlts für die fragliche Zeit. Das ist keine Strafe wie Du es nennst, sondern SCHADENSERSATZ.

3. Bei allem Wohlwollen, bin ich als Arbeitgeber nicht bereit die Faulheit und den nicht vorhanden Anstand, sowie das unkollegiale Verhalten eines Mitarbeiters zu unterstützen der mein Unternehmen als Wohlfahrtseinrichtung sieht zu dem er kommen kann wann er will.

4. bin ich nicht bereit das allerseits beliebte Betriebsklima in meinen Unternehmen durch Billigung solchen Verhaltens eines einzlenen Mitarbeiters aufs Spiel zu setzen.

Es wird von Tag zu Tag schwieriger neue geeignete Mitarbeiter zu finden und als Arbeitgeber lasse ich mir das einiges kosten.... sowohl in Form von guten Arbeitsbedingungen, teuren Gehältern und vorbildlichen Sozialleistungen. Ich glaube und das wird mir auch immer wieder bestätigt, ein guter Arbeitgeber zu sein. Dafür erwarte ich aber auch das ein Mitarbeiter in meinen Untermehmen hinter seinen Kollegen, hinter den Unternehmen und hinter mir steht.


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Kommentar von Grautvornix
24.08.2016, 19:26

Sieht gut aus, leider sehen das nicht alle Arbeitgeber so, ich bin sicher, das deine Beschäftigten neben der Bezahlung auch die entsprechende Anerkennung  für ihre Leistungen bekommen.

Geld ist nicht alles, der Rest muß auch stimmen und dann macht Arbeit auch Spass.

Wann kann ich anfangen?:-).

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Das lässt sich so schwer beurteilen. Wenn du Paragraphen zitierst, muss du auch die Quelle dazuschreiben. Ich nehme an, es handelt sich um deinen Arbeitsvertrag. Da ich ihn nicht kenne, kann ich auch schlecht bewerten, ob die Forderung rechtens ist. Warum hast du gefehlt? hast du dich krankgemeldet? Bist du einfach nicht erschienen?

Dasselbe gilt für die Arbeitskleidung. Ohne Rechtsgrundlage fehlt mir da jede Vorstellung, wofür du da bezahlen sollst. Dem Gesetz nach ist eine Leihe unentgeltlich (598 BGB). Eine Leihgebühr also unzulässig.

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Hi,

grade im Servicebereich ist es oft so, dass Du eine Leihabgabe für die Kleidung zahlen musst (Waschen etc.) meist bewegt sich das aber meiner Erfahrung nach bei 5-10 €. Wenn Du gefehlt hast, ist der Abzug rechtens. Kannst Du nicht mit dieser Abrechnung oder Aufschlüsselung zum Arbeitsamt gehen und da mal jemanden bitten nachzusehen. Meine Freundin arbeitet beim Arbeitsamt und hilft oft Leuten die nicht klarkommen oder von Zeitarbeitsfirmen ausgebeutet werden. .... Versuchs mal ...

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Tja, du kannst bei der Arbeit nunmal nicht einfach so nicht hin gehen. Da musst du dir entweder frei nehmen oder ein Attest vom Arzt holen. Die Strafen für unabgemeldetes / unentschuldigtes Fernbleiben sind in deinem Arbeitsvertrag geregelt, und der gilt nunmal :/

Was deine Arbeitskleidung betrifft weiß ich leider nicht, einen solchen Fall hatte ich bis jetzt noch nie. Aber schau doch mal in den Vertrag, irgendwo müsstest du ja etwas zu dem unterschrieben haben. Gerade bei großen Firmen ist doch alles vertraglich geregelt

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Wer legt den überhaupt die Strafhöhe vor ?

Diese wird vertraglich vereinbart oder aus § 823 BGB abgeleitet. Wer einen Schaden schuldhaft verursacht, hat diesen zu ersetzen.

Teilweise hat die GmBH selbst einfach Einsätze gestrichen

Das wäre dann deren Problem. Das Betriebsrisiko trägt immer der Arbeitgeber und darf dieses nicht auf die Arbeitnehmer abwälzen.

Das unentschuldigte Nicht-Erscheinen ist jedoch dir anzulasten und kann Regressansprüche des Arbeitgebers auslösen.

Was soll ich tun ?

Ich nehme an du bist weder Mitglied einer Gewerkschaft noch hast du Arbeits-Rechtsschutz?

Außergerichtliche Forderungen sind erstmal belanglos. Wenn ein arbeitsrechtlicher Mahnbescheid ergeht, dann solltest du einen Fachanwalt für Arbeitsrecht bemühen.

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Kommentar von Hilfe562
24.08.2016, 11:38

Das heißt die Strafhöhe von 70 Euro müsste im Arbeitsvertrag verankert sein ? Ansosnten können die doch nicht einfach irgendwelche Strafhöhen erfinden ?

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du bist mit dieser Firma einen Vertrag genauer Arbeitsvertrag eingegangen. Aus freiem Willen hast du die Pflichten als Arbeitnehmer nicht erfüllt.
Wenn das mehrere Arbeitnehmer machen würden wären alle firmen Pleite.
Nun stellt diese Firma zurecht Schadensersatzansprüche.
Diese mußte auch begleichen sonst bekommste von Anwalt dieser Firma eine Zahlungsaufforderung samt Anwaltskosten. Dann werden aud 51 Euro 250 Euro und mehr

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Kommentar von Pucky99
24.08.2016, 11:21

Ob Schadenersatzansprüche bestehen müsste zunächst geprüft werden. Da spielt dann eine Rolle , ob überhaupt ein Schaden entstanden ist und wenn ja ob der Fragesteller die Umstände, die zum Schaden geführt haben zu vertreten hat. So ganz einfach ist das also nicht.

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Hallo,

die Frage ist schon mal, bist du einfach nicht aufgetaucht, oder warst du wenigstens so schlau, dir beim Arzt eine Krankmeldung zu holen.

Hast du eine Krankmeldung, kann dich keiner belangen, du warst ja krank und somit, wie es offiziell heißt, "arbeitsunfähig".

Bist du einfach nicht aufgetaucht, hat der Arbeitsgeber durchaus Regressansprüche gegen dich.

Zunächst sollte man schauen, ob darüber etwas im Arbeitsvertrag stand, vermutlich aber eher nicht. Dann müsste der Arbeitgeber dir vorrechnen, wie sich die Schadensersatzforderung zusammensetzt.

Außerdem gibt es bei Regressansprüchen auch zu berücksichtigen, ob diese verhältnismäßig sind.

Bezüglich der Leihgebühr für Kleidung ist die Frage, ob hierzu etwas vertraglich geregelt wurde? Wenn dir vorher nicht bekannt war, dass eine Abgabe für die zur Verfügung gestellte Arbeitskleidung, kann der Arbeitgeber die auch nicht mehr im Nachhinein verlangen.

Etwas anderes wäre vielleicht, wenn du die Klamotten kaputt gemacht hast.

Rechtlich relevante Auskünfte kann aber nur ein Anwalt geben.

LG, Chris

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Kommentar von Hilfe562
24.08.2016, 11:35

Ich bin nicht erschienen, aber müsste das Unternehmen nicht dann beweisen, dass wirklich ein Schaden von 70 Euro entstanden ist ? Die Schadenersatzhöhe haben die absichtlich hoch angesetzt, damit sie mir kein Gehalt mehr zahlen müssen und ich noch was abbezahle

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§ 15 I, II  von welchem Gesetz? BGB, Straßenverkehrsordnung, BtMG....?

Du hast ja schon mal dazu eine Frage gestellt.

Ich halte das für den Versuch dich um deinen Lohn zu bringen.

Geht man nicht zur Arbeit, dann bekommt man auch kein Geld.

Der Arbeitgeber muss dann deine Arbeit von jemandem anderes machen lassen.

Dises Geld kann er von dir nicht fordern, da der andere Arbeitnehmer ja mit seiner Arbeit einen Wert geschaffen hat.

Er kann dadruch das du nicht z.B. um 7:00 am Arbeitsplatz warst Zusatzkosten haben für die du dann verantwortlich wärst.

Diese Kosten muss er dir nachweisen, aber nicht so wie in dem Schreiben, das ist "nichtsagend".

Servicemitarbeiter ist ein weiter Bereich, was genau war deine Aufgabe, und welcher Schaden kann entstanden sein?

Konnte ein Bewirtungsbetrieb nicht rechtzeitig öffen?

Waren deine Kollegen überlastet, so das 4 Leute auf ihr Bier warten mussten ?

Teilweise bin ich nicht erschienen...

Dann hast du wohl auch nicht angerufen, das du nicht zur Arbeit kommst?

Sollte man zur Schadensbegrenzung immer machen, auch wenn man für die AU drei Tage Zeit hat, ist eine Frage der Fairniss.

Ich würde mir das nicht gefallen lassen.

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Also Dein böser Ex-Arbeitnehmer will noch Geld von Dir? Der war also bei Dir angestellt? Du hast Dich wohl in der Aufregung verdaddelt: DU bist der AN, der andere ist der AG.

"an 2 Tagen gefehlt"- Du hast Dich korrekt krankgemeldet? Ansonsten kann der den Schaden, der durch Dein eigenmächtiges Fernbleiben entstand, schon verlangen.


Rückgabe Dienstkleidung: hast Du das schriftlich oder Zeugen? Je nachdem,was das für Sachen waren, sind 51€ nicht eben viel. 2 Shirts und 1 Hose liegen ggf. schon darüber.


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Kommentar von Pucky99
24.08.2016, 11:22

Genau genommen ist der in der Umgangssprach als Arbeitgeber bezeichnete
Partner der Arbeitnehmer, weil er Arbeitskraft annimmt. Der als
Arbeitnehmer bezeichnete Partner gibt seine Arbeitskraftund ist daher
genau genommen der Arbeitgeber.

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So wie ich das sehe berechnen die dir, dass sie jemand anderen diese 2 Tage einsetzen mussten. 144 € Bruttoverdienst.

Wenn du diesen Verdienst nie erhalten hast, ist dem Unternehmen kein Schaden entstanden und die Forderungen sind ungerechtfertigt. Aber ohne deinen Vertrag  und die Umstände genau zu kennen ist es schwierig genaue Aussagen zu treffen.

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