Ex Frau spielt falsch , beeinflusst das Kind ?

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7 Antworten

Muss nicht an der Mutter liegen aber kann. Dein Freund sollte mit der Kleinen Klartext reden, dass er nie wieder mit der Mutter zusammen ziehen wird und sie auch nicht wieder heiraten wird. Solange er schweigt, solange macht sie sich Hoffnungen und das ist nicht fair.

Sag auch du dem Kind wenn es dich anspricht, dass ihre Mutter den Papa  verlassen hat und mit dem anderen Mann zusammengezogen ist und er dich erst später kennen gelernt hat.

Du musst ihre Mama nicht gern haben, kennst sie ja kaum. Du hast die Kleine gern, das ist doch gut!  ( Sofern es stimmt.)

Nächstes mal würde ich die Kleine zum Vater schicken, sie soll ihn fragen, ob er wieder bei der Mama einziehen würde, wenn du nicht mehr da wärst.

Mach das nicht zu deinem Problem. Du musst nur fair und nett sein zum Kind.

Dein Partner lässt seine Tochter in der Luft hängen, er soll es regeln.

Dass er zum Babysitten in die Wohnung der EX gehen soll ist sicher hier falsch. Zumal nicht Kinder die Regeln bestimmen.

Ich mache mir in der Situation weniger Sorgen um dich, vielmehr ist zu beachten, was dem Kind damit angetan wird. Sicher ist es auch für dich nicht schön, aber wenn du mit deinem Freund über das Thema sprichst, sollte das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen. Leider kommt es heutzutage öfter vor, dass Eltern sich trennen. Das alleine muss für das Kind aber nicht schlimm sein, schlimm ist es aber, wenn das Kind von einem Elternteil benutzt wird, um eigene Interessen durchzusetzen.

Das Schwierige an der Situation ist, dass schwer festzustellen ist, was wirklich von der Tochter deines Freundes kommt und was ihr eingetrichtert bzw. in den Mund gelegt wird. Wichtig ist in diesem Fall, klare Verhältnisse zu schaffen. Die Tochter ist zwar erst 9, aber auch in diesem Alter kann man mit ihr schon über vieles ehrlich (natürlich kindgerecht) sprechen. Wenn beide Eltern klar dazu stehen, dass die Beziehung vorbei ist und dem Kind keine falschen Hoffnungen machen, kommt dies dem Kind nur zugute, während falsche Hoffnungen erwecken belastend sein kann.

Eigentlich ist es die Aufgabe deines Freundes, für klare Verhältnisse zu sorgen, aber viele Männer drücken sich gern vor sowas. Er muss erstens seiner Ex klarmachen, dass sie der gemeinsamen Tochter nur schadet, wenn sie ihr solche Sachen sagt, dass du sie nicht magst oder sie wieder mit dem Papa zusammenkommt, und dafür Sorge tragen, dass das auch aufhört, und zweitens seiner Tochter sagen, wenn sie meint, die Eltern würden wieder zusammenziehen, sobald du weg bist, nicht stimmt. So versucht die Mutter, einen Keil zwischen dich und das Kind zu treiben, weil du dann die Verantwortliche dafür bist, dass die Eltern nicht wieder zusammenkommen.

Und auch wenn es für die Kleine nicht schön ist, dass ihre Eltern getrennt sind, sollte das doch nicht als Freibrief gelten, andere Menschen zu verletzen. Doch genau das tut die Tochter deines Freundes, sie verletzt dich mit ihrem Verhalten. Auch darüber kann man mit ihr reden, ohne Vorwürfe, aber sie sollte lernen, dass man auch auf die Gefühle von anderen Menschen Rücksicht nehmen muss, nicht nur auf die eigenen - das ist auch wichtig für die Sozialisierung.

Zudem denke ich, dass der Vater auch Zeit mit der Tochter bei sich zuhause verbringen und sie auch mal in die Schule bringen sollte, sonst ist es irgendwann so, dass sie ein Zuhause hat und beim Papa nur Gast ist. Im Übrigen ist es die Entscheidung der Eltern, wo das Kind schläft, dass die Kleine angeblich nicht bei ihrem Vater schlafen will, wäre für mich als Elternteil erst recht ein Grund, sie öfter bei mir übernachten zu lassen, damit sie sich daran gewöhnt und keine Angst davor hat. Von diesem Gesichtspunkt aus wäre es also absolut falsch, die Pläne kurzfristig umzuschmeißen. 

Kinder haben oft eine große Sehnsucht nach Harmonie. Familie ist für sie nun mal: Mama, Papa, Kind. Nun ist der Ersatzpapa weggezogen, also wünscht sich die Kleine den "richtigen" Papa an Mamas Seite. Leider gehen Kinderträume nicht so leicht in Erfüllung - aber wir Erwachsnen sollten deswegen keine Kriege anzetteln. Ob die Sehnsucht nach einer heilen Familie der Überlegung des Kindes oder der Überlegung der Mutter entspringt, kann deine Freundin doch gar nicht beurteilen.

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